9.02.2013

Von Sunrise zu Swisscom, Teil 3: Fazit nach 2 Monaten Swisscom – die grosse Erleichterung

Im dritten Teil dieser Serie (zu Teil 1 geht es hier, zu Teil 2 hier) konzentrieren wir uns auf die Swisscom und die Unterschiede zu Sunrise.

(Wie erwähnt schreibe ich in JacoBlök ausschliesslich von eigenen Erfahrungen – da ich mit Orange nie eine Kundenbeziehung hatte, ist der dritte Schweizer Anbieter nirgends erwähnt.)

Damit das hier nicht zum reinen Sunrisebashing verkommt: Natürlich kenne ich auch zufriedene Sunrisekunden. Mit Festnetz und ADSL hatte ich selbst jüngst auch keine Probleme. Wenn ich diesen Bereich auch zu Swisscom zurück gewechselt habe, dann nur aus einem generellen Frust aufgrund meiner Kundendienst- und Mobile-Erfahrungen mit Sunrise.

Ist also jemand, der im Bereich „Mobile“ mittlere, aber sicher nicht riesige Ansprüche ans Mobilfunknetz stellt, niemals umzieht oder niemals Support braucht, mit Sunrise gut bedient?

Leider nur bedingt: Kunden mit geringen bis durchschnittlichen Ansprüchen haben bei Sunrise Mobile in der Regel keine grossen Probleme, so lange alles funktioniert. Wer hingegen intensiv mobil im Web surft und mailt und alle paar Wochen ins Ausland reist, sollte die Finger von Sunrise lassen – und fährt sogar preislich womöglich besser bei Swisscom.

Um es vorweg zu nehmen:

1. Wer mit Sunrise im heutigen Zustand zufrieden ist, kann natürlich problemlos bleiben und beten, dass nie ein spezielleres Problem auftritt oder im dümmsten Moment das Netz ausfällt.

2. Swisscom-Kunden sollten keinesfalls zu Sunrise wechseln, sie werden vom Netz und vom Service enttäuscht sein.

3. Wer will, dass einfach risikofrei alles gut klappt, geht von vornherein zu Swisscom.

Auf den ersten Blick ist diese Bewertung für bestehende Sunrise-Kunden vielleicht nicht nachvollziehbar: Wenn das Netz funktioniert, erscheint es vor allem in Grossagglomerationen als durchaus brauchbar, und ohne besseres Wissen hat man Verständnis, wenn in Gebäuden, den Berner Lauben oder in einem am Bahnhof stehenden Bahnwagen fast immer „E“ statt „3G“ im Display leuchtet oder in einer Busfahrt durch die Stadt das Netz ständig zwischen GSM und UMTS wechselt. „Es war schon immer so und das wird wohl einfach so sein“, denkt man sich womöglich.

Einige Wochen auf dem Swisscom-Netz öffnen einem allerdings gehörig die Augen: „Aha, so hätte es schon immer sein können!“ – Plötzlich hatte ich an Orten Empfang, wo mit Sunrise Fehlanzeige war. Das EDGE-Netz scheint etwas weniger belastet zu sein als bei Sunrise. Das 3G-Netz ist praktisch flächendeckend, die Latenzzeiten tiefer. Die Downloadgeschwindigkeiten im UMTS-Netz sind spürbar höher.

Ich habe am Ende meiner Sunrise-Kundenbeziehung und zu Beginn meiner Swisscom-Zeit immer wieder Geschwindigkeitstests durchgeführt, und fast immer kamen sie so oder ähnlich heraus:

Über 4 Mbit/s hatte ich bei Sunrise nie, der Schnitt der Messungen lag etwa bei 2 Mbit/s (in einem Abo ohne Speed-Restriktionen). Bei Swisscom sind es fast immer 5-6 Mbit/s, bei einer Beschränkung auf 7.2 Mbit/s in meinem Abo. Das kann kein Zufall sein; zudem berichten auch zahllose verärgerte Kunden unter anderem auf der Facebookseite dasselbe („Aktuelle Beiträge anderer Nutzer anzeigen“ wählen).

Die Warterei durch die vielen Wechsel von GSM- auf UMTS-Netz fällt bei Swisscom zudem fast ganz weg, weil schlicht fast überall UMTS vorhanden ist. Von Netzplanung scheint Swisscom mehr zu verstehen.

An vielen hochfrequentierten Orten wie Bahnhöfen kann ich mit meinem Infinity-Abo die mobilen WLAN-Hotspots der Swisscom (Mobile EAPSIM) kostenlos mitbenutzen, was für einen Telekom-Junkie immens wertvoll ist.

Natürlich sucht man auch ein LTE-Netz bei Sunrise noch vergeblich.

Und wie ich bereits dargelegt habe, ist der Spass bei Swisscom nicht mal unbedingt teurer: Mit Swisscom Infinity M für 99 Franken pro Monat ist zwar der Speed auf 7.2 Mbit/s begrenzt, das reicht aber im Alltag bei weitem – in der freien Wildbahn komme ich bei vollem Empfang selbst in einer menschenleeren Zelle nicht auf diesen Wert.

Sunrise Sunflat 4 kostet 75 Franken monatlich ohne subventioniertes Handy und 90 Franken „mit“.

Mit der für mich zwingenden Ausland-Option für 5 Franken monatlich kostet also das am ehesten mit „Swisscom Infinity M“ vergleichbare Sunrise-Abo 960 Franken pro Jahr, das von Swisscom 1188 Franken.

