Die Aschewolke: Ist sie das?

Ich habe keinen blassen Schimmer, ob man “DIE WOLKE” wirklich von blossem Auge erkennen kann – jedenfalls war sie heute im Skigebiet Kleine Schedegg – nebst den prächtigen Verhältnissen – DAS Thema.

Ich kam mir heute Morgen vor wie mit 14, als ich am Nachthimmel den Halleyschen Kometen suchte und jeden kleinen Fleck der Magnitude 6.0 freudenschreiend mit “Da ist er!” quttierte: Sind das da im Nordwesten einfach nur etwas ergraute Cirren (keine Sorge, ich meine nicht den Dunst im Mittelland) oder ist das der Besuch aus Island?

Die Aschewolke aus Island? Aussicht nach Nordwesten von der Lauberhornschulter am 17. April 2010

Den 100% kondensstreifenfreien blauen Himmel haben wir mehr als genossen. Wenn das Wetter morgen auch stimmt – die Kleine Scheidegg ist der ideale Saisonschlussort. Die Anlagen Arven, Wixi, Lauberhorn und Eigernordwand laufen noch bis Sonntagabend.

Prächtige Pisten rund um die Kleine Scheidegg (17.4.2010)

Mehr Pseudo(?)aschewolkenfotos und Pistenbilder hier.

Zum Thema Vulkanasche siehe auch hier… und in der Tagesschau kam soeben die Bestätigung von Wissenschaftlern – das obige Bild und das soeben nachträglich aufgenommene in Wengen (Samstag, 19.55 Uhr – so diesig hab ich das hier noch nie gesehen an einem sonnigen Tag) dürfte korreliert mit der Aussage, dass der Staub inzwischen auf rund 2000m abgesunken ist, tatsächlich Eyjafjallajökull-Asche zeigen.

Very dizzy: Vermutlich Eyjafjallajökull-Asche im Berner Oberland (17.4.2010)

Immerhin ist es “nur” vulkanisches Material, dass Miss Lizzie und die Sicht dieser Tage etwas dizzy macht, und nicht “tödlicher Staub aus dem All“; der SciFi-Klassiker gehörte in der Kindheit zu meinen Lieblingsfilmen.

Der Staub in diesem Streifen verhindert keine Flugzeugstarts – er lässt Blut innert Sekunden gerinnen…

3 Kommentare

  1. schoen hast du’s! Ich stecke in Doha fest, immerhin im Hotel und nicht im Transitbereich. Erhielten als Transit-Passagiere (der CH-Luftraum wurde geschlossen waehrend ich in der Luft war) problemlos ein Visum und ein Hotel in der Stadt. Aber langsam wuerde ich trotzdem gerne heim gehen…

  2. Wir leben in hysterischen Zeiten: nach dem die Mehrehit der Bevölkerung von der Schweinegrippe heimgesucht wurde (B. Schlatter “äs isch kei Witz”), liegt nun der internationale Flugverkehr darnieder. Alles aufgrund einer Computersimulation. Messergebnisse von Ballonsonden oder Lasermessungen gibt es bisher nicht.

  3. Ich finde die Vorstellung witzig, dass ‘die Menschen’ allen Ernstes glauben, dass Flugzeuge zu tausenden vom Himmel gefallen wären wegen dem Vulkanzeugs, wenn man nicht präventiv allen Firmen ein staatlich verordnetes (und natürlich entschädigungsfreies) Grounding verpasst hätte.

    Es bedanken sich nicht nur die direktbetroffenen Fluggesellschaften, sondern auch alle Zulieferbetriebe, Logistikfirmen (Air Freight!) und natürlich jene Firmen, die durch falsch allokierte Humanressourcen in ihrer Geschäftsausübung behindert sind. Darin sind alle ausgefallenen Ferienreisen grad mit eingeschlossen.

    Wenigstens werden die Kosten schön feinverteilt, Firmenkollapse, Entlassungen, Preissteigerungen, vertagte Investitionen, momol gute Taktik, dann tut’s dem einzelnen Stimmbürger nicht so fest schmerzen.

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