Das alte Coop-Logo

Es dauerte lange, bis ich als Kind begriff, dass das kryptische Logo am “Kunsi” doch tatsächlich “Coop” bedeutet und nicht eine Erich-von-Dänikensche Botschaft Ausserirdischer ist, die in einem Felsen im Oberengadin eingraviert war. Damals hatte es auf den Waren auch noch Preisschilder – kürzlich auf einem Reinigungsmittel entdeckt:

Weiterlesen

2006: A Space Soap Opera

Schon gemein: Als Kind konnte ich mir nichts Schöneres vorstellen als einmal ins All zu fliegen, wie der Ausschnitt aus meinem Religionsheft (!) aus der Primarschule wunderbar beweist – insgeheim habe ich den Glauben daran noch immer nicht verloren. Wer weiss. Und dann schickt die NASA solche Pfeifen statt mich in den Weltraum! Wie gemein. Man hat ja schon manche Gefühlswallungen wegen der lieben Liebe …

Weiterlesen

Die Niederungen

“Schnee bis in die weit ausgedehnten Einsenkungen oder Grabenbrüche der Erdoberfläche, bis in die langgestreckten und weitläufigen Täler, die oberhalb des Meeresspiegels liegen.” Das wäre die korrekte Fassung von “Schnee bis in die Niederungen”, einem oft gehörten und doch nie analysierten Ausdruck aus dem Wetterbericht, neukachelmännisch auch “Flocken bis ganz unten” genannt, eindeutig in Anlehnung an Wallraff. Eben: Niederungen. Hört sich irgendwie nach Gosse an. …

Weiterlesen

Januar 1987 – minus 24 statt plus 17

Soeben habe ich bei offenem Fenster gebruncht – bei 17 Grad in Bern, draussen hats frische Spinnennetze, das Gras wird langsam grün, im Altersheim via-à-vis freuen sich die SeniorInnen über den Frühling. Ein Blick in die erste 1987er-Ausgabe unserer Schülerzeitung “FGOI” (PDF, 4 MB) zeigt: Der Januar vor 20 Jahren war das pure Gegenteil des heurigen. Im Baselbiet zeigte das Thermometer am Morgen des 12. …

Weiterlesen

Aus einer Telefonzelle anrufen anno 1989

Wer im Handyzeitalter überhaupt noch ein Publifon braucht, schiebt meistens eine Kreditkarte ein, wählt die Rufnummer, telefoniert, legt auf – und nervt sich allenfalls über die Grundtaxe, die für jedes Gespräch anfällt. Noch vor gar nicht so langer Zeit war das ganz anders, war beispielsweise ein Telefonat mit der Freundin aus den Winterferien ein komplexes Unterfangen: Als 17-jähriger Liebeskummriger musste ich anno 1989 – mangels …

Weiterlesen

Streichhölzer und Glace aus den 1970er-Jahren

In unserem Sedruner Haushalt gibts erstaunlicherweise immer noch Zündhölzer aus den früher 1970er-Jahren – die mit der blauen Verpackung, mit Schweizer Stadtporträts und der ungerippten braunen Anzündfläche: Und das kam so: Mein Grossvater Gion Giusep, hauptberuflich Specksteinofenbauer, betrieb als Nebenverdienst gegenüber des Tujetscher Gemeindehauses einen Kiosk – mit Postkarten, Sonnenbrillen, Eis, Zigis, allerlei einheimischem Ramsch für Touristen. Ein Bild aus der familiären Diasammlung aus dem …

Weiterlesen