Daniele Jenni und Eva Herman: Unverbesserlich

Vorbemerkung Dezember 2007

Dieser Beitrag ist lange vor Daniele Jennis Tod entstanden und gibt den Stand am 12. Oktober 2007 wieder. Zumal derzeit viele BesucherInnen aus Suchmaschinen auf der Suche nach dem Stichwort “Daniele Jenni” hier vorbeikommen, habe ich mich entschlossen, aufgrund einer Anregung diese Zeilen hinzuzufügen.

Dieser Text ist eine Momentaufnahme aus den aktiven Zeiten von Daniele, eine direkte Reaktion auf sein politisches Handeln, und ich würde es als Geschichtsklitterung erachten, diesen Text nun vom Netz zu nehmen. Auch wenn ich mit Daniele oftmals alles andere als einverstanden war: Allein meine Wut im Bauch nach den Ereignissen vom 6. Oktober zeigt, was er politisch für eine Wirkung entfalten konnte.
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Originaltext vom 12. Oktober 2007

Was haben Daniele Jenni und Eva Herman gemeinsam? Vieles: Sie sind beide beratungsresistent und stur. Beide kommen nicht auf die Idee, mal kurz durchzuatmen und zu sagen: “Sorry, das war ein Fehler.” Und dann einfach eine zeitlang die Klappe halten.

Im Nachgang der Krawalle vom Samstag in Bern machten und machen Daniele Jenni und das Komitee “Schwarzes Schaf” unmögliche Aussagen. Sie arbeiten weiterhin der SVP in die Hände, schaden der Linken und merken das offenbar nicht einmal. Linke, die sich abgrenzen, werden in vielen Leserbriefen als Weicheier und heimliche SVP-FreundInnen diffamiert.

Ich wiederhole für alle, die aus Suchmaschinen auf diesen einen Beitrag gekommen sind: Ich wünsche Blocher und die SVP ins Pfefferland; mich widert an, wofür sie stehen. Ich bin – Schweizerzeit vom 24.2.1987 mit Notiz des geneigten, 15-jährigen Lesersseit ich denken kann – ein Linker und helfe der Grünen Franziska Teuscher als Website-Mitunterstützer. Schon mit 15 geisselte ich in unserer Schülerzeitung (PDF, 3 MB) Schlüer, Schweizerzeit & Co. mit Worten, die mir heute eine Klage einbringen könnten (vgl. Bild der “Schweizerzeit” vom 24.2.1987 mit handschriftlicher Notiz). Auf meinem Smartvote-Profil erscheinen nur Rotgrüne in den ersten 87 Rängen.

Heute schäme ich mich dafür, dass Daniele Jenni dort sogar recht weit vorne erscheint. Hätten am Montag nach den Krawallen städtische Wahlen stattgefunden – die Linke hätte glatt in die Opposition gehen können, und vieles, das sich in der Stadt zum Guten gewendet hat, wäre flöten gegangen. Ein autofreier Bahnhofplatz zum Beispiel? Für Jahre undenkbar.

Hauptverantwortliche dafür wären Jenni und das “Komitee Schwarzes Schaf” gewesen. Für eine kurzfristig wirksame, unüberlegte Aktion haben sie viel aufs Spiel gesetzt, womöglich gar die Wahl der ersten Grünen Ständerätin.

Das Durchstieren der Demo war schon mal ein grober Fehler. Ebenso stur und bedeppert wie die SVP, die auf einem Umzug durch Bern beharrte und Neonazis mitmarschieren liess, wie im “Rundschau”-Beitrag zu sehen ist. “Marsch auf Bern” – klar: Solche Aussagen sind widerlich. Aber trotz Wut im Bauch mal den Kopf schräg halten und überlegen: “Was passiert, wenn wir…?” – Dazu sind Jenni und Konsorten nicht in der Lage. “Unreif” ist ein harmloses Attribut dafür.

Ich vermute einmal, dass Daniele Jenni hochintelligent ist, aber an akuter Demenz punkto emotionaler Intelligenz leidet. Sonst würde er womöglich zumindest im Nachgang etwas Einsicht zeigen oder den Mund halten – und nicht weiter verbal Benzin ins Feuer giessen. Zitate gefällig?

Aus dem “Bund” von heute:

«Die Blockaden waren ja nicht gewalttätig», meinte Jenni weiter. In den Bildern im Fernsehen habe dies bloss einen anderen Eindruck gemacht, weil sich die Leute «mit Geräten wie zum Beispiel Sonnenschirme geschützt hätten». Für Jenni ist klar, dass es sich dabei nicht um Gewalt handelt, sondern um «legitimen zivilen Widerstand».

Fazit: Wer einer Beiz einen (vermutlich nicht ganz billigen) Schirm klaut, um damit gebräunten SVP-AnhängerInnen Paroli zu bieten, darf das laut Jenni.

Heiligt der Zweck die Mittel? Ist das lustig für die BesitzerInnen? Nee. Das wird Jenni schnell feststellen, wenn spontan ein paar Leute Teile seines Wohungsmobiliars holen, auf die Strasse stellen und eventuell anzünden. Dinge, die ihm lieb geworden sind. Die er womöglich mit Herzblut gehegt und gepflegt hat. Selbst wenn damit der Rechten oder Neonazis die Stirn geboten wird, was wir ja eigentlich alle gut finden.

