Das Problem mit den Umlauts

Immerhin hab ich noch niemanden auf der Strasse Schwiizerdütsch reden gehört. Aber ansonsten stolpert man immer wieder mal über Heimisches.

San Francisco, 7. August 2006

Wie swiss das wirklich ist? Die haben zehnmal mehr Filialen ausserhalb der Schweiz, wo sie auch nur in Zürich vertreten sind. Sehr verdächtig. Pardon, Zurich.

Das Highlight war es aber, zu erfahren, dass man das seltsame Wort “Hashbrowns” nicht mehr benötigt. Zumindest in der Stadt wissen die Leute nun offenbar, was Rösti ist. Pardon… Rosti.

San Francisco, 7. August 2006

Auch wenn findige Marketingmenschen weissnichtwas alles mit öäü-Tüpfli versehen, um es etwas exotischer ausschauen zu lassen: Ausgerechnet bei der Rosti schaffen sie’s dann nicht.

Liebe Freundinnen und Freunde ennet dem Teich – die Tastenkombinationen lauten:

Alt+132=ä
Alt+142=Ä
Alt+129=ü
Alt+154=Ü
Alt+148=ö
Alt+153=Ö

Warum er Rösti pornographisch findet, entzieht sich meiner naiven Kenntnis – aber er referenziert ja ohnehin diesen Post, wo die gute alte Frage debattiert wird, ob man Rösti aus gekochten oder frischen Härdöpfeln macht. Klarer Fall: Mit frischen. Dazu Zwiebeln, ein paar geraffelte Rüebli und Speckwürfeli. Ich glaub, ich muss die jetzt grad ein wenig verwirren gehen. Merke: Die verstehen das als Zmorge, wie bei uns die Bauern früher – aber die amerikanischen Frühstücksgeschmäcker wurden ja andernorts schon zur Genüge debattiert.

Ah, ja – da war doch noch was. Das mit dem “fail to issue the receipt” wird immer besser:

Nettes Geschenk - ob das aber je angewendet wird?

Ein Zauberkünstler hätte sicher viel Spass damit, hier den ahnungslosen Touristen zu mimen und laufend Kassezeedeli verschwinden zu lassen.

3 Kommentare

  1. zur receipt: wie muss man das verstehen? wenn sie keine quittung ausstellen können, kriege ich dann bar auf die kralle 5 grüne? oder kriege ich einen discount von 5 grünen? das gibt ja dann ein chaos in deren buchhaltung: keine quittung und waren billiger ausgegeben.
    wenn sies bar rausrücken, könnte ich dann den laden in den ruin treiben? also: mit den 5 stutz grad nochmals was kaufen und darauf hoffen, dass sie bei der quittung wieder versagen (die chancen stünden da wohl nicht so schlecht), and so on until ad infinitum bis der shop chapter 11 beantragen muss…

  2. Nö, das geht alles nicht so leicht. Moderne REGISTRIERkassen sind ja nicht grade nur dem Abakus nachempfunden – die speichern auch ein bisserl was. Keine Quittung heisst, der Verkäufer versucht in die eigene Tasche zu wirtschaften – und das sehen die Lädelibesitzer nun mal gar nicht gern. Deswegen hängt ja auch über jeder Registrierkasse eine Kamera. Die filmt in der Regel nicht die Kunden, sondern die Finger des Kassiers…

  3. Pingback: bloggin' chm

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