Im Basistunnel: Wo heisses Schwefelwasser sprudelt

Das Wasser, das in Hülle und Fülle von der Decke tropft, fühlt sich an wie aus dem Warmwasserhahnen. Es duftet leicht nach Schwefel. Der Fels kann von Hand zermalmt werden – kein Wunder, mögen ihn die Mineure nicht. Das Gestein ist warm, das Echo des Urknalls wird fühlbar. Hinter dieser Wand muss das Höllentor sein. Ich lasse das Graben; womöglich bohrt sich mein Finger hinter …

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Abschied von den Schreibkursen

Seit 1990 führte das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Uni Bern regelmässig journalistische Schreibseminare durch – zuerst in Ocourt im Jura und Oey im Diemtigtal, seit 1996 ausschliesslich in Solothurn. Während jeweils dreier Tage haben in einem Basis- und Spezialkurs je zehn Studierende grundlegende journalistische Handwerksregeln erlernt. Die Arbeit war intensiv – es gab nur wenige Pausen, laufend entstanden neue Texte, die natürlich auch …

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Minarett-Initiative: Freuen sich Atheisten heimlich?

An sich müsste für uns Atheisten der heutige Abstimmungs-Sonntag ein Freudentag sein. Ist es aber nicht – jedenfalls ists mir nach dem heutigen Abstimmungssonntag wieder mal zum Auswandern zumute. Oder zumindest zum Im-Boden-Versinken. Ich zitiere ChliiTierChnübler im Wahlkampfblog, weil sie’s schön auf den Punkt bringt: (…) dass es auch Leute gibt, denen die ganze Religion am A* vorbei geht und deshalb “Religionsfreiheit” anders verstehen, nämlich, …

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Vor 20 Jahren: GSoA-Abstimmung, Tempo 130/100, Prag, Bukarest (mit O-Tönen)

Es war eine der letzten Abstimmungen, an der ich noch nicht teilnehmen durfte – und zugleich eine der denkwürdigsten. Heute vor 20 Jahren stimmten 35.6 Prozent der abstimmungsteilnehmenden Schweizerinnen und Schweizer für die Abschaffung der Armee. Das Thema spaltete nicht nur unsere Liestaler Gymer-Klasse, sondern die ganze Schule – selbstredend waren in den damaligen Matura-Typen C und E die wenigsten Armeeabschaffer zu finden. Die Aula …

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Orange schluckt Sunrise – Telekommunikation jetzt verstaatlichen!

Die Schweiz scheint tatsächlich zu klein zu sein für einen vernünftigen Wettbewerb im Telekommarkt. Nach der heutigen Hiobsbotschaft kanns nur eine vernünftige Lösung geben: Verstaatlicht doch den ganzen Mist einfach wieder. Orange war mir nie sympathisch, deren Preispläne habe ich ohnehin nie durchschaut. Blieb also noch Sunrise – die Firma stellt sich zwar in vielen Bereichen recht tappig an, bietet aber unter dem Strich einen …

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