Daniele, mir ist schon mal sowas ähnliches passiert: Wohnung aufgebrochen und durchsucht, Digicam mit privaten Fotos geklaut. Verschiedene Gegenstände waren weg, an denen ich hing. Ich wünsche Dir das nicht – aber Dir ist sowas offenbar nie passiert. Sonst würdest Du nicht so einen Scheiss erzählen.

Vermutlich entgegnest Du nun, das zahlt doch die Versicherung. Klar – zahlst Du mir dafür den emotionalen Stress und die Arbeitszeit, die ich dafür verwende, alles wieder einzukaufen?

Daniele Jenni als politischer Arm von kriminellen Randalierern also? Jennis kleiner Club, eine Art Batasuna oder Shinn Fein à la bernoise? Das ist sicher zu hoch gegriffen. Aber es gibt Parallelen: Glatzen auf der einen Seite, die mit der SVP marschieren. Zerstörungswütige Chaostrupps auf den anderen Seite, die aus der hauptsächlich von Jenni durchgestierten Gegendemo agieren. Ebenso wie sich Neonazis im Windschatten der SVP tummeln, suhlt sich der so genannte “Schwarze Block” im politischen Fahrwasser von Jenni und anderen Naivlingen.

Was sagt Jenni zu Rechten, die sich nicht von den Braunen distanzieren? Eben. Wir sagen dasselbe:

Denkt bei den Stadtratswahlen 2008 daran, was Daniele Jenni in diesen Tagen von sich gegeben hat. Streicht ihn von der Liste. Verpasst ihm einen Denkzettel. Wählt ihn ab, versenkt ihn in der politischen Vergessenheit (Streichen gilt auch für Rolf Zbinden, PdA, der an der Schwarzschaf-PK auftrat). Und lasst uns in Ruhe eine auf Toleranz und Gewaltlosigkeit basierende, kraftvolle, intelligtente linke Politik ohne sein extremistisches Getäupel und den Mief von Radaubrüdern machen.

Zu den Wahlen 2007: Liebe Mit-Linke – streicht im Kanton Zürich Anja Peter von der Liste 8 (Alternative Liste) oder wählt sie bei nächster Gelegenheit aus dem SUB-Vorstand ab. Auch wenn “Menschenrechte, Migration, Essen und Trinken, Bücher lesen, Konzerte hören, Bötli fahren” äusserst sympathisch tönen – wer solcherlei von sich gibt, hat bis auf weiteres jeglichen politischen Kredit verspielt:

Es sei schade, dass die Bilder vom Bundesplatz eine derart grosse mediale Präsenz erhalten hätten, meinte Anja Peter. Wichtig sei primär, dass der Umzug der SVP habe verhindert werden können. (“Bund” vom 12. Oktober 2007)

Sollte in Bern jemand auf die Idee kommen, bei den Nationalratswahlen die GRAL-Liste einzuwerfen: Daniele Jenni einfach streichen. Zeigt aktiv, dass wir weder sture Zottel-Böcke von rechts noch unterstützen – noch solche von Links, die unserer Sache massiv schaden. Wählt die Grüne Liste 9! Und natürlich Franziska Teuscher in den Ständerat. Die meisten Grünen haben sich klar von den Krawallen distanziert, auch Franziska Teuscher in ihrem Blog.

Leute hingegen, die Gewalt verharmlosen, zur Selbstreflexion unfähig sind und nicht verhindern, dass Gewalttätige aus ihren Reihen heraus agieren, gehören isoliert, gestrichen, abgewählt:

An der Veranstaltung «Das schwarze Schaf» spielt eine Band, in der Menge wird getanzt und gelacht, Guggen treten auf, Jongleure und Clowns. Doch dann ändert sich das Bild schlagartig. Scheinbar normale Kundgebungsteilnehmer lösen sich aus der Menge, stülpen sich Motorradhauben über den Kopf und rotten sich in der Münstergasse zu einem rund 200 Personen zählenden Überfallkommando zusammen. (“Bund” vom 8. Oktober 2007)

Auch der “Rundschau”-Beitrag zu den Krawallen zeigt auf dem Münsterplatz und in der Altstadt etliche Szenen mit friedlichen, phantasvievollen Aktionen, zeigt fröhliche Leute, gute Musik, Reden. Aber eben auch unter Schock stehende Bundesplatz-Helfende, die in von Vermummten ungestossenen Milchkannen Schutz suchten. Leute, die mit Sitzbänken beworfen wurden. Dazu passen Verharmlosungen und halbherzige Distanzierungen von Peter und Jenni einfach nicht:

Die Ausschreitungen auf dem Bundesplatz hingegen seien «unnötig» gewesen. «Die Wut, die dahinter steckt, kann ich aber gut verstehen», meinte Peter. Auch Daniele Jenni fand es «unnötig», dass ein Lieferwagen zur Anlieferung von Wurstwaren für das SVP-Fest in Brand gesteckt worden sei. Die Ereignisse auf dem Bundesplatz seien aber «nicht vom Himmel gefallen». Die Ursache hierfür sei die «Politik der Verachtung» der SVP, erklärte Jenni.

