Spam von Nokia am Velo: Muss das sein?

Corpus delicti: Unerwünschte Werbung von Nokia (20. August 2007)Ich liebe eigentlich meine Nokias seit 1998 – die Handygenies können sich bei mir für zahlreiche Gratiswerbung im Zusammenhang mit meinen letzten Gerätetypen 6233, 7210 und 6230 bedanken. Seit heute ist mein Verhältnis zu den Jungs und Mädels aber massiv gestört: Nokia hat so ziemlich alle Velos der Stadt Bern mit Werbe-Anhängern versehen.

Solcherlei Spamming gehört verboten (oder ist es womöglich schon) – und die Verursacher (in diesem Fall leicht eruierbar) gehen die Sauerei selbst aufräumen; am Mittag lagen natürlich viele Zettelchen schon am Boden.

Die Agentur, die den Werbemüll verteilt hat, wird am besten gleich mit 100’000 Franken gebüsst. So hört derartiger Unsinn sicher recht schnell wieder auf.

Tipp: Werbung in einen unfrankierten Umschlag mit der Aufschrift “Porto wird vom Empfänger bezahlt” stecken (“A” nicht vergessen) und adressieren an Nokia Schweiz AG, Hardturmstr. 181, 8005 Zürich. Womöglich kommen die Finnenfunker dann auf die Idee, dass solche Aktionen nur eins sind: Ärgerlich.

Die ausführenden Akteure hätte ich gerne zwischen die Finger bekommen auf frischer Tat ertappt und der Schmier zugeführt.

Spam am Velo von Nokia: Die Finnen helfen hoffentlich aufräumen (Bern, Bollwerk, 20. August 2007)

40 Kommentare

  1. espace.ch scheint eifrig JacoBlök zu lesen – gut so. Danke an die BZ-Onliner für die Zusatz-Recherche, die ich zugegebenermassen machen wollte, für dies es aber aus Zeitmangel nicht reichte:

    Eine solche Werbeaktion ist nicht bewilligungspflichtig und kann somit von jedermann ausgeführt werden, wie der Chef der Gewerbepolizei, Marc Heeb, auf Anfrage sagt. «Es handelt sich bei den Fahrrädern um Privatbesitz. Die Aktion unterliegt nicht unserer Zuständigkeit», führt er weiter aus.

    Beste Zusammenarbeit von Bloggern und “traditionellen Medien”! Mit den Namen hat’s espace.ch aber nicht so: Ich heisse Jacomet, nicht Jocomet. Das letzte Mal machte man einen Andreas aus dem Andi…

    Und wieder zum Thema: Wenn so eine Aktion nicht bewilligungspflichtig ist, dann gibts eine Gesetzeslücke – StadträtInnen, übernehmt! Es kann ja nicht sein, dass man fürs wilde Plakatieren belangt werden kann – aber dass andere Privatbesitz sinnlos vollpflastern und für Abfallhaufen sorgen, das soll OK sein? Uff.

    Der Artikel auf espace.ch samt “Jocomet” im Original:

  2. Ich fass es nicht: Jetzt fangen auch noch die Grünen an zu spinnen, denen ich sonst äusserst wohlgesonnen bin und von denen ich auch einige Aufträge bearbeite. Aber das ist unfassbar: Selbst “vernünftige” Organisationen schrecken nicht vor so birnenweichen Spam-Aktionen zurück. Heute waren alle Velos am Bollwerk mit Werbefylern für den Klimagipfel am 30. August zugedeckt. Meine lieben Grünen: Ehrlich, so geht das nicht – im Ernst… das ist sogar kontraproduktiv. Schreibt von mir aus 100x an die nächste Wandtafel: “ES WIRD NICHT GESPAMMT, ES WIRD NICHT GESPAMMT, ES WIRD NICHT GESPAMMT!” – Ehrlich… ich fasse das nicht.

    Hier ein paar Bilder – natürlich landet der Müll (der zugegebenermassen für etwas Vernünftiges wirbt, immerhin) nachher am Boden. Seeehr umweltfreundlich, doch doch.

    Wer auch immer sich diesen Schrott ausgedacht hat oder die Klimagipfler entsprechend beraten, wird hoffentlich zünftig eins aufs Dach bekommen.

  3. Mich hat es heute auch voll erwischt: ganzes Bollwerk gepflastert mit ‘Wir haben die Wahl!’… nööö lieber Bio-Hof Heimenhaus, lieber WWF, liebe Grünen und Gutmenschen: ich habe keine Wahl! Ihr habt mich dazu gezwungen den Flyer zu entsorgen. Ungefragt. Keine gute Sache, auch wenn ich ganz und gar für den Klimagipfel bin. Aber so gehts nicht! Und so wirds auch nie gehen. Ich weiss nicht, welches dünne Marketing-Seminärchen ihr zusammen mit den Nokia-Fritzen besucht habt, aber vergesst den Mist doch bitte gleich wieder und unterlasst solches Littering in Zukunft. Den WWF-Claim kann man wohl nur noch ironisch verstehen: ‘For a living planet’.

