Fussgängerstreifen: So einfach wärs!

Wie viele Menschen müssen eigentlich noch auf Fussgängerstreifen sterben, bevor über echte Massnahmen nachgedacht wird?

Ich meine nicht “weiche” Massnahmen wie Beleuchtung oder Signalisation. Nein, ich meine Hardware, die Rasern ihre Karren kaputtmacht, wenn sie zu schnell rüberbrettern.

Bauliche Massnahmen, die a) zu schnelles Fahren generell verhindern und b) Schritttempo bei Fussgängerstreifen schlicht erzwingen.

Und bevor nun alle ach so freiheitsliebenden Einschränkungs- und Verbotsfürchter Zeter und Mordio rufen: Genau, Mordio – Mörder im Geiste seid ihr, wenn ihr euch mit Massnahmen begnügt, die offenbar nichts bringen. Und auch grad, wenn ihr zu den 98 NationalrätInnen gehört, die heute “Nein” gestimmt haben.

Es wäre ganz einfach, ein Blick über die Grenze genügt. In vielen französischen Gemeinden sind die Fussgängerstreifen erhöht, wie hier in Seillans:

Erhöhter Zebrastreifen in Seillans (Var)

Wenn alle hundert Meter so ein “Bump” kommt, rast niemand mehr – weil sein Gefährt schon nach einer Passage arg lädiert aussähe. Natürlich nervt man sich als Autofahrer bisweilen über die “Schikanen”, ich auch – aber das ist völlig egal, es geht hier um Menschenleben und Schwerverletzte.

“Freie-Fahrt”-Irre und Zögerer, die ensthaft gegen solche wirksamen Massnahmen sind, sollen doch am besten grad mal ihr Billett abgeben oder ein, zwei Tage mit den Familien der Opfer verbringen.

Oft befinden sich an französischen Dorfeingängen zusätzliche Geschwindigkeitsreduzierer, wie hier in Bargemon:

Bump am Dorfeingang von Bargemon (Var)

Einfachste Methoden gegen Schnellfahrer – gut, für eine hundertprozentige Wirksamkeit müsste Innerorts alle hundert Meter so ein Ding stehen, aber ein paar permanent eingeschaltete Blitzgeräte (oder die neuen Dinger, die die Durchschnittsgeschwindigkeit messen) tun’s vielleicht auch.

Also: Alle neuen Schweizer Zebrastreifen werden ab sofort erhöht gebaut, vor die gefährlichsten bestehenden kommen in den nächsten Wochen (bis zu definitiven Teer-Erhöhungen) die Billigvarienten hin – in die Strasse schraubbare Kunststoff-Bumps wie hier im Zentrum von Milano:

Bump vor Zebrastreifen in Mailand

Und vermutlich kommen die Idioten, die in den letzten Wochen FussgängerInnen um- oder totgefahren haben, jeweils auch noch mit einem “Bedingten” weg. In solchen Augenblicken könnte man nur noch schreien.

Ehrlich: Wer nun hier Kommentare hinterlassen will, wie bescheuert meine Idee sei, oder “dass halt Fussgänger eben auch aufpassen müssen”, oder “wer den Vortritt halt erzwingt…”, soll sich doch am besten (nachdem er sich vorgestellt hat, wie sein Partner oder seine Tochter 20m weit durch die Luft geflogen und auf dem Asphalt aufgeknallt ist) prophylaktisch gleich selbst die Fresse polieren.

19 Kommentare

  1. In einem Artikel, welcher den Unfall in Täuffelen BE beschreibt, erkennt man eine “Nicht-Standard” Situation. Der verursachende Fahrer leitete ein Überholmanöver ein – er hätte wahrscheinlich auch mit einer Schwelle, mehr Licht oder was auch immer ein “Blackout” gehabt. Schlicht, weil er sich über die Anhaltepflicht ärgerte. Hier jetzt nach Sippenhaft zu schreien, finde ich etwas “überregelt”.

    Auf der Schiene hat das Schienenfahrzeug Vortritt. Auf dem Fussgängerweg ists die Fussgängerin. Auf der Strasse haben Strassenbenützer vor den Strassenquerer Vortritt. Jede andere Regel steht quer in der Landschaft und fördert falsche Sicherheit und Ärger. Mit obigem Ausgang.

    Ich wünsche mir nichts sehnlicher zurück, als die Zeit, als man als Fussgänger wartete und mit der Autofahrerin visuell kommunizierte.

