Das beste Stück

Die BZ (23.9.2005) machts vor: So zahlt man heute die Honorare der freien Mitarbeiterinnen, die in einer Woche nach Zürich wandern und mittelmässige Artikel dazu schreiben dürfen – man lässt sie Perskindol erwähnen (riecht wie Dul-X, hat aber nicht dessen Kultstatus) und fietschert im Kasten nochmals das Produkt (“featuret” kann man nicht wirklich lesen). O-Ton aus dem redaktionellen Teil (nun ja, an sich ist alles …

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Keine Erregothely mehr

Ein Jammer: Das Restaurant Español Helvetico, besser bekannt als “Spanier”, ist nicht mehr – zehn Jahre lang gingen Salome und ich vor unseren traditionellen zweimonatlichen Kinobesuchen immer da essen und trotzten der rauchgeschwängerten Luft und der Speisekarte mit den lustigen Tippfehlern. Doch gestern standen wir vor verschlossenen Türen: Alles dunkel. Keine Speisekarte mehr. Schlimm! Dabei wurden im Spanier auch grosse Ideen der Berner Medienlandschaft geboren: …

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Archivierte Richter

Das Schweizer Portal “Bluewin” verbreitet heute interessante Neuigkeiten zur Gewaltentrennung. Wenn jemand gegen das Antirassismusgesetzt verstösst und das Verfahren an die nächsthöhere Instanz weitergezogen wird, ist dies das Bundesarchiv – praktisch, Bern ist schliesslich näher als Lausanne, und verständlich, das ganze Rassismuszeugs da basiert ja auf so Sachen, die etwa 60 Jahre her sind, hierfür drängt sich ja ein Archiv geradezu auf.

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Hürlimann, Furgler, … Andi

So eine Zugfahrt mit Musik in den Ohren ist etwas recht gutes. Bisweilen kommen tragische bis amüsante Verknüpfungen zusammen. Da tuckerte ich also gemächlich durch die Reussebene und sah, was die Flut angerichtet hatte – dazu schien Randy Newmans Bahn-Song “Dixie Flyer” zunächst zu passen, aber beim Refrain blieb einem dann doch das Passaggio-Sandwich etwas im Halse stecken: “Got on the Dixie Flyer bound for …

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SMS aus 10’000 Metern

Als am Sonntag plötzlich von angeblichen Abschieds-SMS aus dem über Griechenland abstürzenden Flugzeug die Rede war, litt ich wie üblich mit den Passagieren mit, die kurz vor ihrem Tod einen Horrortrip durchgemacht haben müssen. Wie hätte ich an deren Stelle reagiert? Wie fühlt sich dieser ultimative Stress an? – Während CNN und Konsorten die SMS-Meldung stundenlang kolportierten, begann ich zu grübeln. Aus einem unkontrollierbaren Flugzeug …

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Schrott by Night

Kranksein und wegen der Hitze nicht schlafen können hat einen nicht zu verachtenden Vorteil: Man sieht endlich mal in Reinkultur, was die freie Marktwirtschaft so für Müll hervorbringt – der offensichtlich auch noch rentiert. Kein Wunder, dass Spammer Erfolg haben, wenn das gemeine Volk sogar auf rhetorisch mässig begabte Tarotkartenleger reinfällt oder auf 0900er-Nummern anruft, um birnenweiche Fragen zu beantworten, die lächerliche Moderatorinnen mit dummem …

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