Von der Suche nach Label-Leichen

Wieder einmal einer aus der Reihe “aus meinem Leibblatt”.

Zuerst tendenziell Makabres – die Bildunterschrift zum folgenden Foto aus New Orleans (klicken für grössere Fassung) im “Bund” vom 8. September 2005 beinhaltet “…Suche nach Überlebenden” – nur: Ausgerechnet an diesem Ort dürfte die Chance, solche zu finden, noch geringer sein als ohnehin schon:

Suche nach Überlebenden auf dem Friedhof - Klick

Im “Bund” vom 28. September 2005 ging es um die Bewilligungspraxis für Leuchtwerbung in der Stadt Bern, illustriert mit einem Bild vom Waisenhausplatz. Da fiel mir einmal mehr das “Institut DAT-O-MAT” auf, bei dem ich mich seit meinen Berner Anfängen anno 1993 frage, was die den ganzen Tag so treiben:

Was macht dieses Institut?

Nicht mal eine Google-Abfrage hilft weiter. Im Telefonbuch ebenfalls keine Spur von denen. Wieso DAT-O-MAT? Wieso “Institut”? – DAT-O-MAT hört sich definitiv nach den Lochkarten der 70er-Jahre an – meine Eltern machten damals die ersten… wie hiess das damals… EDV-gestützten wissenschaftlichen Analysen. Was man heute mit Excel & Co. innert Sekunden macht, dauerte damals Tage: Man musste zum Uni-Rechenzentrum, wo Riesenkästen mit Bändern drin ratterten, und kam Tage später mit einem Stapel Lochkarten zurück, aus denen ich dann rote und gelbe Karten für die Nachmittags-Fussballspiele mit den Schulfreunden bastelte. – DAT-O-MAT? Eine Marktforschungsabteilung von Knorr, das die Verbreitung von “Aromat” untersucht? Nun, so wird wohl also DAT-O-MAT weiterhin jede Nacht grün den Waisenhausplatz beleuchten und Nostalgiker beschäftigen. Ebenso wie “The Crime Edge” gleich daneben, das keine dunkle Bude für Auftragsmorde ist, sondern ein… Coiffeursalon. Labels sind eben Glückssache.

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