Rathausgasse Bern: Traumhaft leer

So müsste das eigentlich immer sein in der Altstadt: Keine Autos – Gasse frei für Fusgänger, Velofahrerinnen und Restaurant-Aussenbestuhlungen!

Neusignalisation bzw. Aufhebung der Parkplätze in der Berner Rathausgasse, 5.11.2007: EEEEENDLICH!

Die Parkplätze in der Rathausgasse werden aufgehoben, da dieser Tage der Umbau des nahen Rathausparkings endlich abgeschlossen ist.

Höchste Zeit, dass auch die restliche Altstadt endlich von Parkplätzen und Suchverkehr befreit wird – teils gabs mit dem Velo zu Stosszeiten kaum ein Durchkommen, da irgendwelche Freaks das Auto möglichst nahe bei ihrer Lieblingslocation parkieren wollten.

Wenn jetzt in den Hauptachsen Altstadt-HB noch Velostreifen signalisiert werden und die Fussgänger merken, dass sie auf diesen nicht im Weg herumstehen sollten, ists perfekt.

21 Kommentare

  1. nichts gegen weniger autos in bern! jedoch ergab der nächtliche suchverkehr auch eine gewisse sicherheit! bei den zunehmenden gewalttaten wünsche ich mir diesen verkehr wieder zurück

  2. Hmm… Du bist wohl auch einer von denen, bei denen das subjektive Sicherheitsgefühl langsam sinkt, da die SVP ständig behauptet, es werde immer schlimmer und den Eindruck erweckt, dass wir in den schlimmsten Quartieren der Welt leben, in denen hinter jeder Mauer ein Bösewicht lauert? – Ausser während der Fasnacht (Lebensgefahr) durchquere ich die Altstadt immer wieder zwischen 20 und 02 Uhr und habe nie Probleme. Hingegen hätte ich nichts gegen eine vermehrte Präsenz von Polizisten (oder wahlweise Wassereimer aus dem 4. Stock), wenn besoffene Ausgänger durch die Nacht johlen.

  3. @blöker: die SVp und ihre politik geht mir am allerwertesten vorbei! wobei ich finde das sich bern in den letzten jahren nicht nur positiv entwickelt hat! aber diese diskussion führt hier zuweit…
    ausserdem fühle ich mich auch sicher. bei jüngeren leuten die ich kenne sieht dies jedoch anders aus und die wählen nicht SVP!

    @chm: ich glaube das niemand anhalten wird! aber ich glaube das wenn leben in den gassen ist, auch durch autos, die hemmschwelle viel höher ist jemanden anzugreiffen. diese these hat überigens die gewaltstudie des insel spitals aufgebracht und ich kann sie sehr gut nachvollziehen!

    nur zum richtig stellen, ich bin für ein totales autoverbot in der stadt, aber nur wenn gute alternativen zu den nebenwirkungen da sind! nicht einfach um jeden preis!

  4. @mm: Ja, ich finde auch, dass die heutige Regierung bestimmte Bevölkerungsgruppen schlecht bedient und auf der anderen Seite das, was ich von einer rotgrünen Mehrheit erwarten würde, nicht tut. Bei den nächsten Wahlen werde ich sicher nicht Tschäppät als Stapi wählen. Es bleibt abzuwarten, ob ich nichts oder gar “Hayoz” draufschreibe – und das als Grünwähler. Solche Aussagen sollten der Regierung zu denken geben…

    Und, naja, unter “Leben in den Gassen” halte ichs mit chm – darunter verstehe ich alles andere als Autos…

    Betreffend Alternativen zum Auto in der Stadt: Velo? öV? Parkhäuser? – Wohlverstanden: Wenn jemand schwere Sachen transportieren muss, soll man einfach zu einer Ausnahmebewilligung kommen. Es darf nicht sein, dass Leute, die für Transporte zwingend ein Auto benötigen, schikaniert werden. Aber niemand darf “zu einfach” in die Stadt gelangen können, wenn er/sie nur zu faul ist, um zu Fuss oder mit öV jemanden zu besuchen oder in eine Beiz zu gehen.