Das erinnert mich ein wenig an die ersten Testsendungen von Radio RaBe in den 1990er-Jahren: War ein wenig “Fundis gegen Realos”. Damals versuchten wir das einigermassen unter einen Hut zu bringen, waren nett zueinander. Ehrlich gesagt: Mir sind linke Fundis langsam genau so unsympathisch wie die Vorredner der Rechten. Ignoriert am besten beide. Alle leiden unter der selben Krankheit: Akute Geltungssucht, gepaart mit viel Dummheit.

37 Kommentare

  1. Das Problem mit der Gegendemo, die vom ‘schwarzen Schaf’ organisiert (nein, nicht durchgestiert; ‘durchgestiert’ wäre eine Demo, die man mit Gummigeschossen und CS zusammenschiesst) wird, ist dass sie von ungefähr jedem linken, alternativen, pro-asyl oder marxistischen Klub/Vereinigung/Bande mitgetragen wurde, und damit letztendlich die GANZE Linke für den Schlamassel mitverantwortlich ist, ob jetzt ideell, unterstützerisch oder organisatorisch.

    Enthüllend ist vor allem diese Liste, die ungefähr jede Organisation einbezieht, die schon seit längerem als Garant für Randale gilt, oder die Liste hier.

  2. Ich wähle Daniele Jenni! Nur weil jetzt gerade die heisse Fase im Wahlkampf beginnt sollte man (wie es Jenni tut) weiterhin zu seinen Werten und seiner Einstellung stehen. Nur aus Angst vor Verlusten möglichst nett und vernünftig zu erscheinen wirkt sich nach den Wahlen fatal aus.
    Und Daniele Jenni nimmt die “Chaoten” nicht in Schutz, er sagt lediglich was sonst niemand getraut zu sagen.
    Die SVP wollte Ausschreitungen, sie wollten negative Schlagzeilen der Linken, sie wollten Chaoten….
    Und das was die SVP seit Jahren abzieht ( Hass schüren, Rassistische Tendenzen fördern, Invalide, Migranten/innen, Andersdenkende diskriminieren) ist sehr viel bedenklicher als 30’000Fr. SACHschaden!!! Und wer letzten Samstag nicht direkt am Ort des Geschehens war, sollte nicht alles glauben was man in dieser Woche so lesen/hören konnte. (wer dabei war glaubt noch wesentlich weniger…) Es gab schon erheblich schlimmere Ausschreitungen in Bern, diesmal waren es ca. 100Chaoten, daneben haben knapp 5000 Friedlich gegen die SVP demonstriert…

  3. Wann begreifen die Friedlichen denn endlich, dass ihnen die Gewalttätigen nichts nützen – im Gegenteil: schaden? Da können 20’000 friedlich aufmarschieren. Wenn dann noch 100 Gewalttätige daneben alles kurz und klein schlagen, was ihnen in den Weg kommt, wird die Botschaft der 20’000 untergehen. Pflastersteine, Bierflaschen und Knallpetarden sind schlicht und einfach zutiefst undemokratisch und sind keine tolerierbare Meinungsäusserung – egal ob sie von links oder rechts zu fliegen kommen.

    Übrigens: Die Schäden belaufen sich auf inzwischen 120’000 Franken – eine Summe, die sich auch nicht mit einer umstrittenen Politik rechtfertigen lässt.

  4. @saegesser: Deine Thesen ziehe ich mal gelinde gesagt in Zweifel. Die SVP wollte Chaoten – ja, genau… darum hätte man sie ihnen eben NICHT geben sollen! Wir sind uns einig, dass die Politik der SVP entschieden zu verurteilen ist. Ansonsten bist Du der genau gleiche Verharmloser wie Jenni: Hätte ich bloss die Hälfte der verfügbaren Filmaufnahmen gesehen – es hätte mir gereicht, um zu wissen, dass ich mich davor in aller Entschiedenheit distanzieren muss, um noch das letzte Quentchen Respekt zu retten, den letzten kleinen Kredit an Würde.

    “Nur Sachschaden” – solche Aussagen sind angesichts der Bilder von Verletzten und Schockierten ebenso menschenverachtend wie die Politik gewisser SVP-Exponenten.

    Aber auch sonst: Hast Du mal so richtig eins auf die Rübe bekommen? Hat man mal Deine Sachen genommen und zerstört? Hat man Dir einmal Deine Scheiben eingeschlagen? Wurdest Du schon so bedrängt, dass Du Todesangst hattest? Ich mag niemandem sowas wünschen und gehe davon aus, dass Du nicht mehr solchen Müll verzapfst, sobald es Dir mal passiert ist.

    Verdammt, wir reden hier von Menschen! Mit Verlaub: Solche Attitüden kotzen mich sowas von an.

  5. Daniele Jenni hat Rückgrat. Er hat Mut. Meine Stimme hat er. Ursi Wyss, Evi Allemann und Konsorten sollen doch eine “wir sind weinerlich und ach so schlau”-Selbsthilfegruppe gründen.

