Im Kanton Genf entschied sich das Volk heute – wie nach den Tessiner und Solothurner Urnengängen zum Thema zu erwarten war – für ein weitgehendes Rauchverbot. Und das bei rekordverdächtigen 61.6% Beteiligung!
Aus diesem Anlass ab sofort in loser Folge in JacoBlök: Diejenigen Leute auf frischer Tat fotografisch ertappt, die dafür verantwortlich sind, dass erfreulicherweise immer strengere Anti-Rauch-Gesetze eingeführt werden (ausser im lethargischen Kanton Bern natürlich, wo das Parlament der Ansicht war, auf eine Larifari-Bundeslösung zu warten sei besser – immerhin machen Regierungsrat Rickenbacher und die zuständige Kommission jetzt vorwärts).
Was für “Volksvertreter” in den eidgenössischen Räten sind das, die kantonale Abstimmungsergebnisse zu sehr streng formulierten Anti-Rauch-Vorlagen (Solothurn: 75%, Genf: 80%) dergestalt auslegen, dass sie irgendwelche Light-Vorlagen ausarbeiten?
Denn: Ohne Zwang scheint es leider nicht zu gehen. Zu häufig sind die strohdummen Raucherinnen und Raucher, die ihre Glimmstengel in den unmöglichsten Situationen sorglos paffen und nicht genügend Empathie aufbringen, um festzustellen, dass sie die umliegenden Leute nerven.
Unsere Maxime: Egal, ob Passivrauchen schädlich ist oder nicht (auch wenn es wenig Grips braucht, um festzustellen, dass Rauch schädlich sein muss) – es ist schlichtweg eine Zumutung. Für die Lunge, für die Augen, für die Kleidung.
Nichts gegen eine feine Portion Tabak in allen Variationen – aber ausschliesslich dort, wo es niemanden stört. Das heisst: Weder in der Privatwohnung (Rauch zieht locker durch Ritzen oder zum Fenster raus in andere Wohnungen), noch wenn andere Menschen anwesend sind (egal ob draussen oder drinnen), noch auf Bahnhofperrons, in und um Beizen – auch nicht unter den Berner Lauben.
Teil 1 dieser Serie also: Das Restaurant Dählhölzli beim Tierpark in Bern. Samstagnachmittag – es wimmelt von Familien mit Kindern. Das Volk geniesst den Frühling im Februar. Aber in der Gartenbeiz ist die Luft dick: Von überall her wird mal von bedepperten Suchthaufen vollgeschlotet. Selbst Familienväter rauchen sorglos neben ihren Kinderwagen oder spielenden Kids. Coole Vorbilder!
Auch die Drillinge sind vor Ort und nerven sich mit Götti Blöker über den Familienvater, der am Nebentisch Platz nimmt und – ohne sich umzuschauen – eine Zigi anzündet. Der Rauch zieht genau zu uns (im Bild nach links): Zum Kinderwagen mit Lucas, zu Sophie und Adina, die auf unseren Knien neugierig herumgucken.
Dem Ego-Schloter ist das egal – er merkts nicht mal. Da bleibt nur der Rückzug:

Fazit: Rauchverbote müssen nicht nur in Innenräumen eingeführt werden. Der Rauch stört auch im Aussenbereich von Restaurants und generell da, wo viele Menschen sich ansammeln – auch da muss ein klares Rauchverbot herrschen.
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Weitere Folgen dieser Serie: Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6





