In diesen Tagen vor 30 Jahren waren einige Schülerinnen und Schüler aus Itingen (BL) ziemlich nervös – wir kamen zum ersten Mal am Fernsehen!

Das mag heute, in einer Zeit der Tausenden Kanäle, etwas nicht sehr Aussergewöhnliches sein. 1985 hingegen gab es erst eine handvoll Sender, und TV DRS hatte eben erst das Wolken-Signet eingeführt (man sieht es im Video weiter unten).

In den frühen 1980ern entwickelte das Schweizer Fernsehen ein Format, das es Kindern und Jugendlichen ermöglichte, eigene Super-8-Filme zu zeigen (und später dann, als entsprechende Kameras auf dem Markt kamen, Videos). Das konnten Dokus, aber auch Spielfilme sein. Mein alter Kumpel Patrick (aka „Tanner“) und ich wollten da natürlich unbedingt hin. Wir gaben ja schliesslich schon eine Zeitung heraus, mit der sagenhaften Auflage von etwa 40 Stück – der Schritt ins nationale TV schien da nicht mehr weit. (Bescheidenheit war schon immer unsere Stärke.)

Es muss Anfang 1984 gewesen sein, als in der Zeitschrift „TR7″ dieser Artikel zur Sendung erschien (klicken für grosse Fassung):

1984, TR7

Das Fieber hatte uns gepackt – wir setzten uns an die Schreibmaschine und schrieben eine Geschichte auf, die wir sogleich an die Redaktion sandten. (Links im oberen Bild ist die Antwort sichtbar. Das Fernsehen hatte angebissen!)

1984, Idee zum Film

Natürlich war „Der Ausgeschlossene“ (später umbenannt zu „Der Ausgestossene“ und in der Handlung leicht modifiziert) ein wilder Mix aus Trick- und Spielfilmen, die wir als Kids toll fanden: Captain Future, Die Zeitmaschine (in der Verfilmung von 1960), Buck Rogers in the 25th Century, Raumpatrouille, Star Trek.

So kam beispielsweise das „Beamen“ vor, und Tanner und ich reisten versehentlich ins Jahr 3458, wo die Leute nach einem Atomkrieg relativ seltsam aussahen (und sich auch so benahmen). Zudem benannten wir zwei Figuren (recht phantasielos!) nach dem Roboter und dem Androiden in „Captain Future“, die Morloks hiessen gleich wie bei H.G. Wells und die Bügeleisen und Badezimmer-Armaturen des Raumschiffs Orion inspirierten uns bei der Einrichtung unseres Raumschiffs.

Am Ende hatten wir ein ganzes Heft voller Unterlagen, Storyboards, Drehbücher, Finanzlisten, Verträge usw. zusammen:

Drehbuch 1984

Am Anfang Stand eine Überischt, dann kam das Drehbuch (klicken für grosse Fassung):

Drehbuch 1984

Kurz nach unserem 12. Geburtstag war dann klar: Es klappte! Sendungsleiter Dani Bodmer fand unsere Idee gut, mein Onkel lieh uns seine brandneue Panasonic-A1-Videokamera mit tragbarem VHS-Recorder aus, und wir machten uns auf die Suche nach Schauspielerinnen und Schauspielern. Es war die Zeit des Schulwechsels von der Primar Itingen an die Sek Sissach – bei uns spielte noch voll der alte Dörfligeist: Fast unsere gesamte frühere Primarschulklasse war dabei. (Interessanterweise treffe ich viele dieser Leute heute noch – schön!)

Alle bekamen einen Plan, auf dem sie ihre Verfügbarkeiten nach den Sommerferien 1984 eintragen sollten (klicken für grosse Fassung – meine Anleitungen waren schon damals absolut legendär):

Plan 1984

Erstaunlicherweise bekamen wir in einer komplett smartphonefreien Zeit immer alle probelmlos an den richtigen Ort – die Dreharbeiten fanden zwischen August und Oktober 1984 in und um Itingen statt.