    “Chunnt nüt, chunnt nüt, chasch ga”. Bitte auch in Zukunft.

  2. Ich bin sicher, dass das Wissen um “Bumps” auch Überholmanöver verhindern würde – weil schlicht das Auto kaputt wäre. Ja keine Rückkehr zum alten Modus – sondern mehr Schikanen auf der Strasse! Es ist ganz einfach: man fährt so, dass man jederzeit anhalten kann, sonst lässt man das Auto stehen. Flächendeckend 30 innerorts mit sehr vielen Kontrollen wäre auch hilfreich.

  3. Die erhöhten Fussgängerstreifen sind auf den ersten blick eine gute Idee. Bei genauerem hinschauen zeigen sich aber einige Probleme. In Frankreich zum Beispiel haben Einsatzfahrzeuge der Ambulanz, Feuerwehr oder Polizei wenig Freude an der erzwungenen Langsamfahrt. Da stirbt halt schon mal der eine oder andere im Feuer oder am Infarkt.
    Schwellen und Hindernisse tragen zur Verkehrssicherheit nur wenig bei. Sie belästigen oft bloss die korrekt fahrenden. Die Raser hingegen stören sie kaum. Die enorm rückgängigen Unfallzahlen im Strassenverkehr seit den 1970-er Jahren „beweisen“ die Richtigkeit der bisherigen Massnahmen.

    liebe Grüsse vom Muger

  4. Nach 1300km in Spanien, ebenso ein penetrantes Schwellen-Land, weiß ich dass Mietautos nicht kaputt gehen, wenn man schnell über Schwellen fährt. Ok, es war ein französischer Kleinwagen. Vielleicht sind deutsche Limousinen anfälliger und fallen auseinander, bevor sie in den Fussgänger einschlagen.
    Andi, niemandem ist mit Schwellen geholfen, wenn einem die Sicherungen durchbrennen.

  5. Brennt ein Fussballfan im Stadion eine Fackel ab, dann ist das ganze Volk in Aufruhr. Lebenslänglich einsperren sollte man “die”. Breitgewalzt wird das Thema in allen Medien, von der Politik werden dagegen Massnahmen ergriffen. Poliert ein besoffener Ausländer im Ausgang einem Schweizer die Fresse, ja, dann sollte man “die” alle ausschaffen.

    Was passiert, wenn wöchentlich 2-3 Fussgänger durch Autos getötet werden? Nichts! Gut, von unserem bürgerlichen Parlament habe ich nichts anderes erwartet… Der Pöbel schweigt zu diesem Thema. Weshalb? Weil jeder von denen ein potenzieller Täter ist, der besoffen oder SMS-schreibend mit seiner lärmenden und stinkenden Karre unachtsam durch die Landschaft düst.

    Sehr guter Beitrag übrigens, Andi. Habe ich sachlich genug diskutiert?

  6. Nach 1300km in Spanien, ebenso ein penetrantes Schwellen-Land, weiß ich dass Mietautos nicht kaputt gehen, wenn man schnell über Schwellen fährt.

    Dann würde ich mich an deiner Stelle aber ein bisschen schämen. Die Schwellen haben einen bestimmten Zweck und sind nicht zum Spass oder schnell drüber fahren da. Allerdings kann man über die Franzenschwellen kaum schnell fahren. Die spanischen sind vermutlich ein wenig Chinderlizüx.

    Andi, niemandem ist mit Schwellen geholfen, wenn einem die Sicherungen durchbrennen.

    Dann vielleicht nicht – aber das mit dem Durchbrennen ist in den wenigsten Fällen das Problem. Wenn das Volk mal ein wenig schwellenkonditioniert ist, brennen auch weniger Sicherungen durch.

    Die Autos sollen auch nicht zerstört werden, bevor sie jemanden auf die Haube laden, sondern der Verkehrsfluss soll möglichst verlagsamt werden.

    @Role: Wir sind zwar einer Meinung bei diesem Thema, aber anonym kommentieren ist trotzdem saudoof.

  7. Genau wegen durchgebrannten Sicherungen geht die olle Diskussion jetzt aber wieder von vorne los! Man sollte Augenmass bewahren!