Die Differenz beträgt also scheinbar 228 Franken pro Jahr zugunsten von Sunrise. Aber:

  • Wie ich nun weiss, bietet Swisscom das viel bessere Netz. Ich hätte nach dem 2012 forcierten Ausbau bei Sunrise nicht gedacht, dass der Unterschied derart spürbar ist.
  • Die kostenlose Mitbenutzung aller Swisscom-WLAN-Hotspots ist inbegriffen.
  • Es bestehen je nach Infinity-Abo reichhaltige Inklusivleistungen für Telefonie, Daten und SMS im Ausland, danach gibts recht gute Pakete, die man einfach hinzufügen kann.
  • Es besteht je nach Swisscom-Abo eine Inklusivleistung für Anrufe von der Schweiz ins Ausland.
  • Bei Sunrise klappte bei mir punkto Support fast nie etwas.

Unter dem Strich bezahle ich mit Swisscom mit meinem wohl recht verbreiteten Nutzungsverhalten (viel Daten, viel Telefonie, ab und zu ein Anruf ins Ausland, alle paar Wochen einige Tage im Ausland) weniger als bei Sunrise.

Swisscom ist bisher auch sonst eine einzige Wohltat: Alles klappt, bei Fragen helfen nach wenigen Sekunden kompetente Supporter auf der Hotline, die einen auch zurückrufen. Eine Supportcommunity hält gute Antworten parat.

Vor allem das Gefühl, im Fall der Fälle stets von kompetenten Supportern begleitet zu werden und das Nicht-mehr-Angst-haben-Müssen, dass das Netz im dümmsten Moment ausfällt (Beispiel Sedrun) oder gar nicht vorhanden ist (wie im Diemtigtal), ist für einen Vielnutzer angenehm.

Und selbst wenn ich am Ende 288 Franken mehr pro Jahr zahle – angesichts der Nervenschonung und Zuverlässigkeit gebe ich das Geld sehr gerne aus. Pro Tag für 3.25 Franken unlimitiert Surfen, Telefonieren und SMSlen können, selbst ennet der Grenze eine Weile – das ist ein guter Deal.

Willkommens-SMS bei Swisscom: Man weiss stets, was wann läuftBei Swisscom wurde ich mit offenen Armen empfangen und ungefragt mit zahllosen Angeboten eingedeckt, die mir im ersten Jahr sehr viel Geld sparen – z.B. einer monatlichen Gutschrift „einfach so“.

Ich konnte sogar zwei Tage nach der Bestellung eine der Optionen in eine andere umwandeln, die mir noch mehr Ersparnis eingebracht hat – alles klappte völlig problemlos. Ich wette, dass das bei Sunrise in einem riesigen Chaos geendet hätte.

Von Beginn an war die Kommunikation seitens Swisscom per SMS, E-Mail und Post absolut tadellos. Technisch klappte alles bestens. Man bekommt sofort das Gefühl, dass sich hier alle Mühe geben.

Besonders vorbildlich ist die Roaming-Kommunikation: Scheint Sunrise vor allem auf hohe Umsätze bedacht zu sein und die Leute mit Verweis auf AGBs und Tariflisten zuerst mal in den Hammer laufen zu lassen, kommen bei Swisscom sofort nette Warn-SMS, wenn man im Ausland ist und die Inklusivleistungen anbricht oder aufbraucht (kann man bei Sunrise aber auch einrichten).

Roaming-Erleichterung bei SwisscomTagesreisen ins Ausland sind mit Swisscom Infinity ohnehin plötzlich telekommunikatorisch paradiesisch: 30MB, 30 SMS und 30 Minuten sind inklusive bei Infinity M, bei Infinity L/XL noch mehr.

Insgesamt ist es vor allem dies, was die durchschnittlichen Jahreskosten tiefer sein lässt als bei Sunrise.

Wer auch mal ohne oder mit einem langsamen Netz leben kann, wer keine Beratung benötigt – zweifellos auch ein häufiges Nutzerprofil – kann durchaus zu Sunrise gehen. Es ist mitnichten so, dass bei Sunrise überhaupt nichts klappt!

Der guten Ordnung halber sei erwähnt: Anspruchslose Vielnutzer ohne Auslandaufenthalte fahren mit „Sunrise24“ hierzulande am günstigsten. Dieser K-Tipp-Beitrag zu Sunrise24 ist aber dahingehend zu ergänzen, dass man auf den Sunrise-3G-Netz niemals auch nur annährend 21Mbit/s erreicht, sondern dass ich wie gesagt (sehr selten) auf maximal rund 4 Mbit/s kam. Die kostenpflichtige Hotline fällt nicht ins Gewicht; da dort einem ohnehin niemand hilft, hat es keinen Sinn, dort überhaupt anrufen. Sunrise24 ist also für anspruchslose Durchschnitts- bis Vielnutzer, die kaum ins Ausland reisen, preis-leistungs-mässig sicher das einzige zu empfehlende Sunrise-Abo (auch wegen der geringen Minimallaufzeit von drei Monaten).

Zurück zur Swisscom: Lücken im Netz kann ich Swisscom über die Supportcommunity oder direkt vor Ort über eine App melden. Angeblich werden diese Orte beim Ausbau dann forciert behandelt.

A propos Ausbau: Natürlich ist auch bei Swisscom nicht alles Gold, was glänzt.

  • Sunrise hat in einigen Gebieten, wo der Ausbau 2012 forciert wurde, ein 3G-Netz, wo Swisscom erst EDGE hat (vor allem Orte im Oberwallis und der Surselva). Aber was nützt mir ein UMTS-Netz, wenn es lahm daherkommt?
  • Telefonieren und Surfen in einem schnell fahrenden Zug ist mit allen Anbietern gleich mühsam.
  • Ein klares Beispiel, wo Swisscom dringend nachbessern muss: Die Basisstation Schneehüenerstock (bedient Teile der Skigebiete Sedrun/Andermatt und den Oberalppass) ist bei grossem Andrang hoffnungslos überlastet. Hier sollte dringend UMTS implementiert werden. EDGE alleine ist hier eine Zumutung.