Als „Zukunft nach dem Atomkrieg“ (sowas von 80er!) musste eine Lehmgrube hinten im Tal her halten (heute mit Biotop), für die Raumschiff-Kommandokapsel räumten wir das Schlafzimmer von Tanners Schwester kurzerhand aus, und besonders stolz waren wir auf den „Verschwindibus-Trick“ (zwei Leute stehen da und verschwinden plötzlich: Kamera stoppen, Leute rennen weg, leeren Raum weiterfilmen).

Einige Impressionen aus dem Spätsommer 1984:

Dreharbeiten in Itingen im Herbst 1984

Ich erkläre Kamermann Hanspeter die Panasonic-Videokamera

Dreharbeiten in Itingen im Herbst 1984

Co-Autor Tanner guckt sich die aktuelle Szene durch den Sucher an

Dreharbeiten in Itingen im Herbst 1984

Keinen Aufwand gescheut: Hanspi hat auch seinen Papagei „Agro“ als lebendige Requisite mit in die Lehmgrube gebracht

Dreharbeiten in Itingen im Herbst 1984

Schminke, Perücken, Papagei – und schon ist die Herrscherin des Jahres 3458 (aka Lisi) bereit zum Regieren!

Dreharbeiten in Itingen im Herbst 1984

So sehen Verstrahlte Kriegsopfer aus, im Fall: Wundi und Fränzi erklimmen den Drehort

Dreharbeiten in Itingen im Herbst 1984

Genau so muss die Szene sein. ACTION!

Wie war denn Filmen anno 1984? Gute Videocassetten (SHG!) waren schon einmal sackteuer. Besonders schwierig war der Ton – das eingebaute Mikrofon der A1 war lausig: Damit man überhaupt etwas hörte, mussten wir richtiggehend schreien. Und die Bildqualität…? Na ja.

Heute kann man Filme auf dem Smartphone erstellen, schneiden, vertonen und auch gleich veröffentlichen. Damals mussten wir durch die halbe Schweiz reisen, um bei der Verwandtschaft für den Schnitt (ein VHS-Gerät spielt ab, das andere nimmt das auf, was man übernehmen will – eine nicht ganz präzise Plackerei) ein zweites Videogerät zu finden.

Inzwischen hatten wir auch unser eigenes Label erfunden „Metro Goldwyn Hansi“ (Wellensittich statt Löwe ganz am Anfang), mit einer selbst gepfiffenen Fanfare.

Anfang Dezember 1984 fand auf der Rega-Basis Untervaz (sichtbar im Hintergrund) die Postproduction statt – die Executive Producers waren mit der Arbeit zufrieden:

Tanner und Andi, Herbst 1984

(Heute würden Eltern wohl in Ohnmacht fallen, wenn ihre Kids ohne Geländer auf der Zinne einer Burgruine posieren. Ohne Helm, boah!)

Das Fernsehen DRS hat uns sodann für die Sendung vom Juni 1985 eingeplant. Da waren aber noch Formalitäten zu regeln – wir waren angenehm überrascht, als wir 450 Franken (für uns Knapp-Teenies natürlich ein Vermögen) für den Streifen bekamen und sogar noch Verträge unterschreiben mussten… bzw. unsere Eltern (klicken für grosse Fassung):

Vertrag 1984

Vertrag 1984

Die 450 Franken verteilten wir möglichst gerecht – nach Anzahl Sekunden im Film oder „Mithilfegrad“ – an alle. Auch die Grossmutter erhielt 10 Franken für die Verpflegung der Filmcrew. Natürlich musste jede und jeder den Empfang quittieren (klicken für grosse Fassung):

Vertrag 1984

Dank des Fernsehens kamen wir auch zu einem der beliebten offiziellen Schuldispense…

Dispens 1985

… und am 15. Mai 1985 fuhren wir – damals eine halbe Weltreise – ins Leutschenbach zur Aufzeichnung der Sendung:

Im TV-Studio 1985

Im TV-Studio 1985

Im TV-Studio 1985

Im TV-Studio 1985

Tanner und ich waren natürlich die Landeier vom Dienst und sowas von scheu: Schliesslich waren wir hier plötzlich ausserhalb des geschützten Oberbaselbiets! Auch noch in der Sendung waren einerseits das fesche junge Mädel aus Zürich (heute Gemeindepräsidentin von Brunegg) und andererseits drei peppige Radiomacher aus Biel, die ihre Jugendsendung auf „Canal 3″ vorstellten.

