Zu hohe Versandkosten bei Online-Bestellungen

Da lob ich mir Digitec – die Firma verzichtet seit geraumer Zeit auf Versandkosten.

Kürzlich habe ich bei einem anderen Anbieter einen Ersatzakku für mein Handy bestellt, den Digitec nicht hatte – und ein blaues Wunder erlebt: Für 2.40 Porto…

... aha, doch nur 2.40...?!

… bezahlte ich satte 12 Franken 90 Porto und Verpackung, der Akku kostete also 52 statt 38 Franken.

12.90 CHF Porto und Verpackung?!

Selbst wenn Durchschnittswerte angewandt werden – für eine solche Kleinstbestellung ist das eine pure Abzockerei.

13 Kommentare

  1. Bleiben wir doch bei den realen Umtriebskosten. Was haben wir davon, wenn Firmen ihre real-costs über andere Produkte und Dienstleistungen quersubventionieren?
    War da nicht mal die Post die sowas Böses gemacht hatte? Tja, jetzt haben wir neue Monople wie Amazon. Einfach Firma “ausgewechselt” und das nennt man dann Privatisierung… von Monopolen! 😛

  2. Ich bin der Erste, der für Transparenz ist – und gerne die tatsächlichen Versandkosten bezahlt. Völlig klar. Ich fühle mich aber verarscht, wenn ich 12.90 zahle und auf dem Couvert 2.40 lese…

  3. Die rechnung sieht mir nach *** (Korrektur admin) aus und die weisen eigentlich sehr korrekt und transparent bei der Bestellung genau deine monierte Kosten aus. *** weist vor dem definitiven Bestellen auch deutlich darauf hin welche Kosten anfallen:

    Unser Angebot berücksichtigt die Kosten für Porto, Verpackung und Versicherung.

    Smartphone Akku 970mAh Li-Polymer 35.80 CHF
    Nettobetrag exkl. MwSt. 35.80 CHF

    + Fracht/Verpackung 12.90 CHF

    Total Betrag exkl. MwSt. 48.70 CHF
    + MwSt. 3.70 CHF
    Total Betrag inkl. MwSt. 52.40 CHF

    Verstehe nun deine Überraschung nicht so ganz…

  4. Ich will hier bewusst niemanden in die Pfanne hauen, sondern das Problem grundsätzlich angehen – drum bitte keine Namen, danke.

    Auch ausgewiesene Kosten können Abzocke sein. Das ist in der Tat wenig überraschend, aber nicht minder ärgerlich. Natürlich wusste ich, was mich erwartet – ich hab das Teil einfach dringend gebraucht, drum hab ich in den sauren Apfel gebissen.

    Ist aber schon ein Gefühl, das einen konsumentenschutz-sensibilisierten Menschen zusammenzucken lässt, wenn man 2.40 auf dem Umschlag und 12.90 auf dem Lieferschein sieht – findest Du das in Ordnung?

    Das geht so in die Richtung “15 Franken für 1 MB mobilen Datendownload im Ausland” – das wird auch ausgewiesen, ist aber mehr als Wucher. Solche Phantasiepreise sind durch nichts in der Welt zu rechtfertigen.

  5. Ja. Ich finde das in Ordnung. Auf der Bestellung wird ausgewiesen, wofür du die Zusatzkosten bezahlst. Dort steht deutlich: Fracht / Verpackung. Du bezahlst also auch die Verpackung, und das ist nicht nur das Material sondern auch die Arbeitszeit. Hättest du für > 100.00 CHF bestellt, hättest du gemerkt, dass diese Kosten proportional kleiner werden.

    Der Mechanismus ist relativ einfach: kaufst du deinen Akku im Laden, bezahlst du deine 12.90 auch mit: Ladenmiete, Transport und Verkaufspersonalkosten werden dir dann aber nicht separat ausgewiesen (Quasi unverschämte Intransparenz). Im Versandhandel bekommst du das Material billiger, musst aber eben Verpackung und Porto übernehmen. Deine digitec bietet ja einen Abholdienst an: es bleibt dir überlassen, ob du das Material selber abholen willst. Ob deine Arbeitszeit (Abholzeit) dich jedoch billiger kommt wage ich zu bezweifeln. Sowas nennt man dann Opportunitätskosten 🙂

    Noch was zum Namen nennen: digitec darf genannt werden, aber dein neuer Lieferant nicht?