Dies ist allerdings die einzige grössere Enttäuschung, die ich erlebt habe. Etwas stossend ist, dass die Abdeckungskarte etwas gar schöngezeichnet ist.

Ansonsten ist das Swisscom-Mobilnetz schlicht an allen Orten, an denen ich mich oft aufhalte, besser als Sunrise.

Das heisst: Schnelleres 3G-Netz, kürzere Latenzzeiten, bessere 3G-Abdeckung. Ich bin in den letzten Wochen ganz schön auf die Welt gekommen und rate allen, die bei Swisscom Mobile sind, zu einem Wechsel zu Sunrise Mobile dringend ab – die Enttäuschung wird gross sein.

Über ADSL und Festnetz bei Sunrise kann ich wie gesagt aus den letzten zwei Jahre nichts Negatives berichten. Sunrise TV hatte ich nie; die auf Facebook sichtbaren Probleme von Kunden verderben einem allerdings die Lust darauf, und wenn kein kompetenter Support helfen kann, bringen die besten Angebote nichts. Vermutlich gilt aber auch hier: Wenn’s funktioniert, hat man einfach Glück gehabt – wenn nicht, dann gute Nacht.

Ich hoffe, dass sich Sunrise – wo ich lange Zeit nicht nur treuer Kunde, sondern auch Vermittler war – eines Tages Phoenix-Asche-mässig wieder erhebt. Von Sunrise zu Swisscom zurück zu wechseln war für mich ein wenig wie von einem Familienmitglied verstossen werden, das man eigentlich mag, aber merkt, dass die Gegenseite weder die Sympathie erwidert noch sich Mühe gibt, die Beziehung am Leben zu erhalten.

Bei Sunrise wird man allein schon aus den öffentlich sichtbaren Kundenerfahrungen (und den sich wiederholenden schiefgehenden einfachsten Vorgängen) den Eindruck nicht los, dass hier vieles im Argen liegt und man der Misere mit einer nett gemeinten, aber ineffizienten Pflästerlipolitik entgegen zu wirken versucht. Wie auf albtraum-sunrise.com nachzulesen ist, scheint es vielen Mitarbeitenden dabei auch nicht sonderlich wohl zu sein. Verständlich.

Dabei hätte man bei Cablecom abgucken können, wie man es nicht macht – UPC Cablecom brauchte Jahre, sich vom Image „miesester Kundendienst des Landes“ zu lösen. Sunrise hat also einen langen, beschwerlichen Weg vor sich.

Ich danke schliesslich den namentlich nicht genannt sein wollenden internen guten Geistern bei Sunrise herzlich für den halbwegs stilvollen Abgang, den sie mir ermöglichten. Über die Modalitäten haben wir Stillschweigen vereinbart. Ich bin inzwischen nur noch heilfroh, dass ich von diesem Laden weg bin, den ich so lange verteidigt hatte. Ich habe die „Strafgebühr“ fast schon frohlockend bezahlt.

(Selbstverständlich wurden mir am Schluss – trotz der engen Begleitung – versprochene Gutschriften in der Endabrechnung „aus unerklärlichen Gründen“ nicht gemacht, was zu einer erneuten Reklamation und einer erneuten Korrekturrechnung führte. Honi soit qui mal y pense!)

Mir wird Angst und Bange, wenn ich dran denke, wie viele ehemalige Kunden von ungerechtfertigten Rechnungen nach Vertragsablauf und von anschliessenden Inkasso-Hai-Belästigungen höre. Mögen die Telekom-Göttinen mir gnädig sein und solcherlei verhindern.

Ich sage heute nicht, dass alles Quatsch war, was ich je über Swisscom geschrieben habe. Im Kontext der Zeit war das sicher richtig.

Swisscom hat allerdings nicht nur die Hausaufgaben gemacht, sondern offensichtlich auch von den Mitbewerbern gelernt: Gutes wurde abgekupfert, und was die Konkurrenz mittelmässig macht, macht Swisscom gut. Preislich ist man – angesichts des Gebotenen – bei den Leuten. Zudem fühlt man sich als Kunde bei Swisscom auf Anhieb wohl, vor allem nach den Frustrationen bei Sunrise, wo kaum etwas klappte.

Und wie gesagt: Ich will nicht einfach sinnlos aus Rache auf Sunrise eindreschen. Falls bei Swisscom einmal etwas nicht passt, wird das hier ebenso mitgeteilt. Bisher habe ich null Grund dazu.

Aus den in dieser Serie dargelegten Fakten gilt für mich: Ich kann Swisscom fast bedingungslos empfehlen und muss aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen leider dringend davon abraten, mit Sunrise Mobilfunk-Verträge abzuschliessen.

Find‘ ich gut. (23 weitere Leute finden diesen Beitrag auch gut.)

Kommentare

[…] nächsten und letzten Teil dieser Serie erfahren Sie morgen, […]

Ein fb-Freund hat sich heute aus seinen Ferien gemeldet:

„Die Sunrise wieder: Schickt mir nach Malaysia ein SMS mit den Roamingdaten für Malawi… bugger off!“

Spricht für sich, oder?

Besten Dank für die exzellent und minutiös dargestellten und letztendlich auch publik gemachten Erfahrungen.

Es war für mich eine sehr spezielle Erfahrung, nicht nur „in ungefähr“ meine eigenen Erfahrungen mit Sunrise nachlesen zu können, nein, was die Erfahrung so speziell machte, ist die frappante Doppelspurigkeit und die fast GENAU gleiche Erfahrung bei Dir, Andi Jacomet, wie bei mir, so nachlesen zu können. Danke!

