Roger Federer hat am Sonntag die Swiss Indoors gewonnen – begonnen hatte er am selben Turnier in den 1990er-Jahren als Balljunge.
Genau diese Ballboys und -girls standen im Zentrum eines Radiobeitrages, den ich anlässlich der Swiss Indoors vor 20 Jahren gemacht hatte. Roger war damals erst sechs, doch zwei seiner Vorgänger (Marc Schwarz und Reto Stork) standen Red und Antwort:
(Lieber in eigenem Player hören – MP3, 5.8 MB)
In den 1980er-Jahren verpasste ich kaum ein Spiel: Wir leisteten uns jeden Oktober den Luxus eines Passepartouts der besten
Kategorie – ich genoss es extrem, hautnah dabei zu sein. Auf dieser Seite sind ein paar Erinnerungsstücke an damals aus dem unendlichen JacoBlök-Archiv zu sehen: Die Wochenkarte und zwei Tickets des noch jungen Tarifverbundes Nordwestschweiz vom 10. Oktober 1987, man beachte die günstigen Preise…
Kein Wunder, bewies ich mit 15 Tennis-Weitsicht: “Agassi, ein 17jähriges Jungtalent, muss man unbedingt unterstützen, der kommt noch gross heraus!”
Der ungesetzte Agassi schied im Halbfinal gegen Ronald Agenor aus; Sieger wurde vor 20 Jahren Yannick Noah. Das gesamte Tableau im Original ist durch ein Klick aufs Bild links abrufbar – für dieses noch warme Dokument, frisch aus dem Kopierer, standen wir jeweils nach Turnierschluss gerne noch einige Minuten an.
Ein gewisser Sacha Widgorovits berichtete vor 20 Jahren als Sportreporter für die SonntagsZeitung von den Swiss Indoors und schrieb am 11. Oktober 1987 über den Überraschungsfinalisten Ronald Agenor aus Haiti (JPG, 500 KB). Der SonntagsBlick behandelte gleichentags das Thema “Punk Agassi” (JPG, 160 KB).
Werner Dietziker, mein dritter Interviewpartner anno 1987, erinnert sich in diesem Text übrigens an seine ersten Begegnungen mit Federer.
Find’ ich gut.