Eine lammfromme Ostergeschichte

“Die haben mir gestern Putzmittel an den Arsch gesprüht. Diesmal hats mir voll den Arsch aufgeätzt! Scheisse, isch huere hart gsi. Dem sollte man grad den Schwanz abreissen.”

“Dänn hani müesse voll dä Bärg huere duruf seckle. Ich glaube, nun habe ich eine Sehnenscheidenentzündung. SCHEIDE! Hahahaha! Ich glaube die Sehnenscheide ist hier, bei der Achillessehne irgendwo.” – “Scheide, Mann! Höhö.” – “Fick dich, tuet huere weh im Fall, Mann!”

(Zwei junge Frauen gehen vorbei.)

“Hesch dä geili Arsch gseh?” (Laut) “Mann, sonen geile Arsch, Mann!” (Imitiert Brunftgeräusche eines Affen bzw. was er sich darunter vorstellt.)

“Das XY ist schon ne ziemliche Schwulenbar.” (Abschätzig) “Ich glaube, der T. ist eh voll schwul Mann.”

“Euch hei mir huere verrisse bim Sport!” – “Figgdi.” (Einer steht auf und imitiert Sturmgewehr-Ladebewegungen vor einem Kameraden.)

(Leise) “Monn dä Saufutz hey.” (Laut) “Du hast schon Glück immer im Zug, stets die beste Aussicht!” (Kollektives Gelächter und gemeinsame Intonation eines Trinkspruchs.)

“Was machsch du denn? Heliwart? Isch voll geil. Oder gahsch ufs Büro? Voll Schoggi!”

(Diese Dialoge – dies ist ein Bruchteil von Aussagen in ähnlicher Qualität und mit relativ hoher Lautstärke, begleitet von exzessivem Bierkonsum – wurden im IC Bern-Zürich am Gründonnerstag mitgeschrieben. Sie stammen von strammen Schweizer Soldaten, die gerade die Flieger-RS 81 in Payerne absolvieren. Genau: Ich finde es auch etwas unheimlich, dass solche Leute mit einem Sturmgewehr rumlaufen und dereinst Helikopter betreuen.)

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