Gebt uns die Handtücher wieder!

Nach dem Moblog ists wieder mal Zeit für einen Motzblog. Seit uns die SBB das gute alte Bahnreisegefühl genommen und uns geschlossene WC-Systeme gegeben hat, bei denen man nicht mehr aufs Gleis runter sieht – was viel weniger spannend ist als so ein ordinäres flugzeugmässiges “pfswtsch” beim Spülen – wurden auch die Papierhandtücher ersetzt: Durch einen elektronischen Händebebläser.

Was natürlich viel weniger effizient ist als Papier – auch wenn es sich wie Zeitungspapier anfühlte: Immerhin waren nachher die Hände trocken, was man vom Schmierhändereiben unter dem mässig warmen Luftstrahl nicht wirklich behaupten kann. In den meisten Zugstoiletten findet man daher auf den kultigen Sapor-Seifenspendern (die klickernd so ein Seifenpulver ausschütten, das einem während des Händewaschens in der Nase beisst) eine Ersatzrolle WC-Papier, die man dann auch zum Händetrocknen benützt:

Improvisierter Händetrockner auf Sapor-Seifenspender, in einem IC der SBB im Juli 2006

Zumal man für effizientes Abrollen die Rolle immer auch mit den Nassen Händen berühren muss, ist das Ding nach längerem Gebrauch meistens auch schon recht aufgeweicht: Yummie! Und Soft-WC-Papier ist bekanntlich nicht zum Händetrocknen gemacht worden; Papierfüseli bedecken bei unsachgemässem Gebrauch nachher die Hände. Geheimtipp: Abtupfen statt Reiben. Da hätte man schon lieber den DDR-mässigen Viertelkarton, der einem dafür andere Körperteile zermarterte.

Liebe SBB: Endlich Rauchverbot auch auf den Perrons einführen – und die Papierhandtuchspender wieder anschrauben.

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