  5. die regierung in bern hat meiner meinung nach noch nicht begriffen das man die minderheiten, sprich FDP und SVP nicht einfach übergehen kann!
    in köniz könnten sie es ihren parteigenossen abschauen wie man eine politik betreibt, bei der auch die bürgerlichen nicht ganz auf der strecke bleiben. die steuersenkungen überlässt man nicht einfach den bürgerlichen und zeigt das man auch mit links angehauchter politik steuerfreundliche politik betreiben kann!
    wenn die finanzen stimmen kann mann auch mehr in die soziale wohlfahrt investieren….
    momentan betreibt bern eine politik, bei der die finanzkräftigen völlig vergessen gehen und das rächt sich früher oder später….

  6. @blöker: wo sie recht hat die SVP hat sie recht… ich jedenfalls habe auch meine negativen Erfahrungen in Bern gemacht. Und glaub mir: ich war früher kein Fan der SVP. Aber was die Rot/Grün Regierung hier in Bern angerichtet hat ist ein Desaster…

  7. also das mit dr svp kann ich nicht unterstützen. den die beanspruchen für sich die merheit obschon sie nur 30% hinter sich haben. villeicht haben sie auch nur probleme mit rechnen!
    lösungsorientierte politik hat sich die svp schliesslich nicht auf die flagge geschrieben. probleme aufpushen und anschliessend keine lösungen bieten! das bringt niemenadem was!

  8. @Dänu/mm: Tatsächlich sind solche Orte an zentralster Stelle (Bahnoftreppe Neuengasse) nicht wirklich das beste Mittel zur Verteidigung der Rotgrün-Mehrheit – die Aufnahme ist zwei Stunden alt:

    Neuengasse-Aufgang, HB Bern: Echt beschissene Gegend, um das Velo abzustellen (November 2007)

    Mit Hilfe eines Daniele Jenni, von dem man sich endlich langsam etwas dezidierter distanziert, soll die Stadt möglichst in einem solchen Zustand erhalten werden. Wohlgemerkt: Mich stört das nicht mal so sehr. Aber es stört mich, dass es eine Mehrheit stört und man seitens Stadt demnach nicht mehr dagegen macht. Und dass als Folge davon selbst in mir manchmal der irre Gedanken erwacht, dem nächsten Bettler zu sagen “Mach das nicht, wegen Leuten wie Dir wählen die Leute dann SVP”…

  9. An alle SVP Gegner: Ich bitte euch, geht doch mal wirklich mit offenen Augen durch die Stadt Bern. ( Zu Fuss bitte ). Die Stadt ist nicht mehr sauber, Bettler, und sonstige merkwürdige Gestallten fragen ob man nicht ein bischen Kleingeld hat. Ich bitte euch, wir sind die Hauptstadt der Schweiz und wir sind in der Schweiz. Wo sind die Werte geblieben von einer sauberen und sicheren Schweiz.
    Warum sollen die Autos verschwinden? Autos beleben eine Stadt und sie beleben die Geschäfte. Wenn alle Autos aus der Stadt verbannt werden, dann werden die glücklichen Fussgänger und Velofahrer in der Zukunft wohl ihre helle Freude dran haben, doch wo soll man denn einkaufen? Denn o Schreck, alle Geschäfte sind geschlossen und verwaist. Und warum? Mehr muss ich ja wohl nicht mehr dazu schreiben.

    Ein sauberes Bern, eine saubere Schweiz und ein bischen mehr Menschenverstand wäre ja wohl sehr erstrebenswert. Und alle linken sollen doch mal auch darüber nachdenken, was sie mit ihrem Gedankengut alles verderben.
    Fruendlicher Gruss von einem Bernerbürger, der wirklich genug hat!