  6. @Gudrun: Du verwechselst Rückgrat mit Sturheit. Du denkst, sein (vermutlich auf akuter Einsamkeit beruhender) Aktivismus beweise Mut.

    Hast Du die Aussagen der pubertierenden Revoluzzer im “Bund” heute gelesen? Die findest Du wohl auch ganz toll? Wie gesagt: Ob Neonazis, Skins, Revolutionärer Aufbau, 031 – scheissegal. Wer Gewalt gutheisst und Hass sät, gehört entweder eingesperrt, eingeliefert oder ignoriert.

    Dieser ganze herrlich vorgestrige Marxisten-Leninisten-Jargon, die lächerlichen Aussagen dieser Kiddies – so sie denn ernst gemeint waren – sind menschenverachtend. Leute wie Jenni stellen sich unverhohlen hinter solche Irren, solange sie sich nicht klar davon distanzieren.

  7. Offenbar hat AP jetzt nicht mal ein Smartvote Profil ausgefüllt.
    Gut, es käme mir jetzt nie in den Sinn die AL-Liste einzulegen 😉

    Irgendwo habe ich gehört, dass man Jenni in der BZ (Berner Zeitung?) als Taliban bezeichnete. Hast du diesen Kommentar irgenwo?

  8. Grad noch einer, dem es hoffentlich mal passiert, dass man seine Wohnungseinrichtung als Demo-Blockadenmaterial zweckentfremdet: Ein gewisser Fabian C. aus Bern schreibt heute einen unsäglichen Leserbrief im “Bund”:

    (…) Viele Charakteristika des Faschismus lassen sich problemlos auf die SVP übertragen. Da setzen sich einige tausend Menschen entschlossen gegen diese Ewiggestrigen zur Wehr, und alle schreien. Herrjemine, eine Scheibe ging kaputt, ach diese arme Scheibe. Und ein Plastikstuhl brannte. Dabei war es so ein lieber. Eigentum steht in der Schweiz über allem. Da lassen Herr und Frau Schweizer viel lieber die SVP zusammen mit hundert Neonazis marschieren.

    Nein, wir lassen die SVP eben darum marschieren, weil das unter dem Strich politisch am wenigsten Schaden anrichtet. Du hast zwar im Grund Recht mit Deinen Faschismusvergleichen, machst aber den selben Fehler wie viele dieser Tage – Du nimmst die SVP doch etwas zu ernst.

    Und lieber Fabian: Wie schon mehrmals erwähnt – erzähl nichts von Eigentum und so, bevor bei Dir nicht mal eingebrochen wurde oder ein paar Glatzen oder Schwarzblöckler DEINE Sachen als Schutzschild benützt haben. Dann wirst Du nämlich plötzlich SEHR kleinlaut. Wetten?

    (Fabian C. ist auch noch unsäglich naiv und mailt mir ein paar Wochen später: “kannst du den betreffenden blog eintrag nicht löschen? wenn mensch meinen namen googlet, kommt als erstes die passage aus einem gekürzten leserbrief. ich stehe zwar dazu, möchte aber in dieser form nicht darauf reduziert werden.” – Tja, das hättest du dir vorher überlgen können. Aber zumal du in ein paar Jahren vermutlich anders denkst, lösche ich deinen Nachnamen gern.)

  9. Die SVP ist, so leid es mir tut, sehr ernst zu nehmen, auch wenn sie sich sehr zweifelhaft verhält. Eine Partei die einen Apartheitregime-Unterstützer an vorderster Front hat, kann und muss man sehr ernst nehmen!!!! ca.27% der Schweizer Stimmberechtigten werden eine Partei wählen, die ähnliche Strukturen wie zu Zeiten des Nationalsozialismuses an den Tag legt!!! Das ist eindeutig viel zu viel!

    Da bleibt keine Zeit um Sie nicht ernst zu nehmen!

  10. Wenn man in einem demokratischen Staat, wie es die Schweiz ist, Gewalt als Mittel der Veränderung gutheisst, ist dies ein Angriff auf einen Grundwert, für den uns auf der Welt Millionen Menschen beneiden und für den schon Tausende gestorben sind. Es ist zudem ein Armutszeugnis, denn es beweist, dass man einfallslos bezüglich legaler und demokratischer Lösungen ist. Der Weg zu Veränderungen führt bei uns über die Urne, aber davon werden wohl nur die wenigsten der Chaoten vom 6. Oktober 2007 Gebrauch machen. Mitunter wohl auch, weil man da denken und Zeit investieren muss.

  11. @saegesser: OK, dann nehmen wir sie ernst. Und unterlaufen ihre Taktik. Aber geschickt – und nicht mit ungeschicktem Verhalten. Die SVP-Demo wäre ins Leere gelaufen, hätte man sie einfach geschehen lassen und ein paar Bilder von Skins ins Netz gestellt.

    Wegen dieser dummen Demo und dem, was sonst drum herum passiert ist, werden nun mehr Leute SVP wählen. Ich befürchte: Die Krawalle hat rechte Sonst-Nicht-Wähler eher mobilisiert als linke. Franziska Teuscher bestätigt dies sinngemäss in ihrem Blog.