Als ich Deine drei Beiträge fertig gelesen hatte, kam es mir vor, als würde jemand direkt aus meiner eigenen Seele schreiben. Auch die Emotionen waren bei mir: Wut, Ohnmacht, Unverständnis, Unglaube, Irrsinn, Horror und Verzweiflung gegenüber Sunrise. Noch NIE in meinen 45 Jahren wurde ich derart von einer Firma genötigt und um meinen gesunden Schlaf gebracht, wie von Sunrise. Noch nie liess eine Firma einen Eintrag auf grossen Schweizer Bonitätsdatenbanken generieren, dass ich möglicherweise bevormundet sei und noch nie hatte ich erfahren, dass derart viel Verstösse gegen geltende Datenschutzgesetze vollzogen wurden.

Ebenfalls „noch nie“ hatte ich erfahren, dass eine Firma wegen CHF 72 (nota bene irrtümlich erhoben) über JAHRE hinweg immer wieder Inkassobüros sucht, um diese ungerechtfertigte Forderung einzutreiben.

Ich musste mich mehrmals psychisch stark machen, jedes Mal bevor ich die Telefonnummer der Sunrise-Hotline einstellte.

Und nun bei Swisscom stelle ich fest: der Unterschied zu Sunrise ist tatsächlich exorbitant und tatsächlich sehr beeindruckend.

Ich bin plötzlich völlig relaxed, wenn ich Swisscom anrufe. Ich verfüge über einen normalen Puls.

Ironischerweise wurde ich erst seit ich bei Swisscom bin zu einem Mobile-Viel-Surfer. Warum? Weil es bei Sunrise oftmals nicht auf Anhieb funktionierte.

Wie oft wollte ich via Sunrise mein Zugsticket via SBB-App lösen und es ging nicht? Wie oft schrieb ich via Whatsapp eine Nachricht und sie ging nicht durch? Oder Bilder und Videos, welche ich verschicken wollte und es ging halt einfach erst beim 5. oder manchmal beim 20. Versuch durch? Antwort: Unzählige Male!

Doch wie der Blog-Autor sagt; man denkt, das ist jetzt halt so. Erst wenn man bei Swisscom den direkten Vergleich machen kann, dann merkt man: „Von der Hölle zum Himmel“.

Ich sag absichtlich nicht, „zur Erde.“ sondern „zum Himmel“.

Denn nach mehr als 8 Monaten bei Swisscom ist es bis jetzt noch NIE vorgekommen, dass etwas des Vorgenannten nicht auf Anhieb durchging. Tatsächlich: noch nie!

Und weil das mobile Netz von Swisscom so zuverlässig ist, fang ich mehr und mehr damit an rumzuspielen. Zum Beispiel: S-Bahn in der 2. Klasse völlig überfüllt? Kein Problem: Upgrade zur 1. Klasse kaufen und 40 Sekunden später sitz ich in der 1. Klasse.

Bei Sunrise musste ich das Ticket weit im voraus kaufen (da es regelmässig vorkam, dass die Kauf-Transaktion erst nach x-Versuchen durchging) und ich durfte mich während des Kaufprozesses keinen einzigen Meter bewegen. Ich musste de facto stehen bleiben, wenn ich unterwegs war!

Bei Swisscom kaufe ich einen Upgrade im fahrenden Zug/S-Bahn!

Und: auch ich bezahle bei Swisscom WENIGER als bei Sunrise! Circa CHF 10.- weniger pro Monat bei identischem Verhaltensprofil. Nein, falsch, dank Swisscom surfe ich jetzt deutlich mehr, wenn unterwegs, als seinerzeit bei Sunrise. Also doch nicht dasselbe Verhaltensprofil, sorry für diese Falschaussage.

Meine Frau bezahlt circa CHF 15.- WENIGER als bei Sunrise!

Und LTE ist bei mir gar noch schneller als viele Wifi-Verbindungen! (LTE bis jetzt im Schnitt um die 11Mbit/s).

Auch die Analyse mit den Roaming-Gebühren hat Andi Jacomet treffend auf den Punkt gebracht.

Damit möchte ich die Arbeit des Blog-Autors bekräftigen und mit der Aussage untermalen: das ist kein Einzelfall. Es ist die Reflektion der Fakten und trifft mehrere Kunden, sobald diese auf Support angewiesen sind, der einen Dialog erfordert.

Die höchste Form der Kommunikation ist der Dialog. Diesen mit Sunrise zu führen ist… mir fehlen grad die Worte… „Good night and good luck“.

Danke, Pierre – auch du sprichst mir aus der Seele. Vor allem diese Aussage kann ich auch bestätigen: „Und weil das mobile Netz von Swisscom so zuverlässig ist, fang ich mehr und mehr damit an rumzuspielen.“ – Es ist genau so bei mir. Es funktioniert einfach, fast überall. Kein Stocken, kein Warten, keine Neustarts, keine ständig ungesendeten Nachrichten mehr.

Man kann Vielnutzer derzeit wirklich leider nur warnen vor Sunrise. Es tut mir weh, wenn ich auf der Sunrise-Facebookseite wieder Anfragen wie diese sehe: „An welche Adresse muss ich eine Reklamation, die direkt an den Geschäftsführer gehen soll, senden?“

Zu gerne würde man dazu antworten „Das hat absolut keinen Sinn, lass den Aufwand und wechsle zu Swisscom“.

Aber vermutlich bekommt man dann das Image eines „Amoks“, der wegen eines „angeblichen Einzelfalls“ auf Sunrise eindrischt. Also lasse ich’s lieber sein, auch wenn man den armen Leuten all das Generve, das man selbst hatte, ersparen will – das Leben ist zu schade, um es als Kommunikationsmensch mit einem schlechten Dienstleister zu vertrödeln.

Ich war wohl auch zu lange naiv im Glauben, dass ich Sunrise mit Blogbeiträgen quasi zu einer besseren Dienstleistung „umerziehen“ kann.

