Brunchen im Eckstein

Ich glaube, ich habe in Berlin mein kleines europäsisches San Francisco entdeckt. Die Stadt an der Spree lässt jedenfalls ähnliche Glücksgefühle aufkommen wie The City by The Bay.

Highlight: Brunchen im “Eckstein“, einem gediegenen Café im Prenzlauer Berg. Allgemein lässt die Beizenszene einen Berner seufzen – wie schon letzten Sommer im Amiland. Warum gibts nicht mehr solche Orte in der Heimat? Und im Sommer zentral: Weshalb macht hier niemand Smoothies?

Brunchen im Café "Eckstein", Prenzlauer Berg, Berlin (Juni 2007) - klicken für mehr Fotos

Hier gibts mehr Fotos vom “Eckstein” und von Berlin in den schönsten Junitagen 2007. Und so sah es an dieser Ecke zu DDR-Zeiten aus.

10 Kommentare

  1. ‘smoothie’???? Smutje meinst du wohl. Das gibts bei uns (CH) doch schon seit einer halben Ewigkeit. Jedenfalls sieht das Gesöff auf dem Bildchen schwer nach Milchshake mit wenig Milch oder nur mit Joghurt aus. Sowas bekommst du doch an jeder Ecke? – Okay man nennt es dann nicht Smutje, aber der Effekt is derselbe. Und Fruchtsäfte wo die ganze Frucht reingemixt wurde (das ist wohl ein ‘Smutje’) gibts auch in der Migros in der ‘RailCity’ in Berne-Capital of Schwitzerländ. Das ist auch so ein Saftladen. Ts ts ts… Smutje aber auch..

  2. Ich spreche eben nicht von Schiffsköchen, sondern von den köstlichen Getränken.

    Die gibts in dieser Form hierzulande fast nirgends – im Amiland (in Städten) oder in Berlin hingegen an fast jeder Ecke oder in jeder kleinen Bar, die was auf sich hält. Am besten werden sie, wenn man gefrorene (aber frische) Früchte und Milch mixt. Also nix von den ollen “Frappés” oder “Milch-Shakes” – das ist Chinderlizüügs gegen einen echten Smoothie.

    Und sowas bekommt man in der ernährungskonservativen Schweiz unter der korrekten Bezeichnung wohl bestenfalls in Zürich irgendwo – leider.

  3. aber aber mein lieber smutje: habe mich gestern noch bei einer fachperson in sachen gastro erkundigt. eventuell müsste der blöker seinen horizont etwas anheben und nicht nur in downtown schwitzerländ nach den schmusies suchen. man bekommt das zeugs seit längerem in jedem kleineren coop oder migros und wenn man ganz nett frägt stellen sie einem im parterre (uptown berne) ein schmutie hin. wenn dus ganz nach originalrezept haben willst: traktor wäre der hersteller in – yeah – switzerland, for the schmutzies (leider nur bio-smutjes, ich weiss nicht, ob das dem blöker liegt?) und traktor beliefert nun wirklich fast jede szene-in-hip-bar (including the above parterre, yeah man!).

  4. Ich glaube, du willst mich einfach nicht verstehen… wer unter einem Smoothie irgend ein Fertiggetränk einer Firma versteht, hält vermutlich auch ein schnell gebratenes Poulet im Wärmesäckli aus dem Migros für einen tagelang gebeizten Coq au Vin aus einem guten Restaurant.

    Was man in Migros/Coop als Smoothie kaufen kann, hat NICHTS mit einem richtigen frischen Smoothie zu tun. Wenn das Parterre – was ich denen zutrauen würde – seine Smoothies frisch mixt, OK. Aber wenn du sagst, die werden beliefert…. neee du. Smoothies müssen FRISCH sein, z.B. aus gefrorenen Erdbeeren und Milch. Das ganze kann man mit einem Stabmixer zu Hause oder so einem Barmixer machen, falls vorhanden.

    Aha… ich hab grad das Traktorzeugs angeschaut. Das mag ja nett schmecken, aber mit einem Smoothie hat das nichts zu tun. Um nochmals nen Vergleich zu bemühen: Das ist wie wenn du einen frisch gepressten O-Saft bestellst und dann M-Budget-Saft bekommst. Ist zwar aus dem selben gemacht, ist aber was gaaaanz anderes.

  5. Aha, ich denke, wir haben da doch was einigermassen Gescheites gefunden in Bern: In der Marktgasse vor der Parfümerie Marionnaud hats einen Stand mit Fruchtsäften. Ob der auch gute Smoothies macht, bleibt noch zu testen – aber angeschrieben hat ers jedenfalls:

    Noch zu oben: Dass die sogar coole Berner Bars uns so vorgefertigtes Zeugs als Smoothie andrehen wollen, zeigt einmal mehr die grassierende Lethargie und Phantasielosigkeit der Schweizer Beizer – das beginnt damit, dass sie ohne Gesetz keine Nichtraucherbereiche einrichten wollen und hört beim Angebot auf.

    In kaum einer coolen Beiz in der Schweiz hat man je über Café Crème, Espresso oder Cappucino hinaus gedacht. Es ist ja fast schon ein Wunder, dass man vielerorts Latte Macchiato bekommt. Fast nirgends aber bekommst du z.B. Aroma in den Kaffee, was im Ausland gang und gäbe ist (ob das jetzt dem Geschmack “wirklich cooler Leute” oder jener, die sich für besonders hip halten, entspricht, ist völlig egal – die Nachfrage wäre da… doch da hege ich den Verdacht, dass viele hippe CH-Bars denken “oh, so Starbuckszeugs will ich nicht”, im Unwissen, dass das andernorts längst nicht nur Ketten anbieten).

    Ich finde das höchst tragisch. Sirup vom Sirupier de Berne im Angebot ist a nice start, das gibts nicht überall – aber eben noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich würde z.B. damit beginnen, Berliner Fassbrause zu importieren – mmmh… Oder eben: In Berlin bruncht man am Weekend bis 16 Uhr à discretion. Wenn ich das z.B. in der Brass Lorraine versuche, wo das Buffet ansprechend ist und das Ambiente im Garten nett, zahle ich jedesmal, wenn ich drinnen was hole, separat – und bleche am Schluss mehr als für ein Mittagsmenu. Das ist doch völlig an den BesucherInnen vorbeigedacht, sowas!

    Nee du: Jedesmal, wenn ich aus dem Ausland zurückkomme, greife ich mir ab dem Schweizer Gastrokonservativismus wieder von neuem an den Kopf.

  6. @blöker: nicht in die brass-lorraine sitzen und abgestandenen-soli-groove ertragen, sondern im vetter herzog den ganzen tag hedonistisch brunchen. das hört auch nicht um 16 uhr auf, wie in berlin.

  7. Na klar, schon lange entdeckt… nur ist das Angebot im Eckstein etwa 300x grösser als an der Herzogstrasse. Muss mit dem Äbu mal ein Wörtchen reden… – Und zur Brass: Das Ambiente unter dem Baum ist halt schon noch cool, und das Intérieur schön. Da fühle ich mich ausserdem wieder jung drin 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.