Auf meinem neuen Notebook war unheilvollerweise Symantec Norton Internet Security installiert – ich dachte mir, solange es gratis ist, lass ichs mal laufen, und dann deinstalliere ich den Speicherfresser eh – und mach irgendwas anderes. Wie es so geht, waren die Weihnachtsferien urplötzlich da – und man tut alles andere als sich um seinen PC zu kümmern. Am 1.1.2007 beschloss ich, der Einfachheit halber, einfach für ein Jahr Updates zu bezahlen.
Einfachheit? Nix da!
Zuerst mal sagt mir das Programm, dass ich neue Updates abonnieren müsse. Klar, das weiss ich doch. Also klicke ich auf “weiter” und gelange zu dieser Website:

Nun gut… deutsch hört sich nicht schlecht an… aber was soll denn DAS?

Lieber Herr Norton, wir haben den ersten Januar… aber egal, das erschien auch noch soeben – am 5. Januar.
Also anders: Nach einer halben Stunde Odyssee durch die Symantec-Website habe ich herausgefunden, wo ich einen Abo-Schlüssel erwerben kann und wo ich den eingeben muss. Per Kreditkarte bezahlt – und flupp, öhm… wo ist denn der Code, den ich eingeben muss? Ach so, dafür muss man französisch können…

… immerhin, das E-Mail mit dem Abo-Schlüssel kam dann nach einer halben Stunde auch noch:

Flugs das Programm starten und eingeben? Weit gefehlt. Usability-Hürde Nummer 76576 wird einem in den Weg gestellt:

Zuerst muss man hier den Dienst aus einer ellenlangen (englischen) Liste auswählen, bevor man den Code eingeben kann – selbstredend habe ich keinen dieser Dienste auf dem PC, nur Internet Security. Einige Minuten vergehen, bis ich checke, dass mein Dienst an letzter (!) Stelle in der Liste ist, hier klappt dann auch die Eingabe:

Aber wer denkt, dass das nun geklappt habe – nee. Das Programm weigert sich standhaft, Updates herunterzuladen und behauptet, mein soeben bezahltes Abo sei abgelaufen:

Bei einem Klick auf “Verlängern” beginnt die Odyssee natürlich wieder beim obersten Screenshot – mein Abo läuft schliesslich erst am 31.12.2006 ab, sehr witzig.
Also… Kundendienst kontaktieren. Das Kontaktformular findet sich erst nach einer Viertelstunde – zuerst wird man durch eine unnütze FAQ gelotst, die Sprache wechselt irgendwann auf Englisch.
Eine weitere Firma, die Angst vor ihren Kundinnen und Kunden hat. Das zeigt auch der Tarif für einen Anruf beim Support: 42 Franken pro Anfrage (044-Nummer) oder 2 Franken pro Minute (0900-Nummer). Uff. Also wähle ich “E-Mail-Support” – voraussichtliche Wartezeit 48 Stunden. Nun gut, bis dahin wird wohl kein neuer Käfer meinen Rechner befallen.
Natürlich habe ich nach 96 Stunden immer noch keine Antwort – und auf meine Aufforderung an den Kundendienst, mich doch bitte upzudaten, was Sache ist, bekam ich das da: “Din nyligen gjorda händelseuppdatering kom från en e-postadress som inte är kopplad till händelsen. Eftersom vi strävar efter att bibehålla informationssäkerheten kan händelsen inte uppdateras via den här e-postadressen. Om du äger händelsen och din e-postadress har ändrats eller om du vill kunna uppdatera händelsen med det här e-postkontot, uppdaterar du kontaktinformationen med hjälp av följande länk och skickar sedan uppdateringen igen.”
Voll bibehalla, oder? Balla Balla?
Kan ikka bitta Gelder tsurug ham?
Find’ ich gut.

