Europa ist ja richtig clever

Ein historischer Augenblick: Wabers und Jacomets freuen sich zum selben Zeitpunkt (das war dann aber hoffentlich zum letzten Mal).

Jahaaaa: Der Vampir bleibt im Sarg – und kommt hoffentlich so schnell nicht wieder raus. Ob nun wohl auch DRS3 begreift, dass wir den debilo-infantilen Bobo nicht mehr hören wollen?

Spitzzähnerich Röneh wolle sich laut “Tagi” nun “zwei Wochen einschliessen und sich seiner Familie widmen”. Bitte, bitte, BITTE – mach doch zwei Jahrzehnte draus. Oder tu grad, was Baby Jail schon vor Jahren wärmstens empfohlen haben – genau, das im Schlussvers mit der Toilette und dem Griff und dem Ziehen und dem Vermissen.

Viel Spass am Samstag beim Eastern European Song Contest. Da haben wir über ein Jahrzehnt nach Ende des Kalten Krieges den “Ostblock” wieder – ein wahrlich warschauerlicher Pakt.

Ich schau mir stattdessen wieder mal die DVD von “Tanz der Vampire” an. Polanski ist ja auch so eine Art Ossi.

5 Kommentare

  1. Hehe. Danke für den Link. Eastern European Song Contest ist auch nicht schlecht.

    Ja, die im Ostblock (Beni Thurnheer hat das Wort mehrmals in den Mund genommen), die wissen halt, dass man im Kollektiv stark ist.

  2. Gern geschehn… War süss, dass Du das mit dem Kellner zuerst nicht gecheckt hattest 🙂

    Ich bin immer wieder erstaunt über den Lauf der Geschichte: Das waren alles mal wenige Länder, die sich (sehr vereinfacht ausgedrückt) in zig kleine Teile zersplittert haben – und an diesem Gipfeltreffen der Mediokrität sind sie alle wieder vereint, wie wenn nix gewesen wäre.

  3. Ausnahmsweise bin ich mal mit Ane Hebeisen nicht einverstanden – im heutigen "Bund" hält er "die Idee, dass eine osteuropäische Koalition an DJ Bobos Scheitern am Eurovision Song Contest schuld war", für falsch: "Letztere gibt es weder politisch noch soziologisch. Es muss an der Musik gelegen haben."

    Die war zweifellos schlecht, und Bobos Stimme auch. Korrekt. Aber "Bund"-Held Hebeisen – keiner sonst bringt in dieser Stadt Sätze wie "seine Energy-Milchzähne haben ins Leere gebissen" fertig – will uns weiter unten weismachen: "Der Osten hat musikalisch aufgerüstet. Wo früher noch altmodische Sounds und triviales Trance-Programming die Schlager entstellte, klangen die meisten Beiträge aus den osteuropäischen Territorien in diesem Jahr technisch durchaus auf der Höhe der Zeit." Hatte Ane ausnahmsweise Tomaten auf den Ohren, wenn er an Kate Bush erinnernde Elemente entdeckt haben will?

    Weiter: "Während der Westen auf gesichtslosen Mainstream-Pop setzt, ist im Osten eine Vorliebe für ethnische Eigenarten oder volksmusikalische Spezialitäten spürbar, die mit teils moderner, teils auch durchaus wertloser Popmusik gepaart wird und im besten Fall auch für unsere Ohren erfrischend klingt."

    Dafür brauchts schon extrem viel Wohlwollen. DRS3 brachte heute Mittag jene zehn Songs, die am Donnerstag weitergekommen waren, kurz nacheinander – mit ganz wenigen Ausnahmen (z.B. Ungarn) war das alles auf den ersten Ton als “gesichtsloser Mainstream-Pop” erkennbarer Mist.

    Wunderbar übrigens auch Marc Lettaus offener Brief an “Herrn Bobo”.

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