  10. @Tom: Zum Glück sind die Mehrheiten in der Stadt eben nicht so, dass Deine Autopartei-Ansichten aus den später 1980er-Jahren sich in nächster Zeit durchsetzen werden. Es muss praktisch niemand mit dem Auto in die Stadt, auf Suchverkehr können wir AltstadtbewohnerInnen gern verzichten, und wer dennoch das Auto benützen will, soll nachweisen, warum – aber dann auch nicht weiter schikaniert werden. Das wäre vernünftig.

    Einverstanden: Bettler sind nervig. Aber auch hier muss ich mir selbst manchmals in der A… kicken – ein Weltuntergang sind sie nicht. Dennoch befürworte ich ein Bettelverbot, aber eher mit dem Hintergedanken, dass alle spam-artigen Belästigungen im öffentlichen Raum verboten gehören, ebenso Mitgliedschaftswerbung und Werbeveranstaltungen, siehe hier.

    Dass Geschäfte schliessen (müssen), liegt vor allem an der Phantasielosigkeit der Geschäftsinhaber. Mir kommt spontan kein Laden unterhalb des Zytglogge in den Sinn, wo man mit dem Auto hin müsste (ausser Möbelgeschäfte, bei denen man sich in der Regel die Sachen eh heim liefern lässt). Und auch wenn – egal: Wer Kundendienst ernst nimmt, schickt den KundInnen die gekauften sperrigen Sachen halt per Kurier am selben Tag oder nach Vereinbarung nach Hause.

    Es gibt dreckige Ecken, wie überall, siehe mein Bild oben. Ich finde das auch nicht besonders schön. Aber dieses ewige Bernbashing ist völlig übertrieben. Gerade die untere Altstadt (in der ich wohne) ist zu 99% sauber. Heikel sind allenfalls ein paar kleine, dunkle Verbindungsgassen.

    Freundlicher Gruss von einem Altstadtbewohner, der weiss, wovon er spricht. Und wo wohnst Du, Tom?

    PS: Wer noch mehr lesen will – dieses Mail (hier Ausschnitte davon) hab ich vor etwa einem Jahr an die Redaktion der Brunne-Zytig geschrieben, als Reaktion auf ein Editorial von Martin Baltisser im Geiste des obigen Comments von Tom, das mir gar nicht gefallen hat:

    Als seit 1999 glücklicher Alstadt-Bewohner lese ich die “Brunne Zytig” natürlich gerne. Allerdings sind die Editorials immer wieder ein Ärgernis – ich denke machmal, dass die Verfasserinnen und Verfasser in einer anderen Stadt wohnen.

    Den “Nuggi usegjagt” hat es mir in der Nummer 1/2007. Ich dachte, ich lese die “Schweizerzeit”! Dabei bin ich nicht mal ein Linksextremer: Ich betreibe teilzeitlich eine Einzelfirma und darf mich auch zum Kleingewerbe zählen, mich nerven allzu viel Dreck und Geschmier, in die Reithalle gehe ich nie, Alex Tschäppät halte ich für einen Cüplisozi, ich bin für die völlige Liberalsierung der Öffnungszeiten und ich war schon Opfer eines Wohnungseinbruchs (vermutlich Beschaffungskriminalität – dabei erlebte ich den Kontakt mit der Polizei als effizient und tadellos). Ich zahle auch nicht gerne Steuern, anerkenne aber, dass eine Stadt mehr Lasten zu tragen hat als eine idyllische Landgemeinde. Als ich auf dem Land wohnte, war einmal die Woche Müllabfuhr und viermal im Jahr Altpapiersammlung. Hier kann ich Abfall und Altpapier jeden Tag einfach vor die Türe stellen, im Wissen, dass es pünktlich wegkommt.

