“Challenger, go at throttle up” steht bei Raumfahrt-Nerds für nichts Gutes – es war am 28. Januar 1986 der letzte Funkspruch aus Houston von Capcom Richard O. Covey an das Raumschiff, das kurz danach explodierte.
Nachdem wir zu Beginn des Space-Shuttle-Programms Starts und Landungen am Fernsehen stets live verfolgt hatten (oftmals mit Bruno Stanek – auch in meinem Videoarchiv erhalten), war ein halbes Jahrzehnt nach dem ersten Raumfährenstart alles alltäglich geworden.
Bis zu jenem Wintertag vor 40 Jahren, als die “Challenger” wenige Minuten nach dem Start in einem Feuerball aufging:
Am folgenden Morgen nahm ich um 7 Uhr auch das “Morgenjournal” von Radio DRS auf – Konrad Wepfer (hier auch im Bild zu sehen) und der spätere 10vor10-Moderator Walter Eggenberger berichten aus den USA:
Dass wir fast genau 17 Jahre später den Verlust der “Columbia” beim Wiedereintritt verkraften müssen, hätten wir uns niemals vorstellen mögen.
Die Netflix-Miniserie “Der letzte Flug der Challenger” ist eine sehenswerte Aufbereitung des – mit Verlaub – Gebastels und Vertuschens, das zur Katastrophe geführt hat. Und zum Satz, der mich mit 14 so schockierte: “We have a report from the Flight Dynamics Officer that the vehicle has exploded.”
1986 sollte ähnlich weitergehen: Tschernobyl, Waldsterben, Schweizerhalle – das war für uns als Teenager kein einfaches Jahr.