Um die grossen Zusammenhänge zu verstehen, warum man von Sunrise derzeit abraten muss, ist leider ein gewisser Lektüreaufwand vonnöten – letzlich werden es aber wohl die meisten von selbst merken (auch wenns bei mir Jahre gedauert hat) und der Markt wird es richten.

Ich denke, es ist wichtig, dass wir und andere Sunrise-Kritiker im Web nicht irgendwas „vom Hörensagen“ weitergeben, sondern möglichst sachlich. mit Fakten untermalt und aufgrund handfester eigener Erfahrungen berichten. Vielleicht wacht Sunrise ja doch einmal auf? – Wünschenswert wäre es.

Derzeit kommt mir Sunrise aber vor wie ein Handwerker, der mehr schlecht als recht beim Bau eines Mehrfamilienhauses arbeitet und als unzuverlässig bekannt ist. Der Handwerker ist inzwischen umgeben von zig Kollegen, Bauherren und Vorarbeitern, und alle sagen ihm, dass er dieses und jenes falsch macht – aber aus unerfindlichen Gründen macht er auch nach Wochen noch die genau gleichen Fehler. Die Leitungen, die er anschliesst, funktionieren zwar einigermassen, aber es ist weit weg von perfekt.

Es ist rätselhaft, weshalb all die Bauherren und Vorgesetzten das so lange akzeptieren. Schulterzucken…

Ich habe nur eine einfache Frage: Funktioniert bei Euch der Teletext (Sunrise TV Confort)?
Ich bin seit September 2012 Abonnent dieses Pakets und auch seit diesem Zeitpunkt im mühsamen telefonischem und schriftlichen Kontakt mit dem Sunrise-Kundendienst.
Letze Mitteilung (schriflich und vom Cablex-Elektriker): Ende Januar gibt’s ein Firmware-Update für die Sunrise-Box, so dass dann der Teletext und Comeback-TV problemlos funktionieren s o l l t e. Chasch dänke!!!
Wie sieht das bei Euch aus?

[…] geworden, der im Dezember 2012 nach zehn Jahren entnervt zu Swisscom zurück gegangen ist. In diesem Beitrag schildere ich mit Alltagserfahrungen, wie viel angenehmer es ist, bei Swisscom zu sein. Derzeit […]

haha und unter Ihrem Blog die Werbung fürs iPhone 5 mit Sunrise Vertrag!! 😉 Auch ich habe wegen dem Preis (von Swisscom) zu Sunrise gewechselt und bin entsetzt von der Qualität der Abdeckung. An meinem Arbeitsplatz habe ich mit meinem iPhone 5 zwar VOLLEN Empfang für Telefongespräche und SMS, mobiles Internet funktioniert zu 90% nicht (steht nicht mal E oder 3G). Ich hoffe dass es mit dem LTE-Update (voraussichtlich Juni 2013) besser wird!

Es gilt hier die Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung – ich habe keinen Einfluss darauf, welche Werbung Google in meinen Posts darstellt.

Selbst WENN es mit LTE besser wird, was zu hoffen ist, würde ich nach wie vor die Finger von Sunrise lassen – wegen dem grottenschlechten Kundendienst.

20 Jahre Swisscom Kunde zuviel bezahlt und Jetzt sehr zufriedener Sunrise Kunde viel weniger Ausgaben als mit Swisscom und das beste daran ist die Erreichbarkeit und Netzstabilität!

@Antonius Meyer: Dann ist ja gut – überdurchschnittlich vielen geht es aber leider ganz anders als Ihnen.

Ich hatte soeben mit dem Swisscom-Support via Twitter zu tun. Ergebnis: Prompte Hilfe auch am Wochenende und eine Rückerstattung in einem unklaren Fall betreffend Roaminggebühren, der vermutlich zu meinen Ungunsten ausgefallen wäre (Anzeige im Kundenportal wohl falsch).

Dennoch war man kulant und ich bekomme Geld für eine Leistung gutgeschrieben, die ich vermutlich bezogen habe, es aber aufgrund der wohl falschen Anzeige im Portal unklar ist, ob dem wirklich so ist.

Top-Service bei Swisscom wie immer – bei Sunrise pennen sie hingegen am Wochenende nach wie vor auf den Social-Media-Kanälen, wie man einfach auf Twitter und Facebook prüfen kann.

Und ich bezahle nach wie vor weniger als bei Sunrise für eine 100x bessere Leistung. Allein für die in 7 Wochen USA verwendeten Daten hätte ich bei Sunrise über 1000 Franken bezahlt! Bei Swisscom löste ich zwei Optionen für 1GB à 149 Franken. Immer noch viel, aber sehr viel weniger als bei Sunrise.

Ich ärgere mich heute noch grün und blau, dass ich mir den inexistenten Service von Sunrise so lange angetan habe und den Laden auch noch verteidigt. *sichandenkopfgreif*

Ich bin seit den Anfangszeiten, damals noch DIAX, ein Sunrise Kunde. Im grossen und ganzen eigentlich auch zufrieden. Klar, man gewöhnt sich an einiges. Ich überlege mir jedes Jahr, vor der automatsischen Aboverlängerung, ob ich jetzt nicht doch zu Swisscom wechseln soll. Aber jedes Jahr mach eine Milchbubenrechnung und vergleiche mir die Abos der beiden. Und genau darum bleibe ich dann auch jeweils bei Sunrise, weil ich bei der Swisscom für ein ähnliches Abo einiges mehr bezahle und dazu noch eine beschränkte Internetverbindung habe. Nicht mal 4G, geschweige denn LTE.

@ Pierre Bosquet und andere: Ich würde gerne von euch mal wissen, welche Abos ihr habt und wie ihr darauf kommt, dass ihr jetzt sogar weniger als bei Sunrise zahlt? Wenn ihr mir das zeigen könnt, dann wechsle ich sofort 🙂 Leider hab ich bis jetzt aber noch kein günstigeres, aber auch keines welches nur minim teurer wäre gefunden.