    Ich darf zudem behaupten, täglich (und nächtlich!) mehrmals durch die untere Altstadt zu fahren oder zu spazieren. Was ich dabei erlebe, ist in Etwa Folgendes:

    – An die Tempobegrenzungen hält sich fast niemand; gerade an der Ecke Postgasse/Postgasshalde bei der Einfahrt in die 20er-Zone beachtet auch niemand den Fussgängervortritt. Die Polizei sagt, sie habe nicht genug Kapazitäten. Wo bleibt dann also der Blechpolizist? Hier liesse sich ein Heidengeld verdienen!

    – Falschparkierer versperren oft den Weg oder stellen das Auto einfach dahin, wo sie grad Lust haben – Egomanen in Reinkultur.

    – Parkfeldsuchende blockieren mir als Velofahrer oft die Durchfahrt oder schikanieren Velofahrende absichtlich, auch fahre ich ungerne hinter abgasausstossenden Karossen hinterher.

    – Töffs und Autos stehen auf Veloparkfeldern

    Zudem muss ich während der Fasnacht aus Bern flüchten, da Besoffene, Lärm und Dreck regieren und ich mich in meiner Haut nicht sicher fühle. Das fand ich das Lustigste am Editorial: Sich zuerst über Gewalt beschweren und dann den Anlass hochjubeln, an dem man sich in Bern des Lebens nicht mehr sicher ist.

    DAS sind für mich die wahren Probleme. Wer Fahrverbote und reduzierte Parkmöglichkeiten kritisiert, dem liegt die Lebensqualität der Alstadt nicht am Herzen. Herr Baltisser ist in einem Geschäftszentrum an der Peripherie besser aufgehoben, wo er mit seinem Auto in die Tiefgarage fahren und mit dem Lift ins Büro hochfahren kann.

    Autos gehören nur als Liefermittel in eine Altstadt. Wenn ich Geschäftskunden empfange, kann ich diesen sagen, dass es vom Rathausparking nur wenige Schritte bis fast überallhin in der Alstadt sind. Die meisten haben übrigens keine Probleme, mit dem Zug anzureisen und anschliessend den 12er-Bus zu nehmen. Mir kommen auch nur ganz wenige Geschäfte in den Sinn, wo man in der Altstadt dringend mit dem Auto hin müsste. Wenn mich Verwandte mit dem Auto besuchen, kaufe ich ihnen schon vor ihrer Ankunft am Bernmobil-Automaten eine Tageskarte, einfacher gehts wohl kaum! Einen Parkplatz haben wir noch immer gefunden.

    Das Problem liegt in der Faulheit und Bequemlichkeit der meisten Menschen – offensichtlich auch des Autors. Und nicht zuletzt auch in einer gewissen Phantasielosigkeit bei gewissen Geschäftstreibenden, auf Veränderungen adäquat zu reagieren. Dass zum Beispiel trotz der (zu sanften) Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nach wie vor fast alles um 18.30 Uhr schliesst, empinde ich als weitaus tieferes Dienstleistungsbewusstsein als dasjenige der Stadtverwaltung.

    Ich hoffe, dass die Regierung bzw. die Polizei weiterhin dafür sorgt, dass Falschparkierer hart oder noch härter angefasst werden (Wiederholungstätern kann man am besten den Führerschein entziehen, das wirkt wenigstens) und dass die Tempolimiten möglichst täglich kontrolliert werden. Andererseits habe ich auch nichts dagegen, wenn Altstadtgeschäftsleuten, die triftige (!) Gründe haben, das Auto zu benützen, auch unbürokratisch Ausnahmen gewährt werden. Aber bitte restriktiv – sonst kommt dann wieder jeder Stürmi, der einfach zu faul ist, auf einen Drahtesel zu steigen. Ich freue mich auf eine in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft fast gänzlich auto- und parkplatzfreie Altstadt und genügend Mobility-Standorte.

    Auch hoffe ich, dass die egoistischen Fasnächtler ihrern Judihui-Anlass in einer Festhalle oder sonstwo durchführen, wo sie nicht tagelang ein ganzes Quartier am schlafen und am normalen Leben hindern. Von mir aus kann man einen Kinderumzug machen, aber das reicht dann auch längstens.

