Wie sich Reisepartner verändern

Seit zwei Wochen reise ich ja mit meinem Halbbruder quer durch den Westen der USA – inzwischen sind wir in San Francisco angekommen. Höchste Zeit für eine Hommage an einen sehr angenehmen Reisepartner.

Unsere gemeinsamen Reisen haben Tradition – die ersten fanden zu Beginn der 1990er-Jahre statt: Mit dem Zug von Sedrun ins Unterland oder ins Engadin, für einen Fünfjährigen eine grosse Sache. Nur schon das Umsteigen in Chur oder Göschenen in den “grünen Zug” (der extreeeeem schnell war – Lucas fragte stets “fährt der jetzt hundert?”) war ein Abenteuer, und der Griff nach des grossen Bruders Hand naheliegend.

Natürlich war mit der Zeit auch der Familienjüngste Daniel mit von der Partie, meistens mit Flausen im Kopf…

Reise nach Samedan, 1995

Der sitzt jetzt aber jeweils ziemlich frustiert in Sedrun vor der Skype-Kamera, wenn wir von unseren Abenteuern hier drüben erzählen, hähä – oder von den saftigen, kollossalen Steaks, die ich Lucas schon vor den Ferien zu seiner tollen LAP versprochen hatte.

Das ist die ganze Patchwork-Bande (unser gemeinsamer Vater brachte offenbar keine Mädchen fertig) anno 1994:

Lucas, Daniel, Andi - fast schneefreie Weihnachten 1994 auf Cungieri

Etwas hat sich nicht geändert: Die Leute stellen sich Fragen, wenn sie uns sehen. Fragten sich früher die Leute “ist das ein sehr junger Vater mit seinem Sohn oder ist das sein Göttibub?”, fragen sie sich heute “sind das Brüder, Kumpels, ein Paar?”

15 Jahre nach den ersten gemeinsamen Reisen sehen die beiden so aus. Zu 50% blutsverwandt, 16 Jahre auseinander, aber auch gute Kumpels, egal, ob auf der Skipiste, in der Fravia Sedrun, beim Mist Aushecken am PC, in Idaho oder der Wüste Nevadas:

Lucas und Andi (Boise, Idaho, September 2008)

Lucas und Andi (zwischen Battle Mountain und Austin, Nevada, September 2008)

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