Swisscom / Bluewin: Es geht auch top

Um Omo Sherif und Franki zu beweisen, dass ich sogar meine ärgsten Feindbilder loben kann, wenn die betroffenen Firmen das verdient haben: Ja, ich habe durchaus auch gute Erfahrungen mit Buden gemacht, die auf meiner privaten schwarzen Liste stehen.

Als Mädchen für alles, das in 90% des Bekanntenkreises (und vermutlich etwa 85% des Restes der Welt) für Notebook-Käufe, PC-Support und Hardwareerweiterungen zuständig ist (“Duuu, da geht was nicht, kannst du nicht mal schauen?”), muss ich ab und zu zwangsläufig mit den Support-Hotlines der Swisscom bzw. von Bluewin kommunizieren.

Und siehe da – es geht auch anders: Die Wartezeiten halten sich in Grenzen, die Leute an der Front sind nicht nur äusserst freundlich, sind sind manchmal sogar fröhlich, fachkundig, haben auch mal aussergewöhnliche Ideen – und ab und zu die grossen Spendierhosen an. Kürzlich säuselte jemand dem verdutzten Blöker in den Hörer: “Wissen Sie was, lassen wir die Fehlersuche, ich sende Ihnen einfach gratis (statt für 48 Franken) einen neuen Router, einzige Bedingung ist aber halt ein Jahr Abo-Verlängerung.” – Klar doch! Machen wir. Whow.

3 Kommentare

  1. Für den “normalen” User hatte die Bluewin meiner Meinung nach schon immer eine sehr gute Hotline.

    Und die Vergünstiungen bei den Router hat die Bluewin auch schon seit mindestens zwei Jahren.

    Fürs Protokoll, wenn also nicht ich und der andere hier manchmal was gegen deine Ansichten sagen würden, wäre dieser Blogeintrag nicht entstanden?

    Ich finde es schon hammer wie du teilweise eine schlechte Erfahrung an einem schlechten Tag auf ein ganzes Unternehmen beziehen kannst, jedoch die guten Erfahrungen auf einen, aus der Reihe tanzendem Einzelfall zuschreiben kannst.

    MFG

    Franki und bis zum nächsten mal 😉

  2. @Franki: Das heisst, dass alle, die am Telefon nett sind, einen Router geschenkt bekommen oder wie? Das wäre ja wiederum interessant…

    Fürs Protokoll, wenn also nicht ich und der andere hier manchmal was gegen deine Ansichten sagen würden, wäre dieser Blogeintrag nicht entstanden?

    Doch – denn wenn Du dich hier umschaust, ist das nicht nur ein Motzblog, sondern ich schreibe grösstenteils von den schönen Seiten des Lebens. Und das Ereignis heute Morgen hat mich wirklich gefreut, drum hab ich fast umgehend darüber gebloggt.

    Ich finde es schon hammer wie du teilweise eine schlechte Erfahrung an einem schlechten Tag auf ein ganzes Unternehmen beziehen kannst, jedoch die guten Erfahrungen auf einen, aus der Reihe tanzendem Einzelfall zuschreiben kannst.

    Aber Frankiboy… ich schrieb doch deutlich “muss ich ab und zu…” – also nix Einzelfall: Der Support scheint wirklich gut zu sein! Ich telefoniere so alle paar Wochen mal mit denen und wurde in den letzten 3-4 Jahren nie enttäuscht (vorher schon, aber wen interessiert das noch).

    Aber es braucht ja nur wenig Gschpüri, um festzustellen, dass die grundsätzliche Geschäftspolitik eines Unternehmens und der Telefonsupport zwei gaaanz verschiedene Paar Schuhe sind, die man am selben Tag völlig unterschiedlich bewerten kann. Dass ich die Geschäftspolitik schwerer gewichte, versteht sich von selbst; das hat auf viel mehr Menschen (KundInnen und MitarbeiterInnen) einen Einfluss.

