Die liebsten Import-Objekte

Wenn Freundinnen und Freunde nach Übersee pilgern, bekommen sie jeweils einen Einkaufszettel mit: Je nach bereister Weltgegend steht da zum Beispiel “McCormick Grill Mates Montreal Steak” oder “Peet’s Espresso Forte“.

Den besten Kaffee der Welt könnte ich zwar auch online bestellen – aber mit 36$ sind die Versandkosten so exorbitant hoch, dass ich doch lieber bei “act local” und Adriano’s Dark Robusta bleibe und den Espresso Forte aus San Francisco als Gepäck-Ausstopf-Accessoire dem nächsten Bekannten schmackhaft mache, der an die Westcoast reist.

Manchmal gibt es aber angenehme Überraschungen – oft scheinen die Grossverteiler zu ahnen, dass da so “Lieblingsprodukte” bei den KonsumentInnen existieren, die sie sich privat importieren lassen. So ist der beste Steak Rub neu auch bei Coop zu haben, wie dieses Inserat zeigt:

Endlich auch bei Coop: McCormick Montreal Steak

Aber “nur für kurze Zeit”? Bitte nicht! Denn seit wir bei einem Freund in der Bay Area dieses Produkt kennengelernt haben, kommt nichts mehr anderes an unsere Rib Eyes (hierzulande als Hohrücken bekannt – die knochengereiften beim Coop sind derzeit die einzigen im persönlichen Test, die an Überseerindfleisch herankommen).

Manchmal merkt man mit etwas Webrecherche, dass das eine oder andere Produkt in der Schweiz doch verfügbar ist – wie die Honey Smokehouse Steak Sauce zum Beispiel, die bislang ebenfalls aus Nordamerika zu uns gelangte.

Seit 1993 ist L&P meine erklärte Lieblingslimonade. Das neuseeländische Wunderwasser gehört zwar inzwischen zum Coca-Cola-Konzern, wird aber nach wie vor mit dem Mineralwasser von der Coromandel-Halbinsel hergestellt.

Nur reisen dummerweise nur alle paar Jahre einmal Freundinnen und Freunde nach Down Under. Und L&P schmeckt eben nur, wenn es von jemandem importiert wurde, der persönlich vor Ort war und der die magische Flasche selbst übergibt. Wenn dann in Bern plötzlich ein Lemon&Paeroa auf dem Tisch steht, dann ist das fast schon wie dreifach Weihnachten und vierfach Geburtstag:

Privat importiertes Lemon and Paeroa in Bern - welch ein Fest!

Wer’s dennoch über den Kommerzweg haben möchte, kann es in diesem Australien-Shop versuchen!

2 Kommentare

  1. Gute Idee grundsätzlich – aber chum iz, sicher nicht dieses Massenblatt… wenn schon, eine Lokalzeitung!

    Vermutlich verstehen uns die meisten Menschen nicht – denn meine Mitbringsel aus eigenen Ferien sehen jeweils etwa so aus, hier stellvertretend USA/Kanada Juli-August 1998 (klicken für grosse Fassung):

    Besonders stolz war ich damals auf die Gazette-Times aus Corvallis, Oregon – denn Meredith Brooks aus Corvallis hatte seinerzeit grad nen Hit namens “Bitch” in der Hitparade. Heute interessiert mich eher Meredith Grey von etwas weiter nördlich.

    Und… ja, selbstverständlich habe ich die Zeitungen immer noch auf dem Estrich.

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