Ich vermute mal, dass ihr eher in ländlichen Gebieten lebt, und dort hat Sunrise wirklich extreme Defiizite. In den Städten hingegen läuft eigentlich alles zufriedenstellend und problemlos.

@Andy: Zuerst mal… 4G ist LTE. Jedenfalls hierzulande. In den USA bezeichnet der Anbieter AT&T HSPA als 4G, das wir hier bei 3G subsumieren; in Europa gilt gemeinhin LTE als „4G“.

Ich verstehe nicht ganz, wie du auf deine LTE-Aussage kommst. Swisscom ist meilenweit voraus, was die Einführung von LTE angeht. Mit Sunrise hast du kaum LTE. Mit Swisscom schon an sehr vielen Orten. Auch wenn du kein Abo hast, das den maximalen Speed erlaubt, profitierst du vom Netz selbst (kürzere Latenzzeiten, mehr Kapazität).

Ich lebe in der Stadt Bern, bin aber oft in Graubünden. In Sedrun ist das Sunrise-Chaos sehr schön sichtbar, lies mal http://blog.jacomet.ch/?p=7754 – da wurde zudem im Juli 2012 3G angekündigt „in 3 Monaten“, natürlich ist es heute (Nov. 2013) noch nicht soweit. Fast alle, die ich da oben kenne, haben inzwischen Sunrise den Rücken gekehrt.

Wie ich ausführlich schildere in dieser Serie, ist die Qualtät den Sunrise-Datennetzes haarsträubend. Ich und viele andere surf(t)en unterwegs mit einem lamentablen Tempo. Und wenn wir mal was vom Kundendienst brauchten, war’s eine Katastrophe. Es klappte fast nie etwas. Lies mal Twitter oder Facebook von Sunrise – es hat sicht nichts geändert. Lange Wartezeiten bei der Hotline, alle Stellen sagen was anderes.

Selbst in Städten wechselte mein Handy immer wieder auf EDGE, da Sunrise kein 3G hat an vielen Orten. Sunrise bringt es höchstens in einer fast menschenleeren Funkzelle – das kannst du in der Stadt in der Regel vergessen.

Preise: Für mein Nutzerprofil (viel Surfen, viel Telefonieren, ab und zu im nahen Ausland, alle paar Jahre mal in Übersee) ist Swisscom günstiger, und das bei viel besserer Netz- und Servicequalität. Mit Infinity M für 99 Franken hab ich soviel Anrufe INS und AUS DEM Ausland dabei, wie ich jeweils brauche für dringende Fälle. Zudem 30MB in Europa inklusive, dazu sehr günstige Zusatzoptionen. In den USA hätte ich die letzten Wochen mit Sunrsie fürs Roaming Tausende Franken bezahlt, mit Swisscom 2×149.

Bei einem Sunrise-Abo bezahle ich also fast immer noch was dazu zum Abo-Preis. Bei Swisscom nur sehr selten, und wenn, dann weniger.

Wenn man immer im Inland ist, klar, dann gibt es günstigere Sunrise-Abos. Steht ja auch alles in meinem Text so.

Allerdings tue ich mir dieses Müll-Mobilfunknetz (auch in Städten) sicher nicht nochmals an, solange sich nichts Grundlegendes geändert hat. Angeblich unlimitierter Speed bringt nichts, wenn man nicht annähernd die Werte des mittleren Swisscom-Abos erreicht…

Zudem kann ich mit den Infinity-Abos an vielen Orten die Swisscom-WLAN-Hotspots verwenden. Dank des guten Mobilbetzes verzichte ich aber meist darauf. Auch der viel gehörte Ruf nach WLAN in Bussen usw. ist kein Thema für mich, da das Swisscom-Netz derart zuverlässig ist.

Ja, mein Fehler. Ich habe halt noch ein altes Handy und somit komme ich noch gar nicht in den Genuss von 4G/LTE. Was sich aber in den nächsten Wochen mit einem neuen Handy ändern wird.

Gerade dein Beispiel mit Infinity M für Fr. 99.-, da hat man nur 7,2 Mbits Download was ja nicht mal das 3G ausnützt. Soviel ich weiss kann man mit 3G max. 21 Mbit erreichen. Und wenn man dann wirklich 4G haben möchte, braucht man schon das XL Abo für Fr. 169.-, bei allen anderen kommen auf max. 21 Mbit.
Bei Sunrise bekommt man 4G bereits ab Fr. 89.-, jedenfalls in den Städten und auf dem Papier…

Ich bin abslolut kein Sunrise Befürworter, eher im Gegenteil. Nur bin ich bei Pierre’s Aussage stutzig geworden, weil er schreibt, er und seine Frau bezahlen für etwas das selbe Fr. 10-15.- weniger im Monat. Und das wollte ich wissen, wie man auf das kommt.

Ich bin auch öfters und länger im Ausland, kaufe aber mittlerweile immer vor Ort eine SIM Karte und telefoniere so dann zum Ortstarif und habe genügend GB Datenguthaben.

@Andy: Warum überlegst Du Dir eigentlich jedes Jahr zu Swisscom zu wechseln? Wenn jedes Jahr herauskommt, dass es teurer würde und das für Dich das Kriterium ist, warum dann nicht zufrieden bei Sunrise bleiben? Wenn es Dir nichts ausmacht, wenn der chinesische Geheimdienst Deine Daten auswerten kann – http://albtraum-sunrise.com/2013/11/03/wie-sunrise-dem-chinesischen-geheimdienst-zuliefert -, dann kann Sunrise durchaus der richtige Provider fur Dich sein.