    Es ist grundsätzlich so: Ich setze im Verkehr mit Firmen grundsätzlich hohe Qualitätsstandards voraus. Wenn was offensichtlich auf die Tagesform zurückzuführen ist, kann man ein Auge zudrücken. Aber wenn Anzeichen bestehen, dass etwas immer so ist oder grundsätzlich in meinen Augen falsch gehandhabt wird, dann wird drüber berichtet.

    Siehe Interdiscount: Der Verkäufer sagte mir klar, das sei bei ihnen immer so. Also ein klarer Fall fürs Blog. Andere Beispiele: SBB-Automaten. Kann passieren, ja – aber es dauerte viel zu lange, bis es behoben war. Swisscom und Post nach Todesfall: Wieder mal ein Hinweis, dass offensichtlich bei den (Ex-)Monolpolisten einige grosse Pfeifen an bestimmten Stellen sitzen, siehe auch hier und hier – also: ab ins Blog. Cablecom und Bluewin TV verschweigen beharrlich wichtige Nachteile ihrer Digital-TV-Angebote. Velofahren in der Stadt Bern: Ein Dauerärgernis trotz einer rotgrünen Regierung – also immer wieder drauf herumhacken, bis sich hoffentlich was ändert. Undsoweiter.

    Du begreifst nun vermutlich, was Du mangels Lesen in JacoBlök bisher nicht begriffen hattest: Ich beziehe eben nicht “eine schlechte Erfahrung an einem schlechten Tag auf ein ganzes Unternehmen”.

    Unterschätze nie die Macht des Einzelnen – jede BürgerInnen- oder KundInnenreaktion löst bei einem Angesprochenen etwas aus. Das merke ich auch bei meinem Job beim Kanton: Wenn mich eine Anfrage oder Anregung aus der Bevölkerung sinnvoll dünkt, setze ich das Geforderte möglichst direkt um, wenn es meinen Bereich angeht und wenns unkompliziert möglich ist. Es wurden aber auch schon grössere Projekte aufgrund einfacher Bürgeranfragen gestartet.

    Ich kenne also durchaus auch die andere Seite: Ich habs gern, wenn man mir ab und zu auf die Finger klopft – das hält fit, und wir sind alle nicht perfekt. Und man lernt recht schnell, dass die einen sich über etwas tierisch nerven, was andere OK finden – das ist ihr gutes Recht, auch wenn sie eine Minderheit sind… und zumindest mein Credo ist, dass sie als SteuerzahlerInnen auch ein Recht haben, zu bekommen, was sie wollen, wenn die Umsetzung verhältnismässig ist.

    Ich wünschte mir, z.B. die Berner Stadtregierung und etliche Firmen in der Schweiz sähen das auch so. Und eine gute (grössere) Firma muss heute auch ein Blogmonitoring haben, um zu checken, wo den Leuten der Schuh drückt. Da man als Blogger in Google & Co. schnell mal weit oben erscheint, ist der Druck, etwas zu verbessern, entsprechend grösser. Und wenn was geändert wurde, bringe ichs natürlich fairerweise. Motzen ist eines – Anerkennung von Änderungen das andere.

    Viele Firmen dünken mich da extrem umständlich und konservativ: Es wäre viel einfacher, wenn sie ihre Meinung direkt ins Blog schreiben würden – da haben sie eine ungefilterte Plattform! Stattdessen mailen sie oder schreiben gar Briefe… das ist zwar nett, aber irgendwie etwas von gestern.

    PS: Mach endlich mal Leerschläge vor Deinen Smilies, sonst muss ich die immer manuell reinhacken gehen.

  3. Wuahahaaaa… ich sags ja, dass die bei Swisscom schon vor allem unfähig sind. Der versprochene Router kam einmal per Express am Samstag (wir haben uns recht genervt, da die Post unfähig ist, Express-Sendungen an die Post in der nähe des Kunden zu liefern; da muss man immer gleich zur Schanzenpost rennen, unfassbar schlechter Service) und einmal mit normaler Post am Dienstag. Wir haben nun also zwei Router. Danke, liebe Swisscom – aber das wolltet ihr kaum so haben…

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