Verpackungsärger, Teil 2

Das war schon genug schlimm, dachten wir – aber weit gefehlt: Vorverpacktes Grillfleisch ist noch irrer verpackt als vieles andere. Pardon: “Verschweisst”, muss das heissen. Bevor der Chefgrilleur das feine Stück über die heisse Glut legen kann, hat er zuerst mal dreckige Hände:

Grillfleisch: Unmöglich verpackt (Mai 2008)

Und gleich gehts weiter. Normalerweise kaufe ich meine Klamotten im Kitchener – wenn aber der Herren-Globus wieder mal 10%-Gutscheine verschickt und schöne Kurzarmhemden im Angebot sind, greife auch auch da gern zu. Nur: Um so ein Teil anzuprobieren, sind zunächst rund 12 Nadeln und Klemmen zu entfernen, dazu noch etwa 5 Plastik- und Papierteile.

Wer kommt auf die Idee, ein Stück Stoff derart unpraktisch und umständlich einzupacken?

Hemden: Mit Nadeln und unnötigen Beigaben gespickt (Herren-Globus, Mai 2008)

Die Moral der Geschicht: Das Personal lässt ausrichten, man möge es bitte lieber kontaktieren, um so ein Hemd in die Umkleidekabine zu nehmen. Die geneigten JacoBlök-LeserInnen werden es nicht glauben: Ein dergestalt seziertes Hemd, das dem potentiellen Käufer nicht passt, muss von der VerkäuferInnen exakt so, wie es mal war, wieder zusammengeschustert werden.

Auch so kann man menschliche Arbeitskraft vergeuden. Der totale Irrsinn – für nichts!

6 Kommentare

  1. Bevor der Chefgrilleur das feine Stück über die heisse Glut legen kann, hat er zuerst mal dreckige Hände:

    Das hat er aber auch, wenn er das (noch nicht feine) Stück selber fein machen muss, sprich, wenn er die Marinade selber macht und selber anbringt.
    Ausserdem, ein richtiger Grillmeister hat auch entsprechendes Werkzeug zur Hand (Schere, Messer), um eine solche Verpackung aufzukriegen.

    Wer kommt auf die Idee, ein Stück Stoff derart unpraktisch und umständlich einzupacken?

    Wenigstens ist es ein Einhorn! 😉 Ich stimme völlig zu, Hemmli (Hemden) sind wohl am doofsten eingepackt von allen Kleidern. Ok, wenigstens die Güfeli (Stecknadeln) kann man noch gebrauchen. Und dann muss man sie auch noch so langwierig gletten (bügeln), wenn man gewissen Zwängen unterworfen ist. Da verstehe ich die Menschheit nicht…

  2. Jetzt habe ich die ganze Zeit darüber nachgegrübelt, wem ein solcher verpackungstechnischer Bockmist in den Sinn kommt und warum. Für uns Frauen ist es doch auch völlig normal, unsere Blusen ab Stange und Kleiderbügel zu kaufen. Sind Herrenhemden denn so viel anders genäht? Die Güfeli und das Plastikkräglein machen mich ratlos. Vielleicht kann mir das jemand logisch erklären.

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