Wenn ich nach einem Skiweekend aus Wengen zurück nach Bern fahre, ist klar: Die Verbindung mit Umsteigen in Spiez auf den Cisalpino ist tabu – der ist eh nie pünktlich. Sich in Spiez die Beine vertreten ist ja nett, aber das tu ich lieber am See unten. Dazu sind Cisalpinos unbequem eng und funktionieren eigentlich fast nie richtig – eine klassische Designtodsünde.
Auch im Fahrplan heute zwischen Graubünden und dem Baselbiet war zwischen Arth-Goldau und Olten ein Cisalpino angegeben – schweren Herzens ging ich das Risiko ein.
Also in Arth-Goldau raus aus dem IR, die Ansage “Eine Verspätungsmeldung…” erwartend. Aber nichts da: An der Anzeigetafel stand was von einem EC, und tatsächlich, da kam pünktlich eine gute alte RE460 angesaust, mit den bequemen und zweckmässigen grauen EC-Wagen dran.
Dazu noch der erste frische Lavazza-Espresso, den es seit kurzem an einigen Minibars gibt: Perfetto. Hier sitz ich also mobloggend, bald in Zofingen, kaffeetrinkend und entspannt. So muss das sein.

Liebe SBB: Verbietet doch Cisalpini, Cisalpinos oder was auch immer auf eurem Netz und lasst mehr von diesem “alten Zeugs” fahren. Ich komme lieber 15 Minuten später an, weils so im Fahrplan steht, anstelle von 15 Minuten Verspätung – und fühle mich erst noch nicht wie in einer kaputten Sardinenbüchse.
Autor: Blöker (Andi Jacomet)
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