Mediengewandten sagen die Namen Jan Brönnimann und Claude Jaggi natürlich etwas – die beiden sind auf diesen Bildern von der Sendungsvisionierung zu sehen:

Im TV-Studio 1985

Im TV-Studio 1985

Dass Claude dereinst Sportkommentator in diesen Räumlichkeiten würde, dachte er sich damals vermutlich nicht – aber vielleicht hoffte er es insgeheim. Tanner und ich fanden jedenfalls nach diesem Tag, dass wir auch mal Radiomachen müssen – zwei Jahre später war’s dann soweit.

Spannend war natürlich auch die Studioführung mit dem Dekor des legendären „Karrussell“ oder anderen Sendungen wie „Karambuli“ (mit Heidi Abel).

Im TV-Studio 1985

Im TV-Studio 1985

Im TV-Studio 1985

Und wie sah die fertige Sendung aus, die im Juni 1985 ausgestrahlt wurde?

Etwas ernüchternd für uns war: TV DRS hatte keine Freude an der Qualität unseres Videobandes (jeder Schnitt- und somit Kopiervorgang verschlechterte die Qualität, werte verwöhnte Digitalkids von heute!). Die Fernsehleute verlangten also die Originalaufnahmen und versprachen, sie gemäss unseres Schnittes aneinander zu reihen. Leider missriet da einiges – und die Story wurde noch unverständlicher als sie eh schon war.

Das war für mich die erste Lebenserfahrung des Typs „gib nie ein Projekt aus der Hand, das dir extrem wichtig ist“. Der Film, wie wir ihn eigentlich wollten, ist hier zu sehen (YouTube erlaubte zum Zeitpunkt des Uploads keine langen Videos, daher zwei Teile:

Auch wenn diese kleine Schnitt-Episode enttäuschend war: Wir waren natürlich mächtig stolz. Und arbeiteten hart an unserem Auftreten. Und am nächsten Projekt: Ein Jahr später sassen wir wieder im „Sälber gmacht“, mit dem ungemein spannenden und actiongeladenen Western „Die Schatzsuche“.

Doch mehr dazu anno 2016 zum 30-jährigen Jubiläum.

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Es ist wieder einmal Zeit für einen Ärger-Blogbeitrag.

Als Erklärung für mit dem Thema nicht Vertraute: Es geht in diesem Beitrag um die Spamfilterung von E-Mails und deren Folgen im Alltag.

Ohne Mailfilter würden wir alle gnadenlos vollgespammt – teils werden 90% der Mails, die wir eigentlich bekommen sollten, als Werbung oder Betrugsversuche ausgefiltert. Für die Filterung werden verschiedene technische Massnahmen angewendet, u.a. so genannte Blacklists. Mehr dazu auf Wikipedia.

Eine Methode ist es, sehr vereinfacht gesagt, im Internet Fallen auszulegen und zu warten, bis Spam in dieses Loch fällt. Man schaut dann, über welchen Server der Spam versandt wurde – und die IP-Adresse, wo das Mail her kam, wird auf eine schwarze Liste gesetzt. Solche Listen gibt es zuhauf; die einen sind seriöser als andere.

Spamfilterdienste gleichen – nebst vielen anderen Methoden wie z.B. einer Textanalyse – die über ihre Filter laufenden Mails mit einigen dieser schwarzen Listen ab. Befindet sich eine IP-Adresse auf so einer Blacklist, wird das Mail tendenziell als Spam eingestuft und ausgefiltert. Beim Empfänger landet es dann (je nach Anbieter) in einer separat zu checkenden Spambox oder wird gar nicht angezeigt.