Ich hatte gewechselt weil Sunrise mich zermürbte, anlaufen liess, abspiess, ignorierte, falsch informierte, frech und zynisch war, die Telefonate mir vor der Nase auflegte und meine Bonität mit falschen Einträgen (wonach ich ein Risiko sei und evt bevormundet sei, und das für die nächsten 30 Jahre) vernichtete. Es war zwar alles ein Irrtum, aber eben: die Kommunikation mit Sunrise Communications AG war alles andere als einfach, logisch oder naheliegend.

Mir war es egal, ob Swisscom teurer oder billiger würde. Ich hätte gar das Doppelte bezahlt. Ich war aber auch der Meinung, dass Swisscom teurer würde. Und in der Tat kam’s just umgekehrt! Swisscom ist günstiger für mich und viele andere.

Andi hat bereits erklärt warum das so ist. Und nein, mein Berufsleben spielt sich nur in den grössten Schweizer Städten ab (und im Ausland). Privat: in den Alpen / Voralpen (F/CH/I/A)

Der Unterschied in der Netzqualität: RIESIG (z.G.. Swisscom). Kundenservice: Sunrise = die Hölle. Swisscom = einfach gut. Kompetent und freundlich.

Solltest Du mehr Details erfahren wollen, bietet sich mein Buch an: albtraum-sunrise.com

Viel Spaß und heb Sorg 🙂

7.2MBit reicht selbst für mich als Power User *längstens*. Wie ich bei einer Kollegin sehe, kann man selbst mit Infinity S problemlos YouTube gucken unterwegs.

21MBit und anderes Marketinggewäsch sind theoretische maximale Werte, die du mit keinem Anbieter jemals erreichst unter Alltagsbedingungen. Lass dich also nicht von zuviel Werbeshittalk beeinflussen – das gilt für alle Anbieter, auch Swisscom. Wozu die „riesigen“ Swisscomabos gut sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Tageszeitung lade ich inzwischen im fahrenden Zug runter – das war mit Sunrise unmöglich (ca 25MB in weniger als einer Minute mit Infinity M).

Mit Sunrise erreichte ich niemals mehr als 5MBit, Standard war 0.3-2 (auf 3G).

Ich würde also sogar empfehlen, mit S zu starten bei Swisscom – upgraden kannst du immer. Sobald du ein Smartphone hast, wirst du dich über Sunrise wohl nur noch ärgern. Aber ich lass mich gern belehren – erzähle uns von deinen Erfahrungen!

Nachtrag @Andy: Warum Swisscom günstiger ist als Sunrise (bei mir + Andi Jacomet) liegt, nebst den von Andi Jacomet bereits erwähnten Punkten, auch daran, dass Sunrise „Geldeintreibemassnahmen“ implementiert hat, um bestehende Kunden zusätzlich mit versteckten Gebühren zu belasten (abzuzocken; am Rande der Legalität), welche man nicht einkalkuliert, wenn man die offiziellen Abo-Kosten zwischen Swisscom und Sunrise gegenüberstellt.

Es gäbe viele Beispiele solcher nicht ausgewiesenen Kosten (Nie bestellte Premium SMS, legitime Roaming-Kosten, nicht legitime Roaming Kosten, Änderungen an bestehenden Verträgen…) . Es liegt mir aber fern, Dich mit langen Beispielen und Texten einzudecken. Deshalb mach ich das so: Wenn es Dich interessiert, kannst Du ab Seite 141 in meinem Buch (albtraum-sunrise.com) die Fakten nachlesen, welche ich aufgrund von Aussagen und E-Mails von Sunrise-Mitarbeitern selber, gesammelt und zusammengetragen habe.

Und dann gibt es noch die ZDFzoom-Doku, namens „Kostenfalle Handy“, welche Du auf youtube abrufen kannst: http://youtu.be/D7o55CiTpfU

Ausserdem haben (nebst ich) auch Telco-Experten, wie Mirjam Fonti, schon die Erfahrung mit Sunrise gemacht, wie diese „Geldeintreibemassnahmen“ in der Praxis umgesetzt werden. Hierzu ein lesenswerter Blog mit dem Titel „Bewusst falsche Handy-Rechnungen?“ http://swisstelco.wordpress.com/2013/01/03/bewusst-falsche-handy-rechnungen/#comments

Trotz all diesen Argumenten bist Du aber Jahr für Jahr bei Sunrise geblieben. Find ich absolut OK. Ich frage mich bloss, was Dich jedes Jahr dazu veranlasst, trotzdem einen Wechsel (via Kostenvergleich) zu Swisscom zu prüfen.

Darf ich fragen? Was veranlasst Dich dazu dies Jahr für Jahr zu tun?

Beste Grüße

Ganz einfach, weil Sunrise im gegensatz zu Swisscom anscheinend weitaus mehr Aussetzer im Netz hat. Sei es beim Telefon oder beim mobilen Internet. Kein oder nur schlechten Empfang, E statt 3G Netz, dies dann auch nur langsam und hohe Roaminggebühren, welche ich aber mittlerweile gut im Griff habe, weil ich im Ausland jeweils eine ausländische SIM Karte benutze.

Ich bin seit DIAX Zeiten bei Sunrise und habe noch nie Probleme mit der Rechnung gehabt. Natürlich kenn ich deine Geschichte bereits. Habe die schon vor längere Zeit mal durchgelesen. Aber ich selber habe in all den Jahren noch nie eine falsche Rechnung erhalten oder wurde sonstwie schlecht behandelt.

Mir geht es rein nur um die Netzabedeckung und vorallem wegen der langsamen Geschwindigkeit beim mobilen Internet.

Neu jetzt auch noch beim TV, weil das Sunrise TV auch viele Mängel hat. Entweder die Box oder Sunrise selber, das hab ich noch nicht so ganz rausgefunden.