    Verwahrlosungszustände? Herr Baltisser war vermutlich noch nie in einer wirklich verwahrlosten Gegend. Natürlich kann auch ich einige Ecken aufzählen, wo mich der Uringestank stört oder wo es nicht grad piekfein ausschaut. Aber nochmals: “Verwahrlosungszustände”? Ich bin fassungslos! Jedenfalls ist es mir in den acht Jahren hier noch nie in den Sinn gekommen, an der Fähigkeit des Staates zu zweifeln, seinen Kernaufgaben nachzukommen.

    Fazit: Ich kann das Gezeter über die angeblich so miesen Zustände in dieser wunderschönen Ecke Berns nicht mehr hören.

    Bitte berücksichtigen Sie doch, dass nicht nur ewiggestrige SVP-, EDU- und SD-Stänkerer Ihr Blatt lesen, sondern auch ganz normale Menschen, die sich in der Alstatdt wohlfühlen und froh sind, wenn möglichst wenig Abgase und Lärmbelästigungen die Verhältnisse stören. Und die auch Wissen, dass Gewalt und Überfälle etwas Schlimmes sind, aber leider zu unserer Gesellschaft gehören und nicht nur in der Berner Altstadt stattfinden.

    Klar finde ich es auch schlecht, dass z.B. einer der Postgasse-Schläger einfach aus einer Anstalt abhauen kann und keine richtige Strafe bekommt – aber seien wir ehrlich: Wieviele Tote und Schwerverletzte gab es als Folge von Gewaltdelikten in den letzten 10 Jahren in der unteren Altstadt?

    Einig gehe ich mit Herrn Baltisser einzig, was das Dienstleistungsbewusstsein der Behörden angeht – da liegt einiges im Argen. Dass z.B. immer noch keine Smartinfo-Tafeln an den Haltestellen der Alstatdt stehen, empfinde ich als Diskriminierung. Dass die Poller in der Matte noch immer nicht stehen, nervt mich. Immerhin bekomme ich aber prompte Antwort aus der Stadtverwaltung, wenn ich moniere, dass an bestimmten Stellen Velostreifen fehlen oder noch kein Velogegenverkehr zugelassen ist.

    Meine Bitte zum Schluss: Können Sie nicht etwas neutralere und weniger scheuklappige Editorial-Autoren suchen, die nicht bloss offensichtlich aufgrund ihrer Abneigung gegen die politischen Mehrheitsverhältnisse unsere wunderschöne Altstadt viel schlechter machen, als sie ist?

  11. bettler und dreck gibt es in jeder grösseren stadt (tom, warst du schon mal im ausland?). dies an der (rot-grünen) regierung anzuhängen, ist nicht ganz objektiv.
    ich würde auch gerne auf bettler und dreck verzichten. aber bettler sind ein gesellschaftsproblem und meistens zudem keine menschen mit wohnsitz in der stadt bern selbst. also wären eigentlich die umliegenden, ländlichen (und bürgerlich regierten) gemeinden gefordert. stichwort: zentrumslasten
    woher kommt der meiste dreck? wohl mehrheitlich von den take-aways. diese wollte man in bern schon mehrfach in die pflicht nehmen, diese vorstösse wurden aber von den bürgerlichen immer wieder bekämpft.
    auch littering ist ein gesellschaftsproblem, und hat mit der farbe der regierung nicht wirklich ein zusammenhang.

    zum thema passt übrigens auch der beitrag vom stadtwanderer:
    http://www.stadtwanderer.net/blog/single.php?date=1194296340

  12. Danke für die Antworten. Ich wohne auch in der Altstadt und weiss wovon ich spreche.
    Im Ausland war ich auch schon. Tatsälich. Nehmen wir mal Dubai ins Visir. Dort gibt es keine Mauern, die von sogenannten Künstlern veredelt werden. Dort gibt es keinen Dreck und keine Bettler. Als ich von Dubai zurück in die Schweiz kam hatte ich einen Kulturschock. Eigentlich hatten wir Schweizer immer einen, wenn wir ins Ausland gingen. In Dubai herschen Gesetzte, die Ordnung und Sauberkeit durchsetzten. Dort leben fast alle Nationen der Welt zusammen und niemand würde es wagen, Dreck auf den Boden zu schmeissen, geschweige denn die Mauern zu veredeln.