Das ist alles kein Problem und funktioniert weitgehend gut – inzwischen ist es sehr selten geworden, dass Mails fälschlicherweise als Spam eingestuft werden oder dass massenhaft unerwünschte Mails durchkommen. Allerdings gibt es grosse Probleme, wenn eine IP-Adresse von wichtigen hiesigen Providern auf eine Blacklist kommt. Dann kommt es auf eine schnelle und sinnvolle Reaktion an, damit nicht sehr viele Schweizerinnen und Schweizer ein Problem mit E-Mails haben.

Genau das war in diesem Frühling der Fall – und zwar gleich mehrmals. IP-Adressen eines Schweizer grossen Webhosters sowie eines mittelgrossen Internetproviders erschienen auf einer Blackhole List (DNSBL).

Die Mails meiner Hosting-Kunden werden von einem führenden europäischen Anbieter von Antispam-Filtern „gereinigt“, bevor sie zugestellt werden. Dieser Dienst wird von zahlreichen europäischen Internetprovidern für das Filtern der Kundenmails verwendet – es ist also kein Feld-Wald-Wiesen-Anbieter, der wenig Ahnung von der Materie hat.

Erstaunlich war in diesen Fällen, wie lahm die betroffenen Schweizer Provider – deren IPs auf der DNSBL gelandet werden – reagierten.

Im Normalfall schaut man als Provider, dass man seine Infrastruktur so sauber hält, dass man gar nicht erst auf eine DNSBL kommt: Das heisst grob gesagt, man überwacht sein Netzwerk so, dass Kunden umgehend gesperrt werden, wenn ihre verseuchten Rechner massenhaft Spam versenden. Gewisse Provider haben auch eine Beschränkung der Anzahl Mails pro Stunde, sodass sich der Schaden in Grenzen hält, wenn jemand gehackt wird.

Das klappt natürlich angesichts der Grösse vielen Provider nicht immer perfekt.

Aber wenn man dann mal auf einer DNSBL ist, schaut man, dass man da so schnell wie möglich weg kommt – weil sonst die eigenen Kunden kaum mehr vernünftig mailen können. Und letztlich ich und viele andere Kundenbetreuer das ausbaden, indem man seinen Kunden klar machen muss, dass das Problem z.B. nicht bei mir liegt, sondern bei der Gegenstelle, wo man schlufig mit DNSBL-Delistings umgeht. Ein Laie versteht sowas nicht – der stellt fest: „Mails von X kommen bei mir nicht an, da muss doch Andi daran Schuld sein!“.

Ich bin ja nicht so – auch wenn das nicht mein Job wäre, habe ich im Namen meiner Kundinnen und Kunden die betroffenen Provider informiert.

Beide Anbieter sträubten sich aber gegen eine Austragung ihrer IPs – die betroffene Liste sei unseriös und sollte sowieso nicht verwendet werden, sagte eine Firma sogar. Das ist natürlich Unsinn – der grosse Antispamanbieter könnte es sich niemals leisten, auf so einen Dienst zu setzen. Mehrmals versicherte mir die weltweit tätige Firma mit Hauptsitz in Holland, dass man nur auf die fragliche DNSBL komme, wenn grösste Mengen von Spam über lange Zeiträume über die betreffende IP versandt werden.

Erst eine informelle Anfrage bei einem Bloggerkollegen, der für den einen erwähnten Provider arbeitet, führte dort zu einer adäquaten Reaktion. Die zweite Firma stellte sich auf den Standpunkt, sie habe kein Problem (ich empfahl dann meinem Kunden natürlich, diese Firma schleunigst zu verlassen).

Fazit: Die Alltagssupporter waren offenbar heillos überfordert und sahen auch keinen Grund, das Problem zu eskalieren. In einem Fall, der sehr vielen Menschen das heute so zentrale Mailen erschwert, ist das natürlich für alle Betroffenen obermühsam.

Erstaunlich unprofessionell war auch das Verhalten der Swisscom in einem ähnlichen Fall.

So etwas war ich mir eigentlich von den Bastlern von Sunrise gewohnt, wo ich leider lange Kunde war. Und wenn ich die Swisscom als einzige hier namentlich nenne, so ist es, weil der Case kommunikativ von A-Z enttäuschend verlief und weil ich von einem Unternehmen wie Swisscom mehr erwarte.