Bis jetzt hab ich diese Mängel, wegen des massiv günstigeren Preis, allerdings in Kauf genommen, weil das Handy (Smartphone) für mich trotzdem nur ein Telefon ist, mit welchem man sich im Internet bewegen kann.

Das ist der Grund für einen allfälligen Wechsel, und nicht die von dir genannten Abzocke oder andere scheinbar falschen Machenschaften seitens Sunrise.

@Andy: Besten Dank für Deine Ausführungen. Ich verstehe Dich jetzt.

Betreffend Geschwindigkeit: Schau Dir mal die minutiöse Analyse von Saldo an: http://albtraumsunrise.files.wordpress.com/2013/05/saldo-sunrise-mit-abstand-das-langsamste-netz-11-09-2013.pdf

Oder die Analyse von Bilanz, welche allgemeiner analysiert hat: http://albtraumsunrise.files.wordpress.com/2013/05/bilanz_18_sunrise-stuerzt-foermlich-ab.pdf

Du siehst, Sunrise bildet überall (in JEDEM Ranking) das Schlusslicht.

Dann noch ein konkretes Beispiel (betreffend Kosten) einer Kollegin von mir, welche ebenfalls bei Sunrise jeden Monat mehr bezahlte, als jetzt bei Swisscom. Diese Kollegin benutzt ihr smartphone primär für den Datendownload in der CH. Pro Monat zwischen 600MB bis 1.1 Gigabyte.

Bei Sunrise hatte sie 1GB inkl. für CHF 65.- monatl. Bei Swisscom hat sie jetzt 500 MB inkl. für CHF 45.-.

Ihr Feedback (von heute Morgen) lautete: Wehe dem, der bei Sunrise die inkl.Volumen aufgebraucht hat. Da wird’s dann teuer. Bei Swisscom aber ist alles im Rahmen. Wenn sie dort die 500MB schon aufgebraucht hat, dann kann sie z.B. für die Folgetage nie mehr als CHF 5.- belastet werden (pro Tag), egal wieviel sie an dem Tag noch surft. Und sie fügte an: sie wolle nie mehr zu Sunrise zurück, wegen dem Speed, der Zuverlässigkeit und dem Service. Und sie meinte zum Schluß: man müsse das aber selber erfahren und erst dann kann man den Unterschied wirklich erkennen und schätzen. Man könne sich das im Vorfeld gar nicht vorstellen, wie massiv die Unterschiede sind, sagte sie.

Bei Sunrise bezahlte sie CHF 80.- im Schnitt pro Monat, bei Swisscom noch CHF 65.-. Aber noch nie mehr als CHF 80.-. Der Wechsel fand im Juni 2012 statt.

Hoffe das hilft Dir. Insbesondere der saldo-Artikel betr. Speed.

So oder so, ich wünsche Dir, dass Du zufrieden wirst mit Deinem Provider. Sei dies bald Swisscom oder Orange oder auch, falls Du beim chinesischen Geheimdienst, sprich Sunrise bleiben solltest.

Herzlich

Mein Aufschaltung mit Swisscom war ein „Trauerspiel“; der Support mit dem Vivo Casa Packet total überlastet. Teilweise bis zwei (2) Stunden Wartezeit mit Gedüdel in der Leitung. In der Hotline wurde mir Haarsträubender Support geleistet – rechts wusste nicht was links tat. Techniker brachte auch nichts. Auf TV und Radio konnte ich noch verzichten – aber als noch das Festnetz und das Internet längere Zeit ausfiel – brach bei mir die Sicherung durch. Letztendlich kam es gut (nach rund zehn Monaten). Also, auch bei Swisscom ist nicht alles goldig.

Das sind Geschichten, wie man sie von Swisscom vielleicht einmal pro Monat hört und von Sunrise fast täglich. Ich denke, wenn man bei Swisscom schlecht behandelt wird, und ein wenig auf die Hinterbeine steht, klappt es viel schneller viel besser.

Ich hatte solche Erfahrungen mit Swisscom letztmals vor 10-15 Jahren. Mein immer wieder gewonnener Eindruck ist aber, dass man bei Swisscom sehr viel früher als anderswo gelernt hat, was guter Kundendienst ist.

Als kürzlich eine Kollegin in den Bergen einen ADSL-Anschluss wollte, das aber nicht klappte aufgrund der Lage, sträubte sich Swisscom zuerst auch, ihren gesetzlich vorgeschriebenen Grundversorgungsauftrag zu erfüllen und eine Anbindung übers UMTS-Netz zu machen. Einmal das Wort „BAKOM“ erwähnen hat gereicht und sie machten das dann sehr schnell.

Diese lahme Ausführung ist zwar betrüblich, aber wie gesagt – bei Sunrise hat schlechter Kundendienst (noch?) System, bei Swisscom ist es eindeutig die Ausnahme.

Hallo Zusammen

Ich denke, dass Sunrise das grössere Potenzial hat als Swisscom.
Vorallem wissen wir alle wie Swisscom zu Ihrem Marktanteil gekommen ist.

Roger Federer steht für die neuen Werten von Sunrise. What else ??

[Anmerkung des Admin: Gemäss der IP-Adresse wurde dieser Beitrag, wer hätte das gedacht, von einem Sunrise-Mitarbeiter verfasst. Es wurde allerdings eine falsche Mailadresse und – logo – ein prominenter Phantasiename angegeben. Dies zeigt einmal mehr, wie dreist Sunrise vorgeht. Die Firma hat sich kein Deut verbessert. Wie sich ein Roger Federer für so eine Kampagne für so minderwertige Produkte wie bei Sunrise zur Verfügung stellen kann, ist mir ein Rätsel. Da wurde der arme Tennisspieler offenbar schlecht beraten. Ach ja: An den im Originalbeitrag genannten Orten hat Swisscom inzwischen 4G, Sunrise immer noch Edge. Soviel zum grösseren Potenzial.]

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