  4. Nachtrag (bin gerade etwas enerviert): Warum werden eigentlich die CO2-neutralen Velofahrer mit dem Spam-Littering zugemüllt und nicht alle Autos in den Parkhäuser der Stadt? Oder habt ihr etwa auch an das gedacht? Als marketingtechnisch nicht gerade Unbewanderter würde ich sonst sagen: gnadenlos an der Zielgruppe vorbei. Ächz.

  5. Auch die IG Velo spammt nun – am Theaterplatz hatten alle Velos am Montagmorgen einen Flyer drauf, der für die Velobörse Werbung macht.

    Ehrlich – kann man solche Spammer wirklich nicht zur Verantwortung ziehen und zu gemeinnütziger Arbeit verknacken? Muss ich nun wirklich auch ans Velo einen Werbestopp-Kleber machen?

    Gibts juristisch bewanderte, die uns sagen könnten, aufgrund welcher Erlasse man Velospammer anzeigen könnte? Als vielradfahrender, ökologisch denkender Linker protestiere ich vehement gegen diese irren Versuche aus dem eigenen Lager, Werbung für unsere Anliegen zu machen.

    Corpus Delicti: Spamming der IG Velo

  6. Ist doch nicht so tragisch. Vielleicht ist man mal froh, wenn man seinen Göppel verkaufen will und weiss, wo und wann. Regt ihr euch auch über all die Technopartyflyer, Geschäftsneueröffnungen oder sinnlosesten Produktewerbungen auf unseren Velos auf?
    Gelittert wird ja eher dadurch, dass Bierbüchsen und PET-Flaschen in unseren Velo-Körbchen landen, DAS nervt.
    Die Velobörse ist ein aktiver Beitrag gegen die Wegwerfgesellschaft und das In-die-Aare-werfen von Velos. Es ist anzunehmen, dass der IG Velo die Velobörse nebst den Mitgliederbeiträgen eine finanzielle Basis bietet, um ihre wertvolle Arbeit zu machen.
    Frech finde ich übrigens auch jene AUTO-Börsen-“Spammer”, die an mein Auto einen Zettel kleben mit: “Kaufe jedes Auto”. (“Also auch diesen Deinen Schrotthaufen…”)
    Und unverschämt, nervig und verwerflich sind jene Velopneufabrikanten, welche überall ihre Glasscherben säen! Es gibt wirklich Beispiele, um sich aufzuregen, aber doch nicht der harmlose Zettel der IG Velo, ts ts ts.

  7. @tömu: aber ich werde ungefragt mit dem Zeugs zugemüllt. Das ist der kleine Unterschied. Ich habe gar nichts gegen Klimagipfel, NOKIA-Handies, IG-Velobörse whatever, ich habe nur was dagegen, dass ich mein Velo jeweils am Abend von den Zettelchen befreien muss. Viele schmeissen dann aus Wut ihre Zettelchen auf den Boden, und dann ist es eben sehr wohl littering. Als Grundatz sollte hierzulande doch gelten: man frägt zuerst, und dann darf man Werbung senden. Capito?

  8. soso, ungefragt, hm.
    zuerst das: wer littert nun, wenn der/die bespamte den zettel zu boden wirft?
    schmeisst du zuhause auch alles, was trotz stoppwerbungkleber in den kasten kommt, vor dem haus zu boden?

    ok ok: die “spammer” müssen dir nun also zuerst einen zettel auf den gepäckträger klemmen, auf dem gefragt wird, ob man dieses velo “bewerben” dürfe. und du klebst dann einen antwortzettel auf deinen sattel. dann läuft alles nach deinem gusto.
    oder aber du schreibst deine handynummer aufs velo.
    im ernst: designe doch einen stoppwerbungskleber fürs velo, wär keine schlechte idee.

    gute besserung

  9. @tömu: Ich will einfach keine Werbung auf meinem Velo sehen. Punkt. Ist das so schwer zu verstehen? Ich finde das weder einen gutes Marketingkonzept noch eine besonders intelligente Idee. Offenbar bist du ein wenig realitätsfremd: wenn ich mit dem Velo unterwegs bin, habe ich keine Altpapiersammlung in der Nähe. Ich will dann einfach losfahren. Zuhause kann ich immerhin den ungefragten Werbemüll korrekt entsorgen.

  10. @Tömu zuerst: Du hast mit vielem, das Du oben erwähnst, völlig recht. Es nützt aber nichts, die eigenen Fehler zu vertuschen, indem man andere an den Pranger stellt.

    (Damit den LeserInnen klar ist, wer hier wer ist: Tömu ist Vorstandsmitglied der IG Velo und Beauftragter für Velomassnahmen)

    Liebe Leute: Alle, die Spam von IRGEND jemandem am Velo hatten, sollen diese doch unfrankiert in den nächsten Briefkasten werfen – bei der IG Velo ists einfach – da ist die Adresse schon drauf (IG Velo Bern, Postfach 6711, 3001 Bern). Die Adresse von Nokia steht oben. Bei den Grünen lautet sie: Waisenhausplatz 21, 3011 Bern.