  6. Zum Namen: Ich bin ansonsten sehr zufrieden mit diesem Anbieter, ich möchte ihn hier nicht exemplarisch in negativem Zusammenhang nennen. Das tu ich gerne mit Swisscom & Co. zur Genüge, wo ich zig Sachen aufzählen kann, die Schrott sind.

    Zu den Kosten: So ein Umschlag ist eben schon huuuuuere tüür, boah, 12.90 minus 2.40, hui, Kopfrechnen… 10.50 CHF für ein C5-Couvert mit Luftpölsterli, momool. Das ist supergünstig!

    Nee Du – für mich ist der Kall flar: Bei Kleinstbestellungen in einem einfachen Umschlag gehören die Kosten gesenkt. Ich hätte da als Anbieter kein gutes Gewissen.

  7. 🙂 jetzt ist wenigstens das 2.20 korrigiert… wollte dich schon darauf hinweisen, dass wenn schon kostenbewusst bist, dann auch korrekt.

    Auso: Mit der Verpackung ist eben nicht nur das Material gemeint, sondern die Arbeit. Stell dir folgendes Szenario vor:

    Du hast 20’000 Bestellungen à 10.00 Franken pro Tag, die jemand in gepolsterte C5-Couverts abpacken muss.

    Du hast 200 Bestellungen à 1’000 Franken pro Tag, die jemand in Kartons verpacken muss.

    Nehmen wir an du brauchst pro Couvert 10 Sekunden zum verpacken. Dann brauchst du dazu 416 Mitarbeiter die 8 Stunden pro Tag nur verpacken.

    Nehmen wir bei den Kartons an das man da in 2 Minuten den Karton verpackt hat. Dann brauchst du dazu genau eine Person die dir das in 6.6 Stunden erledigt…

    Was ischt ächt jetzt wohl billiger?

  8. Deine Rechnung in Ehren, aber die Realität (Mischrechnung) sieht da wohl etwas anders aus. Ich bin da wohl einmal mehr zu nett – und würde einen Renditerückgang in Kauf nehmen, wenn ich sehe, dass ich Wenigbesteller regelmässig abzocke (vielleicht springen sie ja deswegen auch mal ab)… wenn wirklich nur noch die Kohle zählt, das Wohl der KundInnen aber bachab geht, stimmt irgendwas nicht mehr.

  9. Nun, ich finde es natürlich auch toll, das es immer mehr Anbieter gibt, die ohne Versandkosten versenden. Nur: ohne Versandkosten bedeutet halt einfach, dass diese Kosten im “Gerätepreis” inkludiert wurden.
    Je nach Grösse der Bestellung fährt man so oder anders halt besser – vergleichen muss man natürlich immer den Endpreis, also inkl. aller Kosten.
    Kleine Sachen, wie z.B. einen Akku kauft man ev. sogar am günstigsten im Laden.
    M
    F
    G
    Sopur

  10. Habe schon Speicherkarten online bestellt und im Bemerkungsformular eine Bemerkung hinterlassen, dass ich nicht 15.90 oder 8.- zahlen will, sondern ein bisschen was mehr als die 1.30 Briefporto… Hat schon zwei Mal geklappt.

    Es ist auch ein Gedanke wert, mit der Bestellung zu warten, bis man etwas Grosses dazunehmen kann (auch wenn es nur ein 50er Spindel CD-Rom’s ist), so dass es ein PostPaket gibt.

    Kann aber ein simpler Webshop mit Vorauszahlung differenzieren, wie gross die Verpackung des Gutes sein wird? Ich glaube es nicht. Egal wie klein das Produkt ist, es wird von der Anwendung genau gleich behandelt. Eine Vergütung ist danach leider recht ineffizient.

    Hoffe, dass toppreise.ch keinen billigeren Anbieter (all incl.) ausgespuckt hat?

  11. Nun, wer’s schnell will, zahlt mehr… 😉

    Die Erfahrung wie mirko habe ich auch schon gemacht: einfach angerufen, als ich für ein Kabel Kleinmengenzuschlag und teure Portokosten hätte bezahlen müssen.
    M
    F
    G
    Sopur

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