Shasta: Mekka für allerlei Freaks

Der Mount Shasta ist der südlichste Stratovulkan der faszinierenden Cascade Range, die sich durch den ganzen pazifischen Nordwesten zieht. Wie der vor einem Monat besichtigte Mount Rainier weiter im Norden überragt der faszinierende Viertausender alles und thront majestätisch über Nordkalifornien.

Das Städtchen Mount Shasta unterhalb des gleichnamigen Berges (September 2008)

Ein solch mystisch anmutender Berg zieht nicht nur Bergsteigerinnen und Bergsteiger an, die sich an die schroffen Felsformationen und immensen Gletscher wagen. Augenfällig sind vor allem andere Freaks…

Das Städtchen Mount Shasta ist voller esoterisch angehauchter Shops voller Ramsch (September 2008)

…allerlei christliche Fundis haben sich hier niedergelassen, aber – harmloser – auch tonnenweise abzockende Astrologie-Freunde, gschpürige Eso-Leute, schräge New-Age-Träumer oder – ganz abgedreht – Leute, die glauben, dass unter dem Mount Shasta in riesigen Kavernen ein Volk lebt, “die Überlebenden des antiken Lemuria”. Selbsternannte “Medien” stellen – vermutlich gegen Bares, versteht sich – den Kontakt noch so gerne her.

Mount Shasta vom Ende des Everitt Memorial Highway aus gesehen (September 2008)

Die heissen “Sulphur Springs” zuoberst auf dem Vulkan deuten eher auf andere Aktivitäten im Erdinneren hin. Die armen Lemurianer dürften also jetzt schon tüchtig schwitzen und im Falle eines erneuten Ausbruchs elendiglich ausgeräuchert werden. Der letzte ist knapp 200 Jahre her; der Mount St. Helens zeigte 1980 ohne grosse Vorwarnung, dass es in der Cascade Range jederzeit wieder losgehen kann.

Auf Übersinnliches deutet allenfalls hin, dass die Shasta-Gletscher in den letzten 50 Jahren um gut das Doppelte an Fläche zugelegt haben…

Gletscher auf dem Mount Shasta (September 2008)

Ist also das Städtchen am Fusse des Vulkankegels vor allem eine Ansammlung von Shops und Praxen schräger Vögel, die hier ihren Kraftort gefunden haben, bleibt die Gegend allein wegen der faszinierenden Landschaft (unendlichen Wäldern folgen karge Hochebenen) mehr als besuchenswert.

 Mount Shasta von Norden her gesehen (September 2008)

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