    Nein, ich muss mich nicht schämen. Technisch gesehen arbeiten Autostossdämpfer imho besser, wenn man schneller ( 50>x>40 km/h ) fährt. Mit 25 drübereiern ist hingegen nicht schön. Und in einem (spanischen) Dorf viermal auf Schritttempo bremsen und wieder anfahren hat nicht viel mit Verkehrs”Fluss” zu tun, hingegen aber mit Lärm, Zeit, Verschleiss, Abgas etc. Besonders, wenn auch Transit LKWs durchs Dorf rollen. DA würden mir als Nichtschwellenkonditionierten die Sicherungen auch durchbrennen.

    Natürlich bewegt sich im ganzen Dorf zur Siesta kein Knochen (über den Streifen). Aber was tut man nicht alles, um andere davon abzuhalten, Dritten Leid anzutun. Ein tolles Gefühl. Mehr Schwellen!

    Unsere Milchlaster würden in Spanien nur noch Käse abladen. Man sieht, die Idee ist fertige Chäs! Ich persönlich ziehe aber jedes Schwellenmätteli einem Schwellensträsseli vor!!

  8. Ich bin eigentlich dagegen, “Augenmass zu bewahren”, wenn es um eine relativ einfache Möglichkeit geht, Menschenleben zu retten. Und schon gar nicht möchte ich nun Diskussionen darüber führen, wie sinnlos Schwellen sind, wenn kein Mensch auf der Strasse ist.

    Jeder Verletzte weniger, jede Tote weniger ist mindestens ein paar Tausend Freie-Fahrt-Freaks wert, die sich vielleicht etwas nerven (wie gesagt, ich nerve mich amix auch), aber insgesamt halt mit einem sehr viel tieferen Durchschnittstempo durch die Orte fahren.

  9. Dem Kind im (Vor-)Schulalter wird beigebracht, erst wenn das Fahrzeug steht, – auch auf der Gegenseite – , darf es den FGS betreten. Warum soll das nicht auch für Erwachsene gelten? Wenn ich manchmal sehe, wie die iPhone Ohrstöpsel Fraktion mit einer schwungvollen 90 Grad Wendung überraschend den FGS betritt, wundere ich mich eigentlich, dass nicht noch mehr passiert.

    Der Fall Täuffelen und Worb (beides unverständliche Überholmanöver) sind da tragische Ausnahmesituationen,
    und der subjektiven Zunahme von Fussgängerunfällen stelle ich mal nüchtern die Zahlen des BFU gegenüber.

    Personen auf FGS getötet,
    1995: 47 Personen
    2009: 21 Personen.

    Schwerverletzte auf FGS:
    1995: 416 Personen
    2009: 276 Personen.

    Nicht falsch verstehen, jedes Unfallopfer ist eines zuviel, aber man darf jetzt nicht in Schnellschusslösungen investieren, die am Ende das Problem nicht wirklich lösen. Die gute Absicht von NR Matthias Aebischer, die 45’000 “mangelhaften” Fussgängerstreifen in CH mit 200 Mio Franken auf einen Schlag zu sanieren in Ehren, aber ich wünschte mir zuerst einmal die Abkehr von der bescheuerten Regelung des uneingeschränkten Fussgängervortritts, zurück zu den drei grossen Ls (Luege, Lose, Loufe) und dem Blickkontakt/Handzeichen (Klare Absicht) für ein konfliktfreies Überqueren der Strasse.

    Ich nerve mich nicht ab Schwellen, die stehen meistens sowieso in “Langsam”-Zonen, aber Hand aufs Herz, wer hat nicht schon mal einen wartenden Fussgänger zu spät gesehen und war froh, dass dieser sein Vortrittsrecht nicht erzwungen hat?

  10. Es gibt kein “Erzwingen” – die Fussgängerinnen und Fussgänger sind im Recht!

    Ob das vernünftig ist oder nicht, spielt keine Rolle.

    Ich finde das, was du unter “Erzwingen” verstehst, auch doof bis unvernünftig und gucke selbst immer links/rechts. Aber diese Diskussion ist egal – wir haben eine Regelung und die ist so wie sie ist und bleibt hoffentlich auch so.

    21/276 ist immer noch 21/276 zu viel, Zahlenbeigereien sind hier doch etwas zynisch.

    Alle müssen so fahren, dass sie anhalten können, wenn jemand ein “Vortrittserzwingen” macht – wobei mich dieser Begriff echt ungemein nervt. Bei einem Autofahrer A, der in einen Autofahrer B reinputscht, weil dieser auf einer Kreuzung mit Rechtsvortritt von rechts kam, sagt man ja auch nicht, B habe irgendwas “erzwungen”. Er hat einfach die geltenden Regeln angewandt.

