Was geschah am 15. Oktober 1981?

Rehrücken im Kemmeribodenbad: Mjamm! (November 2006)Das Kemmeribodenbad ist immer eine Reise wert. Triste, graubedeckte Novembertage werden hier kulinarisch aufgehellt. Der am Tisch flambierte Rehrücken ist vorzüglich!

Bei der heurigen Reise lautete die Haupterkenntnis: Übernachten lohnt sich – denn nach dem Geniesser-Menu kann man sich ohnehin kaum noch bewegen und legt sich am besten gleich ins wunderbare Zimmer.

Erlaubt der Körper dann doch einen längeren Spaziergang, empfiehlt sich vor der obligaten Merängge zum Beispiel eine Rundwanderung, die zuerst Richtung Sörenberg führt, aber kurz vor dem Übergang rechts abzweigt und über den Bach zurück zum Hotel führt. Entlang dieser Route gibts auch noch ein kleines Rätsel: Wer Streichhölzer dabei hat, kann im Gedenken an vier verunglückte junge Leute eine Kerze anzünden: Was ist diesen armen Rekruten am 15. Oktober 1981 passiert? Google weiss für einmal keine Antwort.

[Nachtrag – ein Kommentator schreibt: “An dieser Stelle stürzten die Soldaten mit einem Armeefahrzeug in den Tod. Sie kamen vom Weg ab. Das Wetter war schlecht und es hat geregnet.”]

Was geschah hier am 15.10.1981? Auf dem Weg vom Kemmeribodenbad nach Sörenberg.

11 Kommentare

  1. An dieser Stelle stürzten die Soldaten mit einem Armeefahrzeug in den Tod. Sie kamen vom Weg ab. Das Wetter war schlecht und es hat geregnet.

  2. Bin im September von Pruntrut nach Lugano marschiert und in der Etappe Schangnau-Sörenberg
    an dieser Erinnerungstafel vorbei gelaufen. Ich habe mich auch gefragt, wie um Himmels Willen man hier denn tödlich verunglücken konnte. Mit einem Fahrzeug, ja was denn für Eines, der Weg ist ein Wanderweg..Da ich nie Militärdienst geleistet habe, kenne wahrscheinlich nicht alle eingesetzten Fahrzeuge.

  3. Ich habe damals Dienst in der Vsg trp RS 2/81 geleistet. Von meinem Zug waren zwei Kameraden betroffen. Einer bezahlte mit seinem Leben. Es war tragisch und hat mein späteres militärisches Wirken geprägt.
    Die Ursachen wurden soweit möglich geklärt. Der Hauptgrund lag meines Erachtens darin, dass der Weg der Verschiebungsübung zu wenig rekognosziert wurde. Das ist aber meine persönliche Meinung.

  4. Auch ich habe damals Dienst in der Versorgungstruppen RS 2/81 geleistet. Unsere Kompanie war im Warteraum beim Kemmeribodenbad. Wir sollten uns von dort zu Fuss in die Schiessverlegung auf den Glaubenberg verschieben. Im Vorfeld wurde ein Vorausdetachement aus Soldaten gebildet, welche nicht in der Lage waren diese Verschiebung zu Fuss zu bewältigen. Dieses Vorausdetachement sollte die Strecke mit einem Pinzgauer befahren. Kurz nach der Abfahrt kam es dann zu diesem verhängnisvollen Unfall, bei dem vier unserer Kameraden das Leben verloren. Ich denke auch heute noch oft an diesen Unfall, vor allem wenn ich wieder von einem Unfall mit einem Militärfahrzeug höre.

  5. Auch ich leistete damals in der Vsg–Truppe meinen Militärdienst. Die beiden vorhergegangenen Kommentare beschreiben die Ausgangslage der Verschiebungsübung treffend. Ich möchte trotzdem eine Anmerkung dazu schreiben.

    Ich denke immer wieder an den Unfall zurück. Beinahe hätte ich die Möglichkeit erhalten mit dem verunfallten Pinzgauer mitzufahren. Eine schützende Hand bewahrte mich damals davor. Trotzdem waren von unserem Zug zwei Personen auf dem verunfallten Fahrzeug. Mit der tödlich verunfallten Person waren wir im Militäralltag und im Ausgang oft zusammen. Dass ich den Kameraden helfen durfte ,mit militärischen Ehren, auf der Schulter zu Grabe zu tragen machte mich damals wie heute sehr nachdenklich. Als wir nach der Schiessverlegung im Glaubenberg in die Kaserne in Fribourg zurück kamen, blieb in unserem Schlafraum das Bett neben mir leer. Nun galt es das erlebte zu verarbeiten.

    So erlebte ich persönlich „in Kurzform“ den Unfall. Viele Kameraden hatten den Unfall auf Ihre Art verarbeiten müssen. Care–Teams waren damals noch nicht in dieser Form vorhanden wie heute bei solchen Ereignissen.

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