    Womöglich begreifen diese leicht derangierten Geister, dass Spam – egal, von welcher Seite – intolerabel ist. Ich finde es schade, wenn Ihr Goodwill aus den eigenen Reihen so mutwillig kaputtmacht.

    @Tömu: Du argumentierst genau wie Spamkönige und Konsorten: “Ist doch praktisch, ist doch nicht so schlimm…” – wo kämen wir da hin, wenn das alle sagen? Neee, so geht das nicht. Und – wieso schreibst Du “soso, ungefragt, hm” – na klar, ungefragt! Ein Opt-In-Verfahren bei Velowerbung wäre gar schwierig. Lasst doch solchen Unfug in Zukunft einfach sein. Danke.

    Leute mit unerwünschter Werbung vollpflastern ist vor allem eines: Saudumm. “Gute Besserung” – wer ist hier krank? Seid froh, dass Ihr aufmerksame SympathisantInnen habt, die Euch Gratistipps in Sachen Marketing geben.

    PS: Ich bekenne – ich war auch mal sowas wie ein Spammer. Als Geburtshelfer beim alternativen Lokalradio RaBe haben wir uns auch gefragt, wie wir mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Ertrag erzielen können. Wir haben uns dann dazu entschlossen, eigenhändig (alle Mitglieder der Werbegruppe in je einem Quartier, während Stunden!) die Haushaltungen Berns mit Werbematerial zu bedienen. Natürlich nur jene ohne Werbekleber. Dazu haben wir am Tag des Sendestarts am 1.3.1996 Plakate kleben lassen – zugegeben, das ist hart an der Grenze, aber immerhin störten wir damit keine Privatpersonen oder deren Eigentum. Das überlegten wir uns, wir hielten das für vernünftig und massvoll – und das in einer Zeit, in der “Spam” noch für Dosenfleisch stand… komisch, dass man heute offenbar zu anderen Ergebnissen kommt, wenn man sich das überlegt.

    Oder man überlegt gar nicht, sondern macht einfach – scheissegal, was die Leute denken…

  11. ich habe mich zwar nicht derart aufgeregt aber doch ziemlich, ging mir ähnlich wie euch, ich finde solche aktionen auch sehr lästig. vor der abfahrt dachte ich “wohin mit dem zettel” und ich warf ihn zugegebenermassen ins nächste velokörbchen. ja, so etwas verbieten wäre sicher nötig. schade, immer neue vorschriften aber es geht scheinbar nicht anders!!!

  12. Super Detektiv Du, dass der Tömu “der von der IGVelo” ist. Ich würde etwas aufpassen mit solchen öffentlichen Verlinkungen, auch wenn sie stimmen. Aber das hab ich nun davon, dass ich mich auf so eine Witzdiskussion überhaupt einlasse.
    Zitat: “Seid froh, dass Ihr aufmerksame SympathisantInnen habt, die Euch Gratistipps in Sachen Marketing geben.” Ich nehme an, du richtest diesen “Tipp” an die IG Velo.
    Worin besteht denn der Tipp? Bisher scheint dieses Marketing der IG Velo nämlich Erfolg zu geben. Und dies auch, wenn die paar, die sich so enervieren wie ihr, extra und mutwillig von der Börse fernbleiben… Auf solche Sauertöpfe kann man wohl getrost verzichten.
    Apropos Spam und ungefragt:
    Andi hat mich auch ungefragt (!) per Mail (!) auf diese Ergüsse aufmerksam gemacht; und damit sogar meiner Gesundheit geschadet…! Soll ich dich auch anzeigen?

    Ihr müsst ja extrem leiden so den ganzen Tag! Hört ihr nur RaBe, schaut nie TV, lest keine Zeitungen, und läuft mit einer Brille rum, welche alles über 50cm ab Boden (z.B. Werbetafeln) ausblendet??? Die belästigen mich auch “ungefragt”, und ich bezahle sogar noch dafür (z.B. SRG-Konzessionen)! Es ist ja horrend, mit was für Megabrunz unsere Sinne den ganzen Tag ununterbrochen zugedröhnt werden, und da regt man sich über eine “Flohmarktwerbung” einer NGO auf, ich fasse es nicht!!!
    Wendet euch mal echten Problemen zu, empfehlenswert beispielsweise
    http://moritzleuenberger.blueblog.ch/

  13. Sehr geehrter Herr Jacomet

    1. eine bitte:
    Wir bitten Sie höflich, uns ein untrügliches erkennungstool für Ihr fahrrad zur verfügung zu stellen (z.B. bild plus vignettennummer), auf dass wir uns zumindest diesen einen zettel in zukunft sparen können. wir bitten sie dann aber auch, nicht neidisch bei den andern gepäckträgern zu glüüsslen, was dort draufsteht oder fremde zettel sogar zu klauen!

    2. ein angebot:
    wir suchen ständig werbefläche, die in der stadt herumsteht und herumfährt. der rahmenraum von (herren-)velos ist dafür optimal geeignet. gemäss gewerbepolizei ist ja dafür keine bewilligung nötig, und gebühren demnach auch nicht.
    ist ihr velo dafür geeignet? wenn ja, wie ist ihr ansatz, um ein jahr lang eine solche werbung spazieren zu führen?