Einer meiner Kunden beschwerte sich kürzlich bei mir, seine Mails kämen bei den Kunden nicht an. Ich prüfte den Fall und stellte rasch fest, dass es seine Swisscom-IP zu Hause war, die auf einer DNSBL gelandet war, und nicht unser Server. Es ist immer schwierig, Laien all diesen Technikkram näher zu bringen, also beschloss ich, der Swisscom direkt eine Meldung zu machen.

Eine Anfrage per Mail am 8. Juni, in dem ich den Fall detailliert schilderte, wurde erst am 12. Juni beantwortet (im Falle einer DNSBL-Eintrags ist eigentlich eine schnelle Reaktion angebracht) – und zwar offenbar von einer mit der Materie alles andere als vertrauten Person, die das Problem überhaupt nicht erfasst hatte. Sie beschrieb in der Antwort das Problem völlig falsch und fragte nach mehr Informationen. Ich klickte auf „Antworten“ und wies höflich darauf hin, dass sie offenbar nicht verstanden hatte, worum es ging, und lieferte nochmals (!) die betroffene IP.

Das Mail kam zurück mit dem Hinweis, dass diese Adresse nicht geprüft werde (klassische kundenunfreundliche No-Reply-Mailadresse, was so viel heisst wie „mühsamer Kunde, putz di“). Erst dann sah ich, dass es einen Kontaktbutton im Mail hatte, den man offenbar benutzen soll. Mühsam! Denn dann kommt man auf die normale Swisscom-Kontaktseite. Die wichtigen Infos aus dem Diskussions-Thread verschwinden so aus der Kommunikation, was alles noch schwieriger macht.

Ich war in Eile und wählte „Chat“ als Option. Ich schrieb dem Angestellten, dass er im Case Nummer XYZ der Mitarbeiterin A doch intern schnell die gewünschte Info zustellen soll. Er fand das gar keine gute Idee und sagte, er wolle mir sofort helfen – was beim vorliegenden Fall aber unmöglich gewesen wäre. Ein Chatsupporter kann kein DNSBL-Delisting machen, so naiv bin in inzwischen nicht mehr… er weiss vermutlich gar nicht, was das ist.

Die korrekte Reaktion wäre von Beginn an gewesen: Mein Mail an Fachspezialisten (z.B. Abuse Desk) leiten, IP-Adresse entlisten lassen, ggf. sündige(n) Kunden sperren, kurze Antwort an mich „Fall erledigt“, finito.

Stattdessen begann eine Odyssee wie zu Sunrise-Zeiten. Den Chat brach ich natürlich ab und wandte mich via Twitter an den sonst guten Support @swisscom_care. Ich schilderte auch dort das Problem samt Case-Nummer. Es hiess, man würde mich kontaktieren. Ich gab an, auf welcher Mailadresse ich erreichbar sei und dass ich telefonisch nur schlecht zu erreichen sei (Telefon ist für mich eine Kommunikationsform des letzten Jahrhunderts, die ich wenn immer möglich vermeide).

Tagelang passierte nichts. Ich hakte nach – es wurde mir beschieden, ein Fachspezialist habe mich telefonisch nicht erreicht… ja Himmelherrgottnochmals, ich hatte doch erwähnt, dass man mir mailen solle. Also nochmals darum bitten, die Mailadresse zu benutzen, über die ich schon vor zwei Wochen das DNSBL-Listing an Swisscom gemeldet hatte.

Sie dürfen dreimal raten: Nach weiteren 24 Stunden habe ich immer noch kein Mail von diesem Fachspezialisten bekommen. Die ursprüngliche Anfrage ist nun über zwei Wochen her.

