28.07.2007

Überraschung auf dem Tgom

Der Blick hats geschafft und Pascale Bruderer heute nicht mehr als Pascal Bruderer bezeichnet – und am besten lesen sich solche Interviews im Bergrestaurant Tgom:

Café Tgom, Bergkäse, Rohschinken, hochstehende Lektüre - Idylle auf dem Tgom bei Sedrun (28. Juli 2007)

Zur Erinnerung: Im Herbst 2005 wurde die legendäre Einersesselbahn Sedrun-Cungieri demontiert – die Konzession war ausgelaufen, doch die Bergbahnen bemühten sich leider auch nicht sonderlich um den Erhalt. Viele Einheimische und Gäste beklagten den Verlust.

Der Ersatz war zu Beginn ungeliebt: Seit Sommer 2006 ist es möglich, die früher nur für die Kraftwerke Vorderrhein zugängliche Gondelbahn auf die auf 1900m gelegene Alp Tgom (sprich in etwa „Djomm“) zu benutzen. Auch Cungieri-Fans, die den Tgom anfangs boykottierten, fiel mit der Zeit auf, dass die Aussicht von Cungieri zwar unschlagbar war, aber die hier oben auch nicht so übel ist – mehr Fotos hier.

Diesen Sommer gibts einen echten Grund, auf den Tgom zu pilgern: Letzten Sommer bestand die Beiz bei der Bergstation noch aus zwei Denise Soliva: Beizerin mit Pepp - und feinem Café mit besonderer Beigabe... (Juli 2007)Containern und ein paar Tischen – heuer hat die neue Denise Soliva die Hütte ihrer Familie zu einem kleinen Bijou von Beiz umfunktioniert: Lokale Speisen wie z.B. Sedruner Bergkäse und Rohschinken, selbstgemachte Kuchen, im Tal hergestellte Glace der Bäckerei Schmid, Wein, bei Bedarf sogar Champagner – und als Highlight Café Tgom mit geheimer Schnapsmischung und Rahmhäubchen.

Denise macht den Job mit Leidenschaft – den Sommer über schläft sie sogar in der Ruhe und Abgeschiedenheit der Alp Tgom, und kaum treffen am Morgen die ersten Gäste ein, ist die Beiz mit einer grossen Sonnenterrasse bereit. Ein wahrer Traumjob! Keine Angst: Es hat nicht nur Holzbänke, sondern auch bequeme Liegestühle. Und Kissen für die Bänke – so muss das sein. Und um Interessenkonflikte aufzudecken: Diese Lobeshymne schreib ich nicht, weil Denise meine Cou-Cousine ist – ich kannte sie bisher gar nicht 🙂

Bei nahenden Gewittern steht auch eine kleine Stiva zur Verfügung, die Toiletten sind neu und sauber; dass der Tgom ausgezeichneter Ausgangspunkt für leichte bis schwere Wanderungen ist, versteht sich von selbst. Wenige Minuten oberhalb der Bergstation fühlt man sich schon ziemlich „ab dr Wält“.

Und natürlich ist für Seilbahnfreaks vor allem die Fahrt mit der Bahn aus dem Jahre 1957 ein Erlebnis. Klar: Die Einsersesselbahn war einzigartig – doch die imposante erste Stütze (in der Familie seit jeher als „der schräge Mast“ bekannt) habe ich bereits als Dreijähriger bewundert. 1975 sprach ich auf der ersten Tonbandaufnahme – mangels besserer Aussprache – von der „cabina da do“, als ich die damals rote Seilbahnkabine zu unserem Wohnzimmerfenster hinaus erspäht hatte, die damals leider soooo selten unterwegs war…

(Lieber in eigenem Player anhören? Kein Problem – MP3, 240 KB).

“La cabina dal Tgom” ist 32 Jahre später nicht zuletzt dank Denises Beiz zu einem Must-Ausflugsziel geworden – auch für Tagesausflügler, die über den Oberalppass düsen.

Find‘ ich gut. (2 weitere Leute finden diesen Beitrag auch gut.)

Kommentare

;-)))

ja ja ich glaubs Dir ja! 😉

Ich hab mir fast gedacht, dass Du dich da angesprochen fühlen könntest 🙂

Danke für alles Andi, bisch eifach supper… sinseveser sil tgom 🙂

[…] wenn dann der Saft ausgeht, rettet mich Coucousine Denise, die in ihrem Café auf der Alp Tgom eine Kabelrolle zur Verfügung stellt. Grazia fetg! Hier sitz […]

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