Silvester vor 30 Jahren

In der Nacht auf den 1. Januar 2010 erinnerte ich mich plötzlich daran, dass ich den Silvester vor 30 Jahren ja im genau gleichen Sedruner Zimmer verbracht hatte.

Beim Jahresübergang 1979/80 war ich enttäuscht, dass das UNO-Jahr des Kindes zu Ende ging (was immer eine perfekte Ausrede für alle möglichen Streiche war), wir spielten Mikado und hörten Radio 24, u.a. mit “Video Killed The Radio Star” von den Buggles und offenbar einem “Musikwettbewerb” – als Primarlehrerin Barbara Buser uns bat, ein prägendes Erlebnis aus den Weihnachtsferien ins Zeichnungsheft zu malen, war der Fall klar:

Aus dem Primarschul-Zeichnungsheft: Mikado spielen und fasziniert Radio 24 hören am Sylvester 1979/80

Radio 24 sendete damals bekanntlich als frisch geborener Piratensender vom italienischen Pizzo Groppera aus. Zum Glück waren in Sedrun wir knapp neben dem gebündelten Strahl des stärksten UKW-Senders der Welt, Schawis Radio 24 und die grosse Sendeantenne waren von 1980 bis 1982 meine grosse Liebe – wie man im Zeichnungsheft sieht, kamen damals auch die ersten Caran d’Ache-Gold- und Silber-Stifte auf den Markt, das war der Hammer:

Aus dem Primarschul-Zeichnungsheft vom Januar 1980: Die Radio24-Antenne auf dem Pizzo Groppera; Test der neuen Gold- und Silberstifte

Ab dem Sommer 1980 zeichnete ich dann auch einige Stunden des Piratenradios auf – einige Ausschnitte sind hier anhörbar.

Zurück in die Gegenwart: Heute war endlich der wolkenlose Skitag, auf den wir seit langem gewartet haben…

Skilift Alpsu (Oberalppass), 3. Januar 2010

Abendstimmung nach einem genialen Skitag im Skigebiet Sedrun, 3. Januar 2010

… er endet allerdings betrüblich. Dass die Rega im Einsatz einen Arzt verliert, ist höchst selten. Mein Vater hat in seinen 24 Rega-Jahren etliche Lawinenrettungen mitgemacht – in solchen Augenblicken bin ich umso dankbarer, dass ich heute mit ihm Skifahren durfte.

2 Kommentare

  1. Mein Beileid den Angehörigen und mein grösster Respekt den selbstlosen Rettern der Rega!

    Mich stimmt es immer wieder traurig wenn sich Menschen in solch prekären Situationen auf Touren begeben und Andere dadurch gefährden. Vor allem dann, wenn Dritte, Opfer dieser unüberlegter und egositischer Aktionen werden.

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