    Wenn Autofahrer das, was sie eigentlich tun müssten, offenbar nicht tun und lieber von “erzwingen” reden, dann gehts vielleicht eben nur mit baulichen Massnahmen.

  11. Jein: Je nach Schadenskizze hat B trotz Rechtsvortritt die Situation möglicherweise falsch eingeschätzt und tragt eine Teilschuld mit.

    Ich bin grundsätzlich deiner Meinung, wenn du sagst: “die Fussgängerinnen und Fussgänger sind im Recht!”

    Aber was bedeutet dieses Recht, wenn es um körperliche Unversehrtheit, bzw. Selbstschutz geht? Deshalb existiert in meinem Sprachgebrauch das von dir zurecht verhasste Wort “Erzwingen”, da es ein Synonym für folgenden Absatz des Gesetzestexts darstellt:

    VRV Art. 47, 2)
    […] Sie dürfen jedoch vom Vortrittsrecht nicht Gebrauch machen, wenn das Fahrzeug bereits so nahe ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten könnte.

    Und: Eine Unachtsamkeit ist kein Erzwingen, ein trotziges “ich bin im Recht und nehme mir jetzt den Vortritt!” aber schon, da somit eine Konfliktsituation bewusst in Kauf genommen wird.

    Mit baulichen Massnahmen (verengte Ortseinfahrten, Fahrbahnaufschüttungen) kann unter Umständen die Aufmerksamkeit erhöht werden, die Zwängerei, das Pochen auf sein gutes Recht, wird damit aber nicht bekämpft.

    Wir alle machen Fehler und im Strassenverkehr sollten wir uns gegenseitig diese Fehler zugestehen und ausbügeln helfen. Ich weiss, das ist leicht gesagt und wie oft ärgerte ich mich schon über fehlbare Strassenverkehrsteilnehmer, dabei muss ich für _meinen_ letzten Regelverstoss gar nicht so weit zurück blicken …
    😉

    Es braucht halt beides: Verbindliche Regeln und gesunder Menschenverstand bei der Anwendung.

    Slow down – take it easy.

  12. Eine Unachtsamkeit ist kein Erzwingen, ein trotziges “ich bin im Recht und nehme mir jetzt den Vortritt!” aber schon, da somit eine Konfliktsituation bewusst in Kauf genommen wird.

    Ja, aber dann ist es halt trotzdem immer noch der Strärkere, der auf die Schwächeren Rücksicht nehmen muss – nur schon aus Vernunft, nicht nur mal weils irgendwo geschrieben stehen sollte.

    PS für die Leser des Bahnforums: Blöker Jacomet ist nicht nur “militanter Fussgänger und Velofahrer”, sondern fährt durchaus ab und zu mal Auto – z.B. in den letzten 20 Jahren zehntausende von Kilometern durch Nordamerika, wo ich innerorts sehr oft Schilder mit “25 MPH” gesehen habe.

    Wer das hier für militant hält, ist einfach ein wenig ein saudummer Siech und gehört aus dem Verkehr gezogen, aber das nur am Rande bemerkt.

  13. Jetzt bin ich etwas verwirrt, woher der Militant-Stempel hier seinen Ursprung haben soll, ich beziehe deine letzte Bemerkung mal nicht auf mich und versuche noch einen Anlauf:

    Auch wenn ich noch so aufmerksam bin, ich kann als der Stärkere nicht auf den Schwächeren Rücksicht nehmen, wenn dieser, und ich wiederhole mich “mit einer schwungvollen 90 Grad Wendung überraschend den FGS betritt”, mein Bremsweg bei 40 km/h (Faustregel): 4*4 / 2 + Reaktionszeit 40*3 / 10, also total 20m!

    Ok, du könntest nun einwenden, mit baulichen Massnahmen (Aufschüttung, Schwelle) kann die Geschwindigkeit auf <20 km/h bei jedem Fussgängerstreifen "erzwungen" werden, oder ich muss halt bei Personen im Bereich des Fussgängerstreifens einfach so weit vom Gas, dass ich eben noch vor der unvermittelt auf die Fahrbahn tretenden Person anhalten könnte.

    Einverstanden, das steht auch ausser Frage, mir geht es bei dieser ganzen Diskussion nämlich einfach nur darum, dass der Schwächere sich seiner Schwäche und Verletzbarkeit bewusst ist, und sich eben nicht auf die Rücksichtnahme (vorgeschrieben oder nicht) der Stärkeren verlassen darf.

