Strassenrowdy auf frischer Tat ertappt

Die statischen Granitpoller rund um die Berner Altstadtbrunnen werden regelmässig das Opfer von unfähigen Strassenrwodys – so auch der erst kürzlich wieder eingepflanzte (Bild unten) zwischen Kram- und Gerechtigkeitsgasse. Er wurde vor wenigen Minuten das Opfer eines französischen Tourbusses:

Franzose killt Poller: Bern, 13. Juni 2008, 12.50 Uhr

Erst kürzlich geflickt - heute schon wieder umgelegt: Granitpoller in der Kramgasse (Mai 2008)Langsam fragt sich der geneigte Altstadtbewohner: Wäre es nicht einfacher, den Verursachern umgehend nach der Tat die Rechnung fürs Wiederherstellen samt einer saftigen Busse nach Hause zu schicken? Letztlich bezahlen ansonsten wir alle für das autofahrerische Unvermögen der Täter.

Die Lösung ist einfach: Eine Netzwerkkamera aufstellen, die bei Bewegung unmittelbar am Poller Aufnahmen zu machen beginnt. Anhand des Kontrollschildes ists ein Leichtes, den Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen.

Ebenso könnte man an der Ecke Postgasshalde-Postgasse-Nydeggstalden eine Kamera aufstellen, die alle AutofahrerInnen einfängt, die den Vortritt nicht gewähren oder mit 50 statt 20 da durchrasen, wie heute Morgen wieder geschehen – zuerst wurde ich als Fussgänger fast über den Haufen gefahren, anschliessend meinte die Tröte, mir none dummi Schnure müesse aazhänke. (Unter uns gesagt ist aber auch die Mini-Signalisation der 20er-Begegnungszone hundslausig.)

Selbst wenn ich flächendeckender Videoüberwachung nichts abgewinnen kann – gerade gegen immer wiederkehrende Sachbeschädigungen durch Autofahrende wäre das ein einfaches und effizientes Mittel. Solche Bilder würde es dann vielleicht zumindest etwas weniger geben:

Alltag in der Altstadt - eine Kameraüberwachung würde immerhin die Verrechnung der Kosten erlauben (Mai 2008)

Ein Kommentar

  1. Wer hat eigentlich diesen saudoofen Poller und diese dumme Spielzone, wo nie ein Kind auf der Strasse spielt, bestellt? RGM? Supergute Pflästerlisalami, effektive Politiktaktik, mou.

    Wann endlich wird die ganze Altstadt, immerhin ein UNESCO Weltkulturerbe, endlich auto-, bus- und tramfrei??? Wenn wir jetzt nicht mit der Umsetzung dieser kühnen Vision beginnen, dann sind wir 2035 noch nicht fertig.

    Und nein, ich bin kein grüner Fundi, ganz im Gegenteil. Aber aus der Berner Altstadt könnte man so viel mehr machen, wenn doch nur “ein wohlwollender Diktator” Stapi wäre und nicht ein Mensch mit 1000en Einflüssen 😉 (das ist kein Tschäppu-Bashing, das ist Systemkritik)

    Hach, ich wünsche mir, die erste Fussgängerzone in Bern noch miterleben zu dürfen. Eifach wiu die Stadt öppis bessers verdient het.

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