    Oder – Zitat aus dem “Bund” von heute: “Ein zusätzliches drittes Mandat ist den Grünen kaum zu nehmen, schon vor vier Jahren hätten die Stimmen für 2½ Mandate gereicht. Vielleicht wäre sogar ein 4. Mandat im Bereich des Möglichen, aber die unklare Haltung eines Teils der Grünen zur Gegendemonstration und den Krawallen in Bern dürfte geschadet haben.”

    Danke, Jenni – danke, Schläger – danke, ihr Dummlinken, die ihr den Mund im richtigen Augenblick nicht halten könnt… wenn am Sonntag Abend klar wird, dass Franziska knapp an einer Wahl vorbeischrammt, seid IHR dafür verantwortlich, dass wir statt einer coolen Frau einen biederen Luginbühl im Ständerat haben.

    Anstatt uns damit zu beschäftigen, wie wir die Gletscher wieder zum wachsen bringen, werden sich die Berner Stimmen weiter gegensitig aufheben. Toll. DAS ist die Realität, Jungs und Mädels – klickt auf dieses Bild, führt euch die grössere Fassung zu Gemüte und schaut euch besonders die Stellen an, die markiert sind.

    Wer sich darob lieber pseudophilosophisch mit Besitzverhältnissen und dem Grad an Nazigedankengut in der SVP auseinandersetzt, viel Spass – ich hab lieber zuerst Mal Luft zum Atmen, mit möglichst wenig Feinstaub und sonstigem Dreck. Eure Überlegungen sind zweifellos AUCH ok und wichtig – aber in diesem Falle habt ihr, ich wiederhole mich, ur-linken und grünen Anliegen massiv geschadet. Mal ein wenig taktieren (vor allem vor Wahlen…) heisst nicht, gleich seine Ideale aufzugeben.

  12. (( Kommentar nur mit Links gelöscht))

    Miteilung des Admin: Wenn Du uns was Interessantes zu sagen hast, nur zu! Ansonsten: Kein Interesse.

  13. wäre es nicht auch ohne gegendemo zu massiven ausschreitungen gekommen? ich denke schon. die kiddy-punks die randalieren haben nichts mit politik am hut, denen gehts doch nur ums event! die sind viel zu naiv und merken nicht, dass sie durch ihre taten der svp genau DIE mediale gratisplattform bieten, die sie sucht! die svp kann sich so als märtyrerpartei brüsten. scheisse. doch den mut zu haben, eine friedliche gegendemo zu lancieren finde ich super. doch die ist in den medien natürlich völlig untergegangen. schade. ist auch typisch für unsere medienlandschaft…. 100% action, 0% hintergrund= gute verkaufszahlen. pfui.
    ich werde ganz sicher GRAL einlegen, weil sie die einzige wählbare partei ist! die rechten kann man ja sowieso nicht wählen (die überbieten sich ja gegenseitig mit fremdenhass). bei den bürgerlichen (fdp, cvp, etc) drückt der bünzli noch sehr stark durch. die cüpli-sozis (sp) haben keine linie und befürworten ein EU-diktat. bei den grünen (liste 9) sind zum einen die liberalen “bernbu/ürger” (die sich besser der fdp anschliessen würden) – zum andern das grüne bündnis das sich u.a. mit radikalfeministINNEN (männer an den herd etc.) profiliert. darum: GRAL!

  14. @konfuzius (oder luzius?): Die GRAL ist dafür voller Leute, bei denen langsam wegen akuter Geistesstörung und Vorgestrigkeit ein FFE angezeigt wäre wie bei vielen Parteien am rechten Rand. Dann also lieber noch Radikalfeministinnen als Altkommunisten.

    Ich hab jetzt lange genug mit Grünen (der Liste 9) gearbeitet. Das sind coole Frauen und Männer. Und Du bist offenbar eine alte Chauvi-Sau, wenn Du dich mit der Devise, auch mal zu kochen, nicht anfreunden kannst.

    Ansonsten hast Du offenbar gar nix begriffen, Du konfuser Konfuzius. Und solltest lieber schon gar nicht wählen – die GRAL ist ebenso schlimm wie die SD oder FPS auf der anderen Seite. Unbrauchbar. Dumm. Stupid.

    Siehe “Bund” von heute: Leistet dem armen, einsamen Daniele mal jemand etwas Gesellschaft, damit er auf etwas andere Gedanken kommt und seine Verbissenheit ein wenig drosselt? Ich finde es frech, dass sich die GRAL das Prädikat “grün” geben darf. “Die Retter der Versifften” wäre passender. “Schmelzen der Gletscher? Scheissegal – wir wollen lieber eine möglichst schmuddlige Stadt, um all den blöden anderen Menschen ihr Leben möglichst schwer zu machen.”

  15. Das wichtigste Feature der FPS oder der SD ist, dass sie bei einem Umzug nicht die halbe Innenstadt verwüsten oder Skin-Trupps dazu anstiften.

    Schon von daher sind sie wählbar.