    IG und DU Velo Bern
    tömu
    Verkauftragter für Velokassnahmen

    p.s.:
    der unterzeichnende hat übrigens auch schon solche zettel verteilt.
    er bediente aber immer nur jedes ZWEITE fahrrad.
    dies erstens um den “protest” und gwunder der nichtbedienten zu wecken (was vortrefflich klappt!), und zweitens allen werbefrusthaufen eine simple und gewissensbissfreie entsorgungsmöglichkeit zu bieten (was ebenso vortrefflich klappt).
    soviel noch zur ach so dummen marketingstrategie…

  14. schade. ihr hättet die möglichkeit gehabt euch hier zu entschuldigen aber stattdessen einen auf lustig machen und sich übers blog lustig machen ist keine sehr sympathische art. ich denke viele nerven sich aber tun nichts. wenigstens macht hier mal jemand etwas.

  15. griesgrämig ist nicht recht, lustig ist nicht recht. ok, ich höre besser auf. ich verstehe und entschuldige mich dafür, dass ihr euch nervt. aber drescht doch ebenso entschlossen auf der übrigen werbekakophonie herum.

  16. Danke ts ts ts für den Tip! Nur jedes zweite Velo bedienen spart 50 Prozent der Ressourcen oder erreicht wohl fast doppelt soviele potentielle Kunden. Selbstversändlich erreichen wir so auch doppelt soviele Sauertöpfe aus dem linken und rechten Lager. 15 Jahre verteile ich nun regelmässig im Frühling und Herbst das Dosenfleisch der IG-Velo, naiv wie ich bin dachte ich mir, es sei eine nette Dienstleistung. Wohl bekomms.

  17. @tiefflieger: Spam ist nie eine “nette Dienstleistung”. Egal, woher er kommt.

    @Einer “von der IG Velo” und Tömu (anhand der IP-Adressen als ein und die selbe Person oder zumindest am selben Compi hängend identifizierbar): Nachdem sich die Gemüter vielleicht etwas beruhigt haben, stelle ich mal frech fest – JA, sicher, die Welt hat weitaus grössere Probleme. Und doch finde ich schade, wenn ihr Spam-Kritiker als “Sauertöpfe” verunglimpft (danke für den Suppport, Nicole). Es ist immer falsch, sich am noch Schlechteren zu orientieren.

    Selbst wenn es der Mehrheit egal wäre (was wir nie werden messen können), dass ihr Flyer verteilt: Gerade Eure Klientel ist auch auf Fragen wie Konsumentenschutz, Abfallmenge etc. sensibilisiert. Glaubt ihr im Ernst, dass die meisten Leute glücklich sind, wenn sie Papier auf ihrem Drahtesel vorfinden? Und dann – selbst wenn sie die Botschaft cool finden – nicht als nächstes denken “hmm, wohin jetzt damit?” – Das wäre dann einfach bloss naiv.

    Tömu: Ich finds ja schon extremstens fortschrittlich, dass Du das Wort “Entschuldigung” in den Mund genommen hast. Ich nehme an, dass das dann die letzte Aktion dieser Art war?

    Natürlich dreschen wir ebenso auf den anderen Werbekakaophonien herum. Klar finden wir das meiste auch einen “Megabrunz”. Aber wieso müsst ausgerechnet Ihr da fröhlich mitschiffen?

    Wir hören heute auch nicht mehr Radio RaBe (Asche auf mein Haupt), sondern Info- und Konsumsendungen wie Espresso oder das gute alte Echo. Dazu sind wir süchtig nach allerlei Tages- und Wochenpresse. Die Konsum-Abteilung dieses Blogs ist voll von Geschichten rund um Spam, Adressmissbrauch, miesen KundInnendienst, Werbeschrott allenthalben. Schade, dass ihr da nun auch drin vorkommt. Aber bei so notorischen “Oh-nein-unsere-Aktion-war-kein-Spam-wir-sind-doch-so-lieb”-Sagern nützt leider oft nur diese Tour.

    Falls Du es wirklich nicht begriffen haben solltest (was ich eigentlich bezweifle, wir lassen Dich gerne noch ein wenig teupele süsch, gäu): Es ist fast schon unheimlich, wie Deine Aussagen denen von Schweizer Spammern gleichen, die ich vor ein paar Jahren in solche Diskussionen verwickelt hatte – in den Anfangszeiten des Spammings reagierten enttarnte Spammer noch und fluchten einen dann an wie Rohrspätze.

    (In Klammern: Inzwischen ist E-Mail-Spamming verboten… warum wohl? Und man darf dreimal raten, wird das Verteilen von Werbeflyern in ein paar Jahren noch erlaubt sein? Kaum.)