    Was MC Donald und Co betrifft, da bin ich auch ganz klar dafür, dass diese Firmen für den Abfall zu beseitigen bezahlen sollen. Nur erwarte ich dann auch, dass dies dann auch geschiet. Nur wäre das auch nicht nötig, wenn man schon zuhause gelernt hätte, dass man den Müll nicht einfach auf die Strasse wirft. Um nochmals auf Dubai zurückzukommen: Auch da gibt es MC Donald und Co. Und? Irgendwo Verpackungen auf dem Boden anzutreffen? Nein! Habe in der Tat noch nie in Dubai solches angetroffen…

    Es gibt sogar Menschen, die laufen auf der Strasse und spucken irgendwo hin. Also eine Schweizer Tugend ist das nicht.
    Was die Bettler betrifft: Diesen Menschen muss man helfen, dass sie wieder in die Gesellschaft integriert werden. Das ist für mich ganz klar. Somit wäre das Problem dann auch vom Tisch.
    Phantasielosigkeit bei den Geschäftstreibenden? OK dazu fällt mir auch nichts mehr ein… Gutes Argument. Bravo. Eine sehr renomierte Firma in der Stadt Bern hat vor einiger Zeit beschlossen, diese von der farbenfrohen regierten Stadt zu verlassen. Der Besitzer erzählte mir, dass er einfach keine Lust mehr hätte, jeden Morgen vor seiner Ladentüre sauber zu machen, nach jeder Demo seine Schaufenster zu erneuern ( was den Vorteil hat, dass er sie nie putzen muss, da diese ja immer wieder neu sind. Anmerkung von mir )

    Ich bin fest entschlossen, die Stadt Bern und soger den KT Bern zu verlassen, da ich nicht mehr länger bereit bin, meine Steuern in eine solche verantwortungslose Regierung zu stecken.

    Solange Leute wie hier, solche Meinungen vertreten und diese Regierung sogar noch unterstützen, wird sich in Bern nichts ändern. Irgendwann werde ich dann mal zu Besuch kommen und werde dann die leere und verwahrloste Stadt besichtigen. Ich werde mich an den hübschen Mauern mit herlichen Farbmustern und Klecksen erfreuen, übern den herumliegen Müll stolpern und werde dann euch mal fragen, ob es nun besser ist als vorher. Bern sowie die ganze Schweiz wird in dem sozial freundlichen Styl zugrunde gehen. Und wenn wir dann in unserer Sprache nicht mehr weiterkommen, gibt es ja dann sicherlich sehr gute Schulen, in denen wir dann die Sprachen ala Babylon lernen können. Gegen teures Geld versteht sich. Nur können wir uns das ja dann nict mehr leisten, da wir ja schon alles ausgegeben haben um unsere soziale Ader zu befriedigen.
    Nun denn, viel Spass zusammen.

  13. LOL… ausgerechnet ein SVP-ler kommt mit Dubai? Nun gut… dann freuen wir uns auf die Einführung der Schari’a unter Thommy F, Ädu A oder Beat S, vielleicht sogar verschärft – nicht wie in Dubai – mit Stockschlägen, womöglich sogar vom Regierungsstatthalter persönlich verabreicht? Zum Glück muss der arme Alec das nicht mehr tun!