  16. Hmm… dafür verbreiten sie, um mal mit dem Cabaret Rotstift zu sprechen, eine extreme geistige Unruhe. Und ab und zu legen ihre Skin-Aussenstellen mal ne Bombe auf dem Rütli oder in der Reithalle. Was definitiv ebenso dazu führt, dass man die für ein paar Jahre einsperren sollte wie die “autonomen” Schlägertrupps.

    Ausserdem ist eines der Features der FPS, dass sie nix gegen den Gletscherschwund tun (siehe Bild oben) oder gar behaupten, das sei alles erfunden – wie wenn ich SO gut Fotoschoppen könnte.

    Das ist ja das einzige, was man der ehemaligen “Nationalen Aktion” zugute halten kann – ihr grünes Deckmäntelchen. Ich hab mit 17 mal den Ruedi Keller interviewt – war eine unheimliche Begegnung, aber ihm hab ich die Öko-Ader der NA/SD noch abgenommen.

    Gut, vielleicht war ich anno 1989 auch etwas naiv…

  17. WER die Bombe auf dem Rütli gelegt hat, ist noch nicht ermittelt – und pauschal die Rechten dafür zu verdächtigen, ist im Moment etwas vermessen. Täter, die wirklich MCR hätten auf den Mond schiessen oder sprengen wollen, hätten das mit einer funkgezündeten Bombe, die auch eine bessere Qualität aufweisen würde, auch geschafft. Das mit der Reithalle war auch reichlich unfähig, um von einer rechten Bande zu stammen.

    Und was machst Du, wenn sich zeigt, dass die Klimaerwärmung nicht zu verhindern gewesen wäre auch mit einem menschlichen CO2-Output von Null?

  18. Now we’re talkin’!

    Punkt 1: Offenbar gibts rechtsaussen wie auch linksaussen sehr unfähige Leute, was die Anwendung von Gewalt angeht.

    Punkt 2: Nehmen wir mal an, es sei so (was es nicht ist). So what? Eigentlich egal – ich bin lieber etwas vorsichtig und versuche, das Möglichste zu tun, FALLS es eben doch so ist. Sooo schwer und einschränkend, wie die das beschreiben, von denen Du Fan bist, ists ja gar nicht. Drum versteh ich das Getäupel nie – ausserdem entstehen immense Investitionen, wenn auf “saubere” Energieerzeugung gesetzt wird. (Und auch wenn die Herstellung von Solarzellen nicht gerade umweltfreundlich ist, so ists auf lange Sicht doch sinnvoller, als Erdöl bis zum letzten Tropfen, den die Erde hergibt, verbrannt in die Atmosphäre zu blasen – da schau ich mich lieber vorher nach Alternativen um…)

  19. Wenn die ökologische Energieerzeugung nicht allerorten subventioniert würde, wäre sie genauso wie die meisten ÖV nicht profitabel und würde nicht betrieben, oder nur von den Individuen, die es auch vermögen. Mir ist lieber, das Ölproblem wird durch den Markt geregelt als dass irgendeine Gruppe auf pseudowissenschaftlichen Basen gestellt uns eine Ökodiktatur aufhalst, die das Ausland nicht hat.

    Dass das Öl eines Tages ex sein wird, ist klar, aber bis dann sollte man es gleichmässig brauchen, denn Chinesen, Inder & Co werden es auch tun, bis es ihnen zu teuer wird. Paradoxerweise wird das so der Umwelt im Endeffekt mehr nützen, weil dann jeder mit Wasserstoff-Fahrzeugen herumfahren muss, auch die Chinesen.

    Nur – um das H2 herzustellen, mit dem man die Motoren betreibt braucht es Strom. Und zwar genug. Vielleicht gibts bis dann auch mal Kern-Fusions-Kraftwerke, deren einziges Risiko eine Explosion von mehreren 100 kT ist, was aber mit Verbuddeln ein managbares Risiko darstellt.

  20. Wenn man gescheit investieren würde, wären auch bald keine Subventionen mehr nötig. Und mehr “Ökodiktaturen”, wie Du es nennst, im “Ausland”. Gar nicht Autofahren oder nur im Notfall wäre auch ne Idee…

  21. Ein ungehinderter Markt täte dies, wenn es profitabel wäre.

    Und solange ÖV weder die Flexibilität noch die Geschwindigkeit von Individualverkehr zu dessen tiefen Preis bieten, braucht es Autos, die man fahren können muss, wann man will, und nicht wenn es einige selbsternannte grüne Päpste wünschen.

  22. Da werden wir uns halt eben schon nie finden. Der Markt regelt leider nicht alles – schön wärs. Aber das haben wir schon mal diskutiert.

    öV-Speed: Nicht nur zwischen BE und ZH ist der Zug schneller als das Auto. Mein Vater lebt im Bündner Oberland – Fahrzeit mit dem Zug in die Hauptstadt minimum 4:09. Ohne Porta Alpina bleibt das auch so. Wenn er ne Sitzung in Bern hat, verbrät er retour etwa 6-7 Stunden im Auto, mit Parken, zum Sitzungsort Spazieren usw. – völlig unproduktive Zeit! Im Zug kann er ganz normal arbeiten, Fachmagazine lesen, telefonieren usw. und hat am Schluss der Reise einen klassischen 8-Stunden-Arbeitstag hinter sich. Das ganze erst noch in einer inspirierenden Umgebung. Ist doch perfekt!

