Hinweis vor der Lektüre: Die in diesem Beitrag erwähnten Probleme bestanden im Dezember 2011. Ich stelle ein Jahr später mit Befriedigung fest, dass sämtliche hier erwähnten Kritikpunkte inzwischen gelöst und die Probleme damit eliminiert sind.
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So sieht die Tab-Zeile eines Browsers aus, nachdem man nur kurz nachschauen wollte, wieviel ein hundgsewöhnlicher Kleinbrief nach Deutschland kostet:
Und das passiert im Detail: Man surft auf www.post.ch, wählt “Privatkunden”, “Versand international”, “ECONOMY Brief” (unkorrekterweise ohne Bindestrich geschrieben) und fragt sich dann schon mal, warum hier zuerst mal viel Text steht und nicht gleich die Tarife (den Link “Preise” geich darunter habe ich übersehen – schliesslich erwarte ich das Wichtigste, die Preise!, auf der Startseite des Economy-Briefes):

Zuerst muss man auf der folgenden Seite einige Dinge anklicken – und landet gleich wieder bei den Inland-Tarifen:

Also… zuerst auf den Reiter “Ausland” wechseln, das Land wählen, aufs Format klicken, das Gewicht wählen…

… auf “weiter” klicken – erst dann sieht man in einer ellenlangen Übersicht, die mit einem der teuersten Tarife beginnt, an zweitletzter Stelle den Preis, den vermutlich 90% aller Menschen suchen, die eine Weihnachtskarte in die Nachbarsländer schicken wollen:

Für alle darum hier schwarz auf weiss und kürz und bündig: Ein kleiner, leichter Brief in die meisten Länder Europas kostet als Economy (B-Post) CHF 1.30.
Usability bei der Schweizerischen Post anno 2011!
Wie ich zu den verschiedenen Tabs gekommen bin? Nun, zuerst habe ich in Google nach “Post Tarif Ausland” gesucht.
Eines der ersten Suchergebnisse führte zu den Geschäftskunden, was ich in der Eile übersehen hatte. Auch hier beginnt dann eine Odyssee, wobei die Links meistens mit target=_blank gesetzt sind, für Nichtwebdesigner: Sie gehen in einem neuen Fenster auf, was man eigentlich (wenn überhaupt) nur bei Links zu externen Sites so einrichtet.
Auch hier wird man zuerst umständlich zu einem “Service Guide Online” geleitet (ohne Verlinkung, den Link muss man rechts aussen suchen gehen)…

… erhält unangekündigt PDF-Dokumente (Faustregel im Web: PDFs werden als solche gekennzeichnet, wenn möglich mindestens mit Dateigrösse und/oder Seitenzahl) und entweder Fehlermeldungen…

… oder das Popupfenster geht einfach zu, wenn es eigentlich ein Ergebnis anzeigen sollte.
Zufällig bin ich dann von der deutschen Geschäftskundenseite…

… mit einem verzweifelten Klick auf “Preise International” zur englischen (!) Privatkundenseite gelangt. Und siehe da – hier, am Ende des Internets, wie’s einem vorkommt nach dieser langen Reise, befindet sich die langersehnte Liste zuoberst auf der Seite.

Tipps an die liebe Post:
- Zeigt doch überall zuerst diese Liste an, bevor die Gefahr von “Verklickern” besteht, lasst die Klick-Odyssee erst für Sonderwünsche laufen (hohes Gewicht, grosse Formate).
- Etwas weniger Granularität wäre gut: Ein Klick auf “Briefe Ausland” sollte bereits eine Preistabelle für die meistgefragten Tarife beinhalten, spätestens aber “Economy Brief” (und bitt den Bindestrich korrekt verwenden, gell). Momentan sind zu viele Klicks notwendig bis dahin: Start > Privatkunden > Versenden / Briefe Ausland > Preise > Economy ist der kürzeste (!) Weg. Die meisten machen wohl den Umweg über Start > Privatkunden > Versenden / Briefe Ausland > Economy-Brief > Preise > Economy, da der “Preise”-Link zu weit unten in der Navi steht.
Der Kalkulator ist für komplexe Fälle sicher ein schönes Mittel – aber wenn man einfach nur wissen will, wieviel Marken man auf eine Karte kleben muss, mag nicht fünf Minuten investieren. Also: Wichtigste Preise weiter rauf, auf diese Seite – von mir aus auch Eco/Urgent auf die selbe Seite, dann kann man nämlich auch gerade vergleichen.
Wer Fotos von dieser Seite verwenden will, fragt vorher fairerweise. Danke!
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Dieser Text wurde von Andi Jacomet geschrieben und gehört zu den Kategorien
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