    Also, für alle, die es nicht begriffen haben und einen dann als griesgrämigen Totalverweigerer hinstellen wollen – nochmals Schritt für Schritt:

    Es gibt einen markanten Unterschied zwischen Werbung und Spam. Werbespots am TV, Werbeplakate, Firmenbeschriftungen selbst “illegal” gehängte Plakis (solange sie nicht Eigentum anderer oder der Stadt massiv beschädigen) sind OK. Kein Mensch wird dadurch aufgehalten, und die meisten Medien finanzieren sich teilweise durch Werbung – die ich nicht lesen muss, wenn ich nicht will, ebensowenig wie jemand auf meine Google-Anzeigen klicken muss. Irgendjemand putzt die Plakate dann weg -bezahlt mit unseren Steuergeldern (das sind Zentrumslasten, mit denen wir leben müssen).

    Der Spass hört da auf, wo der “Beworbene” selbst tätig werden muss, um das Unerwünschte loszuwerden, oder aufgehalten wird: Aufdringliche Corris-Jünglinge, im Bahnhof einem Gschänkli aufdrängende Berufslächlerinnen, Cablecom-Agents und Konsorten, Spam im Briefkasten, unerwünschte Massen-Emails, auf undurchsichtigem Adresshandel beruhende personalisierte Werbung, Nichtbeachten des Anti-Werbe-Sterns im Telefonbuch, Spam-Anrufe durch Computer oder Menschen (am liebsten am Samstagmorgen), sowie – richtig geraten – zum Beispiel Flyer auf dem Velo.

    Einmal mehr ein Gratistipp: Hängt doch Plakate auf – in den Velostationen, an Bauabschrankungen. Ruft Eure Mitglieder zu Mund-zu-Mund-Propaganda auf (aber nicht zu Massenmails, die meisten dann wohl noch mit offen sichtbaren Adressen). Legt Flyer an Orten auf, an der Euer Zielpublikum verkehrt. Das haben wir für RaBe in den 1990er-Jahre in stundenlanger Fronarbeit Monat für Monat gemacht. Aber seid so redlich und überlasst es den mündigen Leuten, ob sie ein Angebot wahrnehmen, einen Flyer mitnehmen – oder eben nicht.

    Du merkst: Das geht nicht nur an Euch, sondern generell an alle, die das Gefühl haben “hey, wir verteilen doch schnell mal dies und jenes unter Scheibenwischer, in Briefkästen, unter Velogepäckträger”. Alles, was ihr dadurch erreicht, ist ein schnelleres Verbot solcher Methoden.

    Also lasst die klassischem Methoden der Spammer sein (einfach mal überall verteilen, die meisten werden schon auf den Mund hocken). Da seid ihr bei vielen an der falschen Adresse – und ich bin überzeugt davon, dass es vielen so geht. Die wenigsten haben dann aber die Musse, sich zu beschweren – wir tun’s.

    Ich habe mich soeben als Mitglied der IG Velo eingeschrieben. Vielleicht werden meine Argumente als zahlendes Mitglied ja mit etwas mehr Wohlwollen entgegen genommen. Und ich kann mich besser einbringen, wenns drum geht, wo sich die IG Velo hauptsächlich einsetzen soll – nämlich nicht beim Spamming (keine Sorge, bei der Velobörse werdet ihr mich mein ach so verdammt griesgrämiges Gesicht eh nicht sehen – ich hab bereits einen wunderbaren Koga Miyata Tourer, mit dem ich sehr zufrieden bin), sondern Sachen, wie sie hier beschrieben sind, der verstellten und velostreifenfreien Altstadt, den zu teuren gedeckten Abstellplätzen, dem Veloparkplatzmangel, nie weggeputzten Scherben usw usf. Hier gebe ich Dir – wie auch in vielem anderem, was Ihr tut – sehr Recht.

    Aber wenn ihr nicht mit Kritik umgehen könnt, die auch mal ein wenig pointiert daherkommt, und sogar mal einen Fehler zugeben – dann lehnt meinen Antrag auf Mitgliedschaft lieber ab.

    PS: Eine ehemalige grüne Kantonalpolitikerin entschuldigt sich soeben via E-Mail für den Klimagipfel-Spam. Angenommen! – Und es dürfte selbstredend sein, dass wir dem Klimagipfel ebenso wie der Velobörse einen gigantischen Erfolg wünschen.

  18. Vorschlag an die IG-Velo: könnt ihr bei den Anbietern von Fahrradhaftpflichtversicherungen bitte vorstellig werden damit es Vignetten mit Stern und ohne Stern, anlog dem Telefonbuch zu kaufen gibt. Euer Experte

  19. PS: “Experte” und “tiefflieger” sind anhand der hinterlassenen Daten mit grosser Wahrscheinlichkeit ein und die selbe Person. Liebe IG-Velo-Leute oder -Sympathisanten oder was auch immer… etwas phantasievoller bitte.

    Benützt doch einfach das WLAN der Nachbarn (=andere IP-Adresse) und gebt etwas unterschiedlichere Mailadressen an, wenn ihr eure verschiedenen Persönlichkeiten etwas intelligenter getarnt zum Besten geben wollt. Das war schon der dritte Gratis-Tipp heute, whow!