    Vom Vergleich der Preise von Benzin, Versicherung, Unterhalt etc. mit einem 1/2 Retourbillett sprechen wir jetzt schon gar nicht. Da kann er locker 1. Klasse lösen und etwas mehr Privacy haben.

    Ich hatte noch nie ein Auto. In der Stadt reicht ein Velo und alle 3-7 Minuten Bus/Tram. Ansonsten ein GA. Und wenn ich doch ein Auto brauche: Mobility. Avis. Hertz. Alamo. Europcar. Whatever – in allen Grössen und Variationen. Mit dem Velo hinfahren, Access Card oder Credit Card zücken, abfahren. In der Schweiz und den meisten Agglomerationen rund um die Erde: Kein Problem. Zugegeben: Mit Velo und öV möchte ich auch nicht von Los Angeles nach Seattle fahren – aber das sind dann Ferien und nicht Alltag.

    Da frag ich mich schon langsam: So unflexibel sein wie Du und nur aufs Auto schwören, das ist im heutigen Arbeitsmarkt eine ganz, ganz schlechte Karte…

  23. Wie teuer wären die ÖV, gäbe es von Staates wegen keine Subventionen, und sie müssten kostendeckend betrieben werden?

    Innerhalb von Bern, da benutze ich vor allem das Velo, da es schneller als die ÖV ist, und auch der körperlichen Ertüchtigung dient. Das müsste auch für andere reichen, so dass es Bern (Im)Mobil nur noch für die paar wenigen, die sich fürs Velofahren zu fein sind, oder zu invalide sind, braucht. M.a.W: Betax würde dafür reichen. Für Strecken, wo ich nur mich selber fortbewege, gibts Motorrad, was noch schneller als PW ist, und bei wirklich widerlichem Wetter und für Transporte nehme ich mein Auto.

    Für gewisse Strecken sind die ÖV inzwischen schneller, das stimmt, aber zu welchem Preis, wenn man die ‘versteckten’ Kosten wie Subventionen einrechnet! Alleine aus diesem Gesichtspunkt heraus wäre eine Privatisierung der SBB ein heilsamer Schock, der die wahren Kosten ans Tageslicht bringen würde. Die Halbtax-Abos sind politisch so gewollt und für die SBB ein Verlustgeschäft in dem Sinne, dass sie zwar die Auslastung nach oben treiben, aber nicht den Ertrag pro Passagier. Ditto mit den GAs, obwohl dort der Verlust pro Passagier vermutlich weniger hoch ist.

    Ich bin für Kostenwahrheit – gegenüber allen Seiten. Wenn wir Autofahrer dieses Prinzip verfolgen sollen, dann sollen es auch die ÖV, ohne Erbarmen. Das würde aber implizieren, dass sie ungeheure finanzielle Bürden auf sich nehmen müssten (wie z.B. 30 Milliarden für die NEAT), die den Preis der Dienstleistung ins Uferlose treiben würden, und somit ihren Untergang beschleunigen und nahezu garantieren. Eine SBB mit dem Schulden aus dem FinÖV-Fonds wäre von Anfang an überschuldet.

    Ich benutze etwa alle Verkehrsmittel, nur will ich mir von einer kleinen Truppe nicht vorschreiben lassen, welches. Und sei es durch Fahrverbote oder hohe Abgaben.

  24. Wieso sollte denn der Staat nicht dafür sorgen, dass seine BürgerInnen in vernünftiger Frist von A nach B kommen? *Grübel*… Je günstiger der öV ist, desto besser. Das sind sinnvolle Subventionen. Wenn wir für alles sofort die Kostenwahrheit einführen würden, wäre das Leben plötzlich sehr, sehr ungemütlich.

    Die Truppe, die dir das “vorschreiben” will, Du Ärmster, ist auch nicht so klein. Dass öV sinnvoller ist als MIV, ist bis weit in die Rechte hinein akzeptiert. Gut, dass Deine FPS-Freaks nicht mitmachen, ist schon klar – aber das sind zu vernachlässigende Elemente in der Politik (Wähleranteil NRW 2003 BE 1.1%, Grossratswahlen 2006 BE 0.45%).

  25. Danke, Daniele Jenni, danke, Schwarzer Block, danke, Anja Peter und Konsorten – Kantersieg für die SVP, kein zweiter Wahlgang im Berner Ständerat. Das habt ihr flott und intelligent hinbekommen! Bravo!

    Die «Berner Ereignisse» haben der SVP geholfen und der SP geschadet, stellt eine SRG-Umfrage fest. Knapp die Hälfte aller Wählenden entschied sich laut der Umfrage erst in den letzten zwei Wochen. Unmittelbar nach dem SVP-Umzug und den Krawallen in Bern am 6.Oktober sei der SVP-Wähleranteil auf 30 Prozent gestiegen, jener der SP hingegen auf 16 Prozent abgesackt, schreibt das Schweizer Fernsehen aufgrund einer repräsentativen Nachwahlbefragung bei rund 1000 Wählerinnen und Wählern. Eine Woche später verzeichnete die SP immer noch 16 Prozent, die SVP 27 Prozent.