Ehrlich, liebe Swisscom: Das ist ein #FAIL auf der ganzen Linie. Das darf einer Swisscom einfach nicht passieren. Ich möchte nun auch gar keine Antwort mehr, da ich bald in die Ferien fahre und mich über die Antwort vermutlich sowieso wieder nur ärgern würde. Was ich aber von euch erwarte:

– Leitet Nachrichten von Beginn an den Leuten weiter, die etwas vom Thema verstehen und etwas tun können. (Natürlich wäre es eh besser, wenn ihr euer Netz so überwacht, dass keine eurer IPs je auf eine DNSBL kommt.)

– Richtet ein, dass man auf eure Mails ganz normal via REPLY per Mail antworten kann, wenn ihr schon nach mehr Infos fragt (siehe hier).

– Wickelt solche Fälle schneller ab. Hakt intern nach, arbeitet abteilungsübergreifend besser zusammen, nehmt die Wünsche eurer Kundinnen und Kunden ernst („Er hat dich probiert anzurufen“, nachdem jemand deutlich schrieb „ich bin telefonisch nicht erreichbar, mailt bitte“ ist ein Armutszeugnis von Kundendienst).

– Und im Zusammenhang mit einem anderen auf Twitter ausgetragenen Fall (Verfall von internationalem Datenvolumen): Weniger Marketingsprech und mehr Ehrlichkeit bedeutet mehr Glaubwürdigkeit. Ich höre lieber einmal mehr „Wir tun das, um mehr Geld zu verdienen“ statt „Wir überprüfen laufend unsere Angebote und hoffen, dir in Zukunft bla bla bla sülz sülz bla….“

______

O Wunder, kurz nach Veröffentlichung dieses Beitrages kommt folgende Antwort: „(…) Sie beschreiben, dass das Mail eines Kunden an Sie als Spam eingeordnet wurde. Wir haben Ihre Anfrage (inkl. IP-Adresse) an die dafür zuständige Abteilung weitergeleitet. Wir bitten Sie um Geduld und entschuldigen uns für die lange Antwortzeit.“

Schön. Nur ist bei Blacklistings jeweils Eile angesagt…

Oh, und soeben kommt dieses Mail ein zweites Mal. Und alle wieder mit „Wenn Sie mit uns in Verbindung treten möchten, klicken Sie bitte auf Hilfe & Kontakt. Die Absender-Adresse dieses E-Mails ist nicht betreut und Anfragen können nicht beantwortet werden.“

Bastler. Echt Sunrise-mässig!

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Heute vor 10 Jahren startete dieses Ding hier: JacoBlök.

Das Projekt und der Name waren eine spontane Idee an einem lauen Berner Frühlingsabend in der Bürogemeinschaft. „Versuch doch mal dieses WordPress“, sagte der Sultan. Gesagt – getan.

Der erste Beitrag vom 19. April 2005 war ein Rant auf die damals ausgestrahlte Sendung „Traumjob“, der erste Kommentar ein Test des besagten Sultans. Nummer zwei handelte von der Wahl Ratzingers zum Papst. In Nummer drei ging es dann bereits um etwas, das in diesem Blog programmatisch werden sollte: Nostalgiefotos (Autor mit Grossvater und Kuh anno 1972).

Wenig später tauchten die ersten – damals noch undeutlichen – Handyfotos (gemacht mit einem Nokia 6230) in JacoBlök auf: Dem Völkl Racetiger bin ich bis heute treu geblieben. Der Musik auch – und dem öffentlichen Zelebrieren von Dingen, die ich gerne tue, ebenfalls.

Auch wenn sich JacoBlök inzwischen fast gänzlich auf Twitter verlagert hat: Zum Zehnjährigen ein grosser Dank an WordPress, die nach wie vor unglaublich gute und zuverlässige Open-Source-Software, die seit Beginn an kaum je Probleme machte und die im Gegensatz zu anderen CMS jedes Update schadlos überstanden hat.

Der seit Monaten geplante Relaunch wird sich weiter verzögern: Viel Arbeit und viel unterwegs. Derzeit auf Cape Cod, zuvor in Washington, Philly und Boston, später New York. Täglich mehr dazu auf Twitter – unter anderem mit spektakulären Bildern vom Whale Watching gestern:

Whale Watching, Cape Cod, 18.4.2105

Whale