    Bern, eine kleine Insel in der Schweiz, wo Pornographie nur noch versteckt gehandelt wird (eine mit Steuergeldern finanzierte WLAN-Polizei wacht über die Einhaltung, für den Download von nackten Menschen gibts 20 Stockschläge, für einen Hardcore 50, wenn man sich dazu einen runterholt, die Todesstrafe). Schriften, die unvereinbar mit den geltenden Werten sind (wie z.B. die NZZ, der Tages-Anzeiger oder 20minuten), werden nur noch von einer kleinen Splittergruppe des an sich unter Dauerbeobachtung stehenden Daniele Jenni in einem Geheimkeller gehandelt.

    Selbst Jenni liest jetzt Gratiszeitungen – es ist das einzige, das Schmuggler noch einigermassen einfach in die Stadt bringen; etwa 4-5 Exemplare pro Woche. Jede Woche wird jemand aus dieser Gruppe verhaftet – die Medien berichten nicht darüber, das wäre die sofortige Entlassung des Redaktors (Frauen arbeiten ohnehin schon lange nicht mehr). Das Regi Bern sendet aus dem Exil in Zollikofen ein Notprogramm, ein ständiger Kampf mit den Störsendern! Ab und zu schafft man es, ein Band mit Aufnahmen aus der Stadt Bern zu schmuggeln.

    Wir könnens ja noch etwas schärfer machen als in den VAE: Wer mit Drogen handelt, wird auf dem Münsterplatz öffentlich geköpft, aus den Eintrittsgeldern finanziert man die Sittenpolizei. Wer Drogen konsumiert, muss ein Jahr in Geissbühler-Struplers Voll-krass-Mann-(echt!)-Entzugsklinik und kommt als religiös veranlagter, cleaner SVP-Anhänger raus. Diese Leute bauen dann freiwillig die Skihalle im Marzili.

    Genau – das wäre das Paradies! Recht und Ordnung, harte Hand. Wieso ächtscht die SVP nicht “Mehr Kopftücher! Mehr Fundis!” fordert? Seltsam, seltsam.

    – Im Ernst, Tom: Du wohnst auch in der Altstadt? Glaub ich nicht. Vermutlich hast Du entweder eine Schlechtmacherbrille an. Oder Du lebst in einer anderen Altstadt. Diese Regierung macht nicht immer einen guten Job, das ist schoin klar. Aber einige kleine Adjustments und ein, zwei grosse würden schon reichen.

  14. Blöcker Dein Schreibstil gefällt mir und auch Dein Humor. Was die Drögeler angeht, da gefällt mir Dein Vorschlag sehr. Nur sollte man diese mit den Dealern zusammen köpfen. Dann wäre das Problem auch gelöst. Weisst Du, ich glaube Du hast meine Zeilen schon richtig verstanden und Dein Sarkasmus hat mich sehr amüsiert.

    Wir leben in einer Welt ohne Werte. Und Leute wie Du unterstützen dies anscheinend auch noch. Falls das nicht zutrifft, dann streiche diesen Satz.

    Ich bin kein Mitgleid der SVP. Ich bin ein CH-Bürger, der sich Gedanken um die Zukunft macht.

    Denn alleine der Gedanke, dass Menschen mit solchen Ansichten wie Du neben mir wohnen. Nein danke.

    Ich überlasse Dir die Stadt und hoffe, Du wirst irgendwann an mich denken, wenn Du im Dreck ( nicht von Dir wohlgemerkt, aber von Deiner Einstellung, denn Du lässt dies ja zu) und im eigenen Blut liegen wirst, nachdem Du überfallen worden bist.

    Recht und Ordnung muss sein. Ich weiss nicht wie alt Du bist, doch diese antiautoritäre Erziehung, sorry, dass kann es ja wohl nicht sein. Ich hoffe Du hast Kinder, die Dir eines Tages danken werden für das Desaster.

  15. Dieser Scheiss von wegen Enthaupten und im Blut liegen ist soweit selbsterklärend. Danke für die Klarheit. Aber wer bei einer unsympathischen Auto-Bude arbeitet… von denen erwarte ich eigentlich nichts anderes.