    Oder sagt einfach öffentlich “sorry, tut uns leid, wir tun’s nie wieder” – dafür ist es nie zu spät, ich hab hier im Blog auch schon extrem tappige Fehler eingestehen müssen. Das gehört zum Leben, und wenn man sich nicht immer allzu ernst nimmt, lacht man drüber. Aber verschont uns mit den ach so lustigen zynischen Vorschlägen und öffentlichen Selbstgesprächen.

    Tömu? Noch da?

  20. Übrigens: Der Tömu mailte mir gestern noch privat, dass die Post sich von unfrankriert eingeworfenen Sendungen auch zugespammt fühle und diese wegschmeisse. Diese Art der Reaktion sei also sinnlos.

    Das stimmt nicht: Gemäss soeben erhaltener telefonischer Auskunft der Post müsse sie solche Sendungen zustellen, der Empfänger bezahle dann das Porto. Alle Werbegeplagten können also aufatmen – das mit dem “Spammer durch retour-refusé ärgern” oder “unfrankiert einwerfen” klappt. Die Anname kann zwar verweigert werden, aber wenn eine Zweitadresse fehlt, muss fast der Spammer bezahlen.

    Also an alle: Ab in den nächsten Briefkasten mit jeglichem Spam aller Art – dann hört diese Plage sehr schnell wieder auf!

    Beim politischen Vorstoss bleiben wir dran – wäre ja gelacht, wenn wir es “nur” schaffen, dass die Migros einen aus dem Sortiment gekippten Sirup wieder einführt, aber Spamming in Bern erlaubt bleibt…

  21. Ich erwarte von einer “IG Velo” (Interessengemeinschaft!), dass sie sich für das Wohl der Velofahrenden einsetzt und solche unerwünschten Aktionen verhindert und nicht noch unterstützt.

  22. Ja, Andi, wenn da selbst die IG Velo (von der ich eigentlich dachte, sie sei für Umweltscshutz und nicht für Wegwerfpapier) solch wilde Plakatierungen unterstützt, dann weiss ich auch nicht so recht, ob ich noch “grün” wählen soll. Wenn ich nur schon denke, was der Druck dieser Handzettel gekostet haben dürfte…
    Aber: An meinem Briefkasten klebt seit Jahren ein Zettel “Keine Werbung bitte”. Der erste wurde abgerisen, der zeite auch, und der dritte ist noch dran. Werbung aber habe ich trotzdem, manchmal denke ich, dass diese Werbebotschaft-Verträger einfach nicht lesen können – und daher auch nicht wissen, welchen Mist sie vertragen.

  23. Danke, Mössjö Kritiker aka ghost.

    Die IG Velo ist wirklich herrlich: Im Velojournal (auf das sich Neumitglied Jacomet sehr freut, vielleicht kann er sich da ja auch mal als Schreiberling nützlich machen) ist hier zu lesen: “Auch wenns der Kultur dient: Der Plakat-Wildwuchs birgt Gefahren für alle” – da sagen wir doch mit gleichem Recht: “Auch wenns von unserer Seite kommt: Der Flyerwildwuchs nervt die meisten!”

    Betreffend “Zupflasterung des öffentlichen Raumes” hat JacoBlök auch schon einen Beitrag verfasst. Lustig ist einfach, dass die Zupflasterungs-Kritiker die eigenen Zupflasterungen völlig in Ordnung finden. Ein Phänomen, das man leider in linken Kreisen oft findet: “Wir haben Recht, und unsere Ansichten rechtfertigen alle Methoden.” Schade!

    Was ist so schwer dran, Fehler einzugestehen und sich zu entschuldigen?

    Wir bleiben dran – als Linke ohne ideologische Scheuklappen. Grad gestern an unserem Teamabend hab ich ein paar velofahrende KollgeInnen gefragt, wie sie zu solchen Aktionen stehen. Niemand (!) fand das in Ordnung, im Gegenteil. Der Tenor: Man nervt sich generell über Werbung am Velo. Egal, von wem. Auch in Deutschland übrigens.

  24. Als langjähriges IG Velo – Mitglied habe ich seinerzeit auch die eine oder andere originelle Aktion mitgemacht. Aber Velofahrer anspammen, das gab’s damals nicht. Naja, von einer Organisation, die neuerdings in ihrer Zeitschrift Werbung als “Herstellernews” kaschiert, ist wohl nichts anderes zu erwarten. Da überlegt man sich glatt den Austritt.

  25. Also: mich nervt jedwelche Werbung (Nokai, Pizzakuriere, Velozöix etc.) auf, an und vor allem IN meinem Fahrrad. IN? Wie soll das gehen? Ich kann das veranschaulichen: Mein Fahrradkörbchen hat grosse Öffnungen im Gitter – und, Ihr ahnt es schon, da hindurch ist ausgerechnet der Flyer der IG Velo rausgeflattert. Und wohin? In die Übersetzung am Hinterrad… Gab ein lustiges Geräusch und schwarze, klebrige Finger. Was hab ich mich darüber gefreut!
    “Die dusslige Kuh soll sich doch achten, was in ihrem Korb ist und nicht einfach losradeln” denkt sich jetzt vielleicht der eine oder die andere. Doch, genau das möchte ich. Und niemehr Werbung der IG Velo.
    (IG? Wofür steht diese Abkürzung .. ähem “Ignorante Guerrillas” vielleicht?)
    Wie auch immer: Heute nehme ich den Schirm und geh zu Fuss. Ob mir wohl jemand einen Flyer an die Schirmspitze steckt? Ist darauf schon wer gekommen? Ob ich diese Idee patentieren lassen sollte?

