Wir habens geschafft: Während Wochen gabs keinen Holunderblütensirup mehr in der Migros, auch nicht den gruusigen neuen – JacoBlök berichtete letzten Herbst hier und hier.
Offenbar waren wir nicht die einzigen, welche die Migros auf Trab hielten. Die “Berner Zeitung” berichtete im Juni:
“Mit dem Holunderblütensirup von Migros gibt es auch ein schönes Beispiel für eine Retro-Bewegung: Die schlanke Glasflasche mit dem Sirup der Firma Narimpex wurde vor einem Jahr durch eine Sélection-Version eines anderen Herstellers ersetzt. Doch der neue Sirup floppte. Nicht der Preis machte den Unterschied, sondern der Geschmack – der Sirup-Notstand fand sogar Einträge in einen Blog, in dem die neue Rezeptur mit Adjektiven wie «grusig», «grauenvoll» und «grässlich» beschrieben wurde. Nach zahlreichen Beschwerden auf der Infoline hat der Grossverteiler reagiert und hat ab sofort wieder das herkömmliche Produkt im Sortiment.”
“Ab sofort” war etwas übertrieben – wochenlang herrschte danach der totale Holunderblütensirupnotstand. Immerhin haben wir in Bern gute Alternativen. Diese Woche dann ein Brief (das posten von Blog-Kommentaren beherrscht die Migros offenbar genau so wenig wie VISA oder die Post):

Vor allem ist nett, dass die Bäuerinnen, die den Holunder anpflanzen, sogar selbst schreiben (“Field Managerin” ist vermutlich Neudeutsch für Feldarbeiterin).
Und siehe da – nun taucht er auch im Laden auf. Dutti kann endlich wieder ruhig schlafen. Danke!

Find’ ich gut.