    Ich bin froh, wen Du möglichst weit von uns hier wegziehst. Einmal mehr kommt mir die geistige Unruhe vom Cabaret Rotstift in den Sinn – und ohne Dich wirds hier in diesem Sinne etwas ruhiger.

    Lieber hab ich noch zehn Junkies als einen Tom… und nimm all die Deppen auch gleich mit, die trotz dem neuen Parkverbot in der Rathausgasse trotzdem wieder da alles vollstellen.

  16. was mich extrem nervt sind die bettler-touristen aus deutschland! neuerdings stehen die immer beim PKZ und sind recht aggresiv am betteln!

    meistens haben sie auch ne grosse herde hunde um sich und stehen genau dort wos sehr eng ist!

    oder das recht junge girl das jeden abend beim tibits steht und fast jeden für geld fragt! sie allerdings in breitem berndeutsch! interessant das viele junge ihr antworten, such dir arbeit!

    ihr neheme ich überigens die armut nicht ab! es gibt ein paar wenige bettler in bern die seit jahren in der stadt betteln. an die habe ich mich gewöhnt und die führen die bettelei eher dezent aus.

    aber momentan hat es auch für mich zu viele bettler in bern!

    noch zum bern bashing, von nichts kommt nichts! bern hat in meinen augen nachgelasen in den letzten jahren!
    mich ärgert es eigentlich nicht, ich finde es eher schade für eine so schöne und tolle stadt!

  17. sitze grad im 12er an den bahnhof und drehe fast durch… tom, sagst du bitte all deinen beschränkten kollegen, die gerade im halteverbot stehen und den bus alle paar meter blockieren, dass sie verdammte idioten sind und ich wegen ihnen vielleicht den zug verpasse? genau wegen diesen deppen wäre es eben sinnvoll, für halteverbotsverstösse, die zu einer behinderung des öv führen, auch gleich das billett zu entziehen. wie dumm muss man eigentlich sein…?

  18. Ach ja, Tom, wenn wir grad dabei sind: Solange solche Episoden passieren, kann ich über schlechte Rahmenbedingungen zeternde Gewerbler eh nicht ernst nehmen. Das ist eben genau die mangelnde Phantasie, die ich meine. Kundendienst? Einsatz? Veränderung? Nee, haben wir nicht nötig. Tolle Attitüde!

    Und: Selbst Bürgerliche fordern eine “Fussgängerstadt Bern”… siehe “Bund” vom 1.11.2007.

    Der Verein Bern Vision 2020 malte gestern nicht nur schwarz, sondern wies auch auf Trümpfe hin, die die Innenstadt besitzt. Sie sei dank kurzen Wegen und den Lauben gut zu Fuss erlebbar; dank neuen Plätzen und der Begegnungszone untere Altstadt sei sie attraktiver geworden, sie sei auch für den öffentlichen und den Privatverkehr besser erschlossen als noch vor ein paar Jahren. (…) Nach Meinung des Vereins ist nun die Stadt gefordert. Sie müsse Massnahmen in die Wege leiten, damit die Innenstadt konkurrenzfähig bleibe und ihre Stärken als zentraler Begegnungsort ausspielen könne. Ziel müsse es sein, die ganze Innenstadt in eine Fussgängerzone umzuwandeln. Der Verein schlägt vor, Tram- und Buslinien zwischen Bahnhof und Bärenpark in den Boden zu verlegen. Er wisse, dass es sich um eine Idee handle, die viel Zeit brauche, um zu reifen, sagte Vereinspräsident Vinzenz Losinger. (…) Die Innenstadtorganisation Bern City steht hinter den Forderungen von Bern Vision 2020. Geschäftsführer Martin Bühler sagte, das Einkaufszentrum im Stade de Suisse habe sich bisher nicht auf die Innenstadtgeschäfte ausgewirkt. Doch mit der Eröffnung von Westside werde der Druck zunehmen.

    Gut, obs dazu das Parking Klösterlistutz braucht, wage ich zu bezweifeln…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.