  26. Handzettel-Verteil-Aktionen sind grundsätzlich Müll, auch wenn sie von der IG Velo durchgeführt werden. Denn, liebe umweltliebende Velofahrer – was ja an sich ganz toll ist – nach eurer Rechnung ärgern sich 50 Prozent der “Verzettelten” über eure SPAM-Aktion. Wenn davon 50 Prozent aus Wut über die ungewünschte Werbung den Flyer einfach wegschmeissen, gibt das eine veritable Sauerei.
    Aber soweit wird eben nicht gedacht. Ebensowenig daran, dass solche Papieraktionen den einen oder anderen Velo-Blackout auslösen – et voilà, schon haben wir den Bärendienst. Die Sympathiepunkte rutschen definitiv in den Keller, wenn schliesslich selbst ernannte IG-Velo-Offizielle neben dem Papier- noch so viel elektronischen Müll von sich geben, nur um die eigene Sch… schön zu schreiben und berechtigte Kritik herabzuwürdigen. Eine einfache Entschuldigung wäre das Richtige gewesen – aber die IG Velo ist für alle da, auch für jene, die offenbar geistig nie über das Stützredli-Alter hinaus gewachsen sind…

  27. Auf die schwarze Velo-Spammerliste kommen neu auch Wing-Tsun (Kampfsport, Training), die Lufthansa und die Sportbörse. Bei der Lufthansa kann man sich von mir aus noch streiten, ob Velosattel-Regenschütze OK sind… von mir aus, naja, aber ich hab selbst schon einen – und allzu viele Velofahrende dürften auch nicht für eine Fluggesellschaft werben wollen.

    Heute Donnerstag am Bollwerk – die Lufthansa hat ganze Arbeit geleistet:

    Spam von der Sportbörse, die unerwünschte Werbung für eine Velobörse in Niederwangen verteilt – nach dem Dauerregen fühlt sich das völlig durchgeweichte Papier echt eklig an:

    Spam schön vereint: Nasse Klimagipfel-Flyer, Lufthansa-Sattelschutz, Sportbörsen-Spam:

    Fazit: Das Velo an einem öffentlichen Ort abzustellen führt zu grossem Ärger. Wer unternimmt etwas gegen Velospam? Auf unsere Interessenvertretung können wir uns bei diesem Thema ja offenbar nicht verlassen.

    PS: Wie Velospam nach einigen Tagen mit Regen aussieht – “Sachbeschädigung” liegt da doch schon recht nahe.

    PPS: Auch nach einer Woche liegen in der ganzen Stadt noch die Nokia-Anhänger rum. Schickt die Stadt eine Rechnung nach Finnland? Oder gelangt die Gewerbepolizei womöglich doch noch zur Einsicht, dass dieser Mist verboten werden könnte?

  28. Uiuiui, da sind ja ganz viele böse auf die IG Velo.

    Uns (der IG Velo also) waren solche Protestwellen bislang unbekannt. Aber vielleicht findet die lancierte Diskussion ja im Vorstand Fortsetzung (ich habe jedenfalls alle mit dem Blök-Link bespämt…). Ich kann aber sicher nicht stellvertretend und im voraus bestätigen oder dementieren, dass solche Werbeaktionen nicht wieder vorkommen.
    Wie gesagt, mir persönlich tut es leid, dass sich Velofahrende deswegen aufregen mussten.

    Ferner habe ich meine Äusserungen zwar vor dem Hintergrund als Vorstandsmitglied gemacht, aber natürlich ohne jegliche Absprache mit Vorstand oder Präsident. Wer eine offizielle Stellungnahme/Begründung/Entschuldigung der IG Velo Bern wünscht, kann eine direkte “normale” Anfrage an unsere offizielle Geschäftsstelle richten (bern@igvelo.ch).

    Nun, es freut die IG Velo sicher, dass Du, Andi, trotzdem als Neumitglied gemeldet hast. Wache Geister sind sehr gefragt (da wir “Alten” vom Spamverteilen schon ganz zugedröhnt sind).

    Etwas hat mich aber sehr erstaunt: Zitat von Andi: “Bei der Lufthansa kann man sich von mir aus noch streiten, ob Velosattel-Regenschütze OK sind… von mir aus, naja…”
    Es ist ja interessant, dass Andi trotz fundamentaler Ablehnung von Werbung auf dem Velo bereit ist, nach dem möglichen Verwendungszweck des Trägermaterials zu differenzieren. Dies auch wenn wie im Fall der Sattelschoner sowohl das Material (meist PVC, öppe no made in China?!) wie auch die beworbene Dienstleistung (Flugzeugfliegen) im höchsten Grade unökologisch sind!
    Auch nicht ganz konsequent, gell mein Lieber.

