GPRS im Ausland: Achtung Abzocke – Sunrise immerhin mit gutem Kundendienst

Ohne Überraschungen...? Na ja...

Ohne Überraschungen? Na ja – wenn man vergesslich ist, gibts sehr böse Überraschungen. Vor unserer letzten Reise nach Berlin vergass ich im Trubel, die Option “global” meines Sunrise-Abos zu aktivieren. Das endete mit einem kleinen Schock, zumal ich wegen der vielen gesicherten WLANs ab und zu mal via GPRS bloggte und mailte…

Pure Abzockerei: 15 Franken pro Megabyte bei vergessener Sparoption! (Juni 2008)

… und für läppische 15 Megabytes sagenhafte 200 Stutz hätte abdrücken müssen.

Hier fragt sich allerdings mit Fug und Recht: Was in aller Welt berechtigt einen Telekomanbieter, für ein mickriges Megabyte (jedes Bild aus einer gängigen Digicam ist grösser) 15 Franken zu verlangen? Das stinkt arg nach Abzocke (Stichwort: iPhone…). So hatte denn auch Orange kürzlich ein Einsehen und senkte die Preise.

Aber auch 8 Franken pro MB sind immer noch viel zu viel. Hat man es schlicht und ergreifend auf die Vergesslichen und Reichen abgesehen, die solche Rechnungen ohne zu Murren bezahlen? Mit der Option “global” hätten die Berliner Datengebühren immerhin nur 50 statt 200 Franken betragen, zuzüglich 9 Franken Grundgebühr.

Naheliegend: Wieso werden einem nicht automatisch die theoretisch möglichen günstigsten Tarife verrechnet? Wieso werden die Optionen nicht einfach aktiviert, sobald es sich lohnt – und der Kunde bekommt ein entsprechendes SMS vom System? Orange hat mit “Optima” ein solches Preismodell.

Ich hatte als an sich zufriedener Sunrise-Kunde nicht vor, nur wegen einer vergessenen Option 150 Franken in den Sand zu setzen. Am Telefon hiess es, ich müsse einen Brief schreiben, aber ich solle mir nicht zu viele Hoffnungen machen. Super: Da werden einem ständig Angebote für Gratishandys gemacht (weil man “doch so ein guter Kunde” sei), für die man keine Verwendung hat – und wenn man die Jungs dann wirklich braucht…

Anyway – es war schlussendlich mein Fehler, völlig klar, also erwartete ich nichts und schrieb die Kohle ab. Nach rund einem Monat (ich unterlasse angesichts des Resultates kritische Bemerkungen zur Dauer) dann doch der erlösende Anruf: Die Kosten werden zurück erstattet, da ich schliesslich früher immer brav die internationale Option aktiviert hätte.

Danke, Sunrise – das nenn ich kulant.

Unerwartet kulant: Sunrise-Gutschrift (Juni 2008)

Also nicht vergessen, liebe Ferienreisende: Vor der Abreise Combox abstellen und die für Sie besten Sparoptionen aktivieren. Sunrise schenkt den Abo-KundInnen diesen Sommer – bei Anmeldung bis 31. Juli 2008 – zwei Monate Grundgebühren für die Option “global”.

Bialas vacanzas!

2 Kommentare

  1. Aus meiner Erfahrung sind die Firmen die sang und klanglosen Bezahler der Abzocken. Meistens heisst es, dass die Telekom Leistungen aus einer Hand bezogen würde, damit alles billiger werde. Der Tarif, von welchem der Rabat errechnet wird ist aber überrissen.

    Ein anderes Beispiel von Telekomabzocke kenne ich aus den USA. Als wir in unsere Wohnungen zogen, meldeten wir uns alle bei Verizon an, wo auch ein Longdistanceservice angekreuzt werden konnte. Die meisten merkten aber nicht, dass man sich bei diesem Service (AT&T, etc.) auch *anmelden* musste. Diejenigen, die das vergessen haben => Cal-ba-call-Tarif => 800 USD für paar Gespräche nach Hause. Angemeldete bezahlten vielleicht 30 USD!

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