In unserer Alltagssprache wimmelts von Wörtern, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gegeben hat – jedenfalls nicht im heutigen Zusammenhang. In meinem Brockhaus von 1994 fehlt zum Beispiel das Wort “Internet”…
So würde ich gerne mal in mein Geburtsjahr zurückreisen, dort wahllos Leute ansprechen und ihnen zum Beispiel sagen:
- Diese Freeware funktioniert nicht korrekt, installiere sie neu.
- Kannst Du mich um 18 Uhr aufs Handy anrufen?
- Starte doch bitte Deinen ADSL-Router neu.
- Meine Festplatte ist voll.
- Ich hab ein Mail von Christina bekommen!
- Meine Maus hat drei Tasten und ein Scrollrad.
- Ist Deine Website schon in Google?
- Was denn, Dein Telefon hat weder UMTS noch Touchscreen?!
- Nein, ich fliege mit EasyJet; die haben e-Tickets.
- ICE oder TGV? Egal – beide haben jetzt Free WLAN.
Zumal mir die Theorie, dass es niemals Zeitmaschinen geben wird – da wir heute nicht von Besuchern aus der Zukunft überschwemmt werden -, plausibel erscheint, werde ich das leider nicht versuchen können; die verdutzten Gesichter würde ich nur zu gerne sehen. Und mir ins Fäustchen lachen: “Wenn ihr wüsstet!”
Ebenso hätte man “Klaatu barada nikto” sagen können (musste ja kommen) – Wörter wie “Google” hätten nur schon vor 10 Jahren schlicht keinen Sinn ergeben.
Doch was wären wohl Sätze, die für uns heute so tönen wie für Menschen von 1972 die obigen Sätze geklungen hätten?
- Mein Fluxkompensator ist dahin, Mist.
(OK – der ist natürlich geklaut, Asche auf mein Haupt.)
- Diese Flauke liefert zu wenig Menten!
- Das Orfon ist zu laut eingestellt.
- Dieser Computer erlaubt noch keinen Zugriff auf die Plexiphanne.
- Schau doch das einfach in Phaabu nach, Mann!
- Betreibst Du schon einen eigenen Axozooli?
- Microsoft wurde heute von HöriHöri Industries übernommen.
Find’ ich gut.