  14. Nee, keine Sorge, das mit “militant” bezieht sich darauf.

    Ok, du könntest nun einwenden, mit baulichen Massnahmen (Aufschüttung, Schwelle) kann die Geschwindigkeit auf <20 km/h bei jedem Fussgängerstreifen “erzwungen” werden, oder ich muss halt bei Personen im Bereich des Fussgängerstreifens einfach so weit vom Gas, dass ich eben noch vor der unvermittelt auf die Fahrbahn tretenden Person anhalten könnte.

    Genau darum gehts mir, ja.

  15. Hallo Blöker

    Ich bemerke nur ganz am Rande deine netten Zeilen “Wer das hier für militant hält, ist einfach ein wenig ein saudummer Siech und gehört aus dem Verkehr gezogen, aber das nur am Rande bemerkt.” die in meine Richtung adressiert sind.

    Es irritiert mich, dass du hier in deinem eigenen Blog, den ich normalerweise als differenziert und treffend abgefasst empfinde, dermassen polterst und eine extrem einseitige Sichtweise an den Tag legst.

    Deswegen habe ich mir erlaubt, im erwähnten Forum das Wort militant in die Tasten zu klimpern, weil deine heftigen Meinungsäusserungen mich als vorsichtigen Autofahrer und umsichtigen Fussgänger ziemlich treffen. Meines Erachtens wirfst du alle die bösen MIV-Teilnehmer in den selben grossen Topf, der gefälligst im Fegefeuer der Verkehrssicherheit schmoren soll. Fussgänger sind aber nicht per se eine Spezies der roten Liste sondern können mit einfachen – wenn auch freiwilligen – Handlungen und Mitteln einen grossen Teil zur allgemeinen Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen.

    Schade drum, denn ansonsten lese ich hier gerne still mit, nicke innerlich bei den treffenden Formulierungen oder bin begeistert von den fotografischen und hörbaren Leistungen.

    Scheinbar fühlst du dich getroffen von meinen Zeilen im Forum, denn sonst würdest du nicht dermassen heftig und unflätig reagieren… Ich werde das nächste Mal, wenn ich einen Fussgängerstreifen passiere, sicher einen Gedanken an diese Sache verschwenden.

    Wenn ich an die etwa sieben Fussgängerstreifen in einem kleinen Emmentaler Ortsteil denke, den ich an jedem Arbeitstag durchfare, von denen vier Stück in unmittelbarer Nähe (direkt vor und nach einer Strasseneinmündung) sind, sehe ich einfach massives Potenzial für durchbrennende Sicherungen bei gestressten Zeitgenossen… Und ob das einem guten Klima im Verkehr zuträglich ist – ich weiss nicht so genau…

    In diesem Sinne noch frohe Weihnachten.

  16. Hallo Peter

    Es irritiert mich, dass du hier in deinem eigenen Blog, den ich normalerweise als differenziert und treffend abgefasst empfinde, dermassen polterst und eine extrem einseitige Sichtweise an den Tag legst.

    Es ist einfach an der Zeit, dass in diesem Zusammenhang das “Mister-Nice-Guy”-Syndrom aufhört und mal Klartext geredet wird. Solche Dinge machen mich einfach nur noch hässig.

    Es ist ein wenig wie beim Rauchverbot damals: Die Betroffenen suchen ständig nach Ausflüchten, warum sie nicht vielleicht doch und und und…

    Fakt ist: FussgängerInnen sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und auf diese wird einfach kompromisslos Rücksicht genommen, punkt, Ende, keine Diskussion.

    Und vor allem keine dummen Ausreden à la “Wenn ich an die etwa sieben Fussgängerstreifen in einem kleinen Emmentaler Ortsteil denke (…) sehe ich einfach massives Potenzial für durchbrennende Sicherungen bei gestressten Zeitgenossen… Und ob das einem guten Klima im Verkehr zuträglich ist – ich weiss nicht so genau…”

    Es ist völlig Wurst, ob solche Dinge geeignet sind, jemandem die Sicherungen durchbrennen zu lassen.

    Wem das passiert, der gehört eben aus dem Verkehr gezogen.

    Und von mir aus gesehen auch grad jene, die Fussgängerstreifen nun allen ernstes abschaffen wollen statt sie sicherer zu machen. In was für einer perversen Verkehrswelt leben solche Menschen?

    Auch dir weiter schöne Festtage.

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