Auch linker Spam ist Spam: IG Velo und Grüne belästigen VelofahrerInnen

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen – für die Grüne Partei erfülle ich einige Aufträge, und als Velofahrer bin ich den Anliegen der IG Velo meistens sehr zugetan. Bei Spamming verstehe ich aber keinen Spass und werfe jetzt mit Granitblöcken um mich: Beide Organisationen haben nämlich übers Wochenende zahlreiche Velos mit ihren Flyern eingedeckt (Bilder hier).

Zumindest die IG Velo findet das auch nicht weiter schlimm und argumentiert genau wie die klassischen E-Mail-Spammer (“ist doch nützlich, ist doch nicht so schlimm”), wie diese Diskussion zeigt.

JacoBlök sagt dazu: Wir sind reif genug, uns selbst zu informieren, was wann wo stattfindet. Wir brauchen keine unerwünschten Flyer auf unseren geliebten Drahteseln – das Papier landet dann zumeist eh am Boden. Echt sinnvoll! Wir werden im Alltag schon genug mit Werbung terrorisiert – bitte jetzt nicht auch noch aus den eigenen Reihen! Ich finde toll, was ihr sonst für uns macht. Ich akzeptiere persönliche Werbung, wenn ich Mitglied bin. Aber bei Spam am Velo hört der Spass auf – das gilt für jegliche Arten von Werbemüll, egal ob von rechts oder links, ob von Partyorganisatoren oder Biobauern.

Natürlich halt die Welt grössere Probleme. Aber mit etwas “Kopf schräg halten” könnte man auf die Idee kommen, dass solche Ideen einfach nur dumm sind. Und sie dann unterlassen.

Auch hier gilt: Unerwünschte Werbung an den Absender adressieren und unfrankiert in den nächsten Briefkasten werfen. Die Mitglieder der betroffenen Organisationen können dann selbst entscheiden, ob die Mitgliederbeiträge lieber für sinnlose Porti ausgegeben werden sollen oder ob sie an der nächsten GV/VV dem Vorstand eins aufs Dach geben. Die Post muss solche Sendungen (gemäss Auskunft der Post selbst) zustellen.

Und die StadträtInnen sind noch einmal aufgerufen, per Vorstoss dafür zu sorgen, dass diese Herummüllerei fortan strafbar ist. Die Verfolgung wird ebenso mühsam sein wie beim hierzulande auch verbotenen E-Mail-Spamming – aber immerhin wird ein Signal gesetzt.

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