    Oder darf die IG Velo nächstes Mal mit der Gnade der Bloggergemeinde rechnen, wenn sie statt Papier Polyvinylchlorid verteilt?
    Bei diesen inflationär verteilten Sattelschonern erwacht bei mir natürlich der doppelte Widerspruchsgeist! Wenn ich meinen Sattel vor Nässe bewahren will, stelle ich den Göppel an den Schärmen oder recycle eine etwas umweltverträglichere Polyäthylentragtasche.

  29. Uns (der IG Velo also) waren solche Protestwellen bislang unbekannt. Aber vielleicht findet die lancierte Diskussion ja im Vorstand Fortsetzung.

    Danke für Deine Reaktion und das Weiterleiten. Das hoffe ich als frischgebackenes Mitglied (40 Stutz heute einbezahlt) doch, dass der Vorstand drüber spricht – und auch, dass die Diskussion ergibt, fortan keine solchen Aktionen mehr durchzuführen. Mir fällts ja auch nicht leicht, Gesinnungsgenossen und Auftraggebern an den Karren bzw. das Velo zu fahren. Aber aus den genannten Gründen musste es hier einfach sein. Ich war froh, dass ich offenbar nicht der einzige war, der sich genervt hatte.

    Es ist ja interessant, dass Andi trotz fundamentaler Ablehnung von Werbung auf dem Velo bereit ist, nach dem möglichen Verwendungszweck des Trägermaterials zu differenzieren. (…) Auch nicht ganz konsequent, gell mein Lieber.

    Nein, schon nicht ganz, das gebe ich gerne zu. Aber ich bleib dabei: Trotz der Umweltschädlichkeit des Materials (und auch wenn ich genau gleich wie Du andere Mechanismen gegen den Regen habe) ist ein Sattel-Regenschutz für viele ein nützliches Accessoire. Immerhin erschien mir dieses Teil sogar einigermassen stabil zu sein, keine Billigstware. Fazit: Mehrfach verwendbar, im Gegensatz zu einem Flyer nützlich – enthält aber Werbung, kam mit Spammermethode. Unter dem Strich: Neutral…

    Die Gewerbepolizei bestätigt übrigens via Mail leider, was zu befürchten war:

    “Wie bereits Herr Heeb informiert hat, ist diese Werbeaktion nicht bewilligungspflichtig. Es besteht seitens der Gewerbepolizei auch keine gesetzliche Grundlage, welche ein solches Vorgehen verbieten würde, bzw. unter Strafe stellt.”

    Da muss also tatsächlich die Politik ran. Grad heute am Radio gehört: Als man Wahlkampf-Vorschläge für den fiktiven DRS3-Kandidaten einsenden konnte, gab ein Aargauer den Tipp, er solle sich gegen die ungeheure Werbeflut einsetzen, da seien ihm Stimmen sicher. Wir sind also ganz nicht alleine. Das gilt nicht für für Velospam, sondern auch für viele andere Arten der Belästigung.

  30. Bei uns hängen grosse Werbeplakate rum mit einem Link auf die “Kein Schwein gehabt” -Website. Die müssen ja ziemlich viel Kohle für ihre Kampagne haben.

  31. Und schon wieder! Wenn ich irgend einen dieser spammenden Jungs von der Sportbörse Niederwangen in flagranti zwischen die Finger bekomme… der kann was erleben und wird vermutlich nie wieder so einen Zettel-Spam-Job ausüben:

    Velospam von der Sportbörse Niederwangen (November 2008)

  32. In Berlin müssen Verteiler gleich schon nachweisen, wer die Kosten für den müll trägt!
    Gar keine schlechte Idee oder?
    Alles Gute aus Berlin!!!

  33. Aha, da nimmt nach über drei Jahren endlich jemand das Thema auf – u.a. auch die SonntagsZeitung und persoenlich.com.

    Besonders erfreulich: “Die Velosattel-Werbung ist tatsächlich illegal. “Auf öffentlichem Grund sind solche Guerilla-Werbeaktionen verboten”, sagt Marco Bisa, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich. Und: Jeder Bürger, der sich davon belästigt fühle, könne Anzeige erstatten.”

    So wird Velospamming jeglicher Art – ob Flyer oder Sattelpariser – nun hoffentlich endlich aufhören, egal aus welcher Ecke es stammt.

  34. Heute habe ich im Marzili einen Velospammer auf frischer Tat ertappt:

    Er fand, das sei für einen guten Zweck (Testferien in Äthiopien) – wir finden: Spam ist Müll, egal ob von der SVP im Briefkasten (die Bögen kann man immerhin leer zurücksenden) oder von “netten Menschen” auf dem Velo. Nichts, aber auch gar nichts, heiligt es, unerwünschte Drucksachen grossflächig zu verteilen.

    Der Spammer liess sich leider kaum beeindrucken und verteilte seinen Müll weiter.

    Natürlich sah es nach dem Aareschwumm so aus auf dem Veloparkplatz:

    Fürs Aufräumen sind sich die elenden Velospammer aber natürlich zu schade – Hauptsache, sie sind ihren Mist los. Und natürlich gilt: Wer spammt, wird boykottiert.

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