    Und zumindest in Zürich hat die Linke gar nichts gelernt. Super, SP! Eigentlich haben wirs nicht anders verdient, wenn wir mit solchen törichten Tumben sympathisieren. Uff.

  26. was soll den dieser Scheiss, Daniele Jenni war ein ausgezeichneter Politiker und Jurist! Es ist ein harter Verlust eine solche Person zu verlieren. Daniele Jenni setzte sich immer für die Armen und Ausgegrenzten ein und wehrte sich gegen alles, was gegen die Grundrechte verstoss.
    Herr Jenni war einer der grössten Kämpfer und ihm sollte man mit Respekt begegnen als ihn jetzt mit einer Faschistin zu vergleichen.

    In trauer um Daniele Jenni

    Nick

  27. Nick, bist du mit Willi verwandt? Dann sag ihm einen lieben Gruss von mir.

    Und sonst: Wieso Scheiss? Ich hab 98% dieses Threads lange vor Danieles Tod geschrieben, den ich ihm – wie unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht geschrieben – nie und nimmer gewünscht habe.

    Mach Dich doch mit Blogs vertraut, bevor Du in solchen Deine Kommentare hinterlässt, einverstanden?

    Getreu dem Motto “de mortuis nil nisi bene” gehe ich momentan nicht weiter auf das Thema ein.

  28. ich bin ein roter, sogar ein parlamentarischer roter – und ich würde mir wenige dinge mehr wünschen als hundert jennis in jeder sp-sektion der schweiz. das schönste an ereignissen wie denen von bern ist doch, dass man nachher wieder weiss, wer die richtigen klugscheisser sind, die, die immer alles besser wissen, und die, die so schön alles nachplappern können, was ihnen eine hysterische medienlandschaft vormacht – und zwei monate später ist es sowas von passé. du solltest dich für einige der aussagen, die du in dem artikel machst, in grund und boden schämen, nicht nur über die zu daniele, sondern auch darüber, wie du dich selber zum einzig wahren linken hochstillisierst. der unterschied zwischen daniele und dir ist offensichtlich: er hat das hirn eingeschaltet, bevor er etwas gesagt hat – das kam dann vielleicht als “diffus” rüber, während es eigentlich nur differenziert war.
    zu deinem letzten kommenttar: mach du dich vielleicht auch mal mit den gepflogenheiten von blogs vertraut – und nimm diesen hysterischen verbalen durchfalll vom netz – wie das deine freundin teuscher in ihrem blog auch gemacht hat. damit würdest du ein bisschen grösse beweisen, und nicht, indem du ein geheucheltes RIP darunter hängst.

  29. Yepp, Du mich auch.

    Als Richtigstellung: Franziska hat in ihrem Blog nichts gelöscht, sondern einen sehr einfühlsamen Text verfasst.

    Als Aufnahme des einzigen vernünftigen Gedankens in Deinem Comment: Ich habe am Anfang des Haupttextes eine Bemerkung eingefügt. Dieser Blog ist ebenso eine Episode der Geschichte wie viele andere Texte zu Daniele und anderen Themen auf diesem Planeten – gelöscht wird in einem Blog sicher nichts. Das wäre Geschichtsklitterung. Von wegen Gepflogenheiten und so…

    Zum geheuchelten RIP: Mein Grossvater ist im verganenen März gestorben; übrigens auch an Krebs. Ich kann mich also noch knapp erinnern, wie es für Familie und Bekannte ist, einen lieben Menschen zu verlieren. Dabei ist es in diesem Augenblick völlig Wurscht, was diese Person Gutes oder Schlechtes getan hat im Leben. Vielleicht kommt für Aussenstehende angesichts der Wut, die ich am 12. Oktober empfunden habe, das RIP heuchlerisch rüber. Mag sein. Ich kann damit leben; von Herzen kommts trotzdem.

    Egal, wer stirbt – ob Kurt Wasserfallen, Daniele Jenni oder sonstwer: Todesfälle sind immer eine Tragödie für Angehörige und MitstreiterInnen. (Einige Worte der Erinnerung sind auf indymedia nachzulesen.)

    Zurück zu Dir, “parlamentarischer roter”: Dein Text beweist schön, was die SP so für personelle Probleme zu bewältigen haben wird in nächster Zeit. Das nächste Mal bitte mit dem vollen Namen kommentieren, gell? Dann wissen wir wenigstens, wen wir vom Wahlzettel streichen müssen.

    Aber eben: Lieber anonym Breitseiten austeilen. Nett! Wer muss sich da in Grund und Boden schämen? “Feige Nuss” sagten wir da amix im Sandkasten, dem Du wohl erst kürzlich entsprungen. Daniele konnte im Gegensatz zu Dir wenigstens nicht nur Austeilen, sondern auch Einstecken.

    Das Wahlergebnis der SP bei den Nationalratswahlen und das verspätete Einlenken der städtischen SP bezüglich Demo-Reglements-Diskussion zeigen recht drastisch, dass viele meiner Aussagen eben alles andere als passé sind.

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