Nach 24 Jahren zurück in Sopron

Die längste Zeit in Westungarn verbrachte ich in den späten 1970er-Jahren, das letzte Mal war ich 1987 in der Stadt meiner Grosseltern.

Nur schon der Grenzübertritt hätte nicht anders sein können: Heute einfach durchgebraust, damals jedesmal auseinandergenommen – unvergessen, wie mir als Kind jeweils eingetrichtert wurde, den Mund zu halten, wenn ein Grenzer in der Nähe ist. Was mich natürlich nicht daran hinderte, die Bemerkung “warum darf ich nicht sagen, dass in meinem Teddybär eine Flasche Pálinka steckt?” fallen zu lassen, was zu einem Chor von “pscht!” führte. Den eisernen Vorhang passierten wir dennoch stets problemlos.

Dass man ein paar Jahre später einfach so rüber fährt und dass ich heute mit einem Bekannten das Glas hob, der bei einem Fluchtversuch von einer Tretmine verletzt wurde, führt die Absurdität totalitärer Regimes wieder einmal auf tragische Weise vor Augen.

Es war heute aber dennoch wie das “richtige” Heimkommen nach dem Besuch in Budapest vor einem Jahr. Familienanschluss, wie wenn das Vierteljahrhundert nie stattgefunden hätte. So schön!

Jutka hat köstliche túróstészta (mit viel töpörtyű) und káposzta gekocht, töltött csirke steht morgen auf dem Programm, und die mogyorós torta ist… naja, in allerhöchstem Masse süchtigmachend!

Sopron, Oktober 2011

Da half auch ein kleiner Verdauungsspaziergang durch die Stadt nichts: Ich werde wieder mal schwerer aus dem Osten heimkommen. Grund: Edd, finom! Van ám még!

Sopron, Oktober 2011

Sopron, Oktober 2011

Sopron, Oktober 2011

Sopron, Oktober 2011

Sopron, Oktober 2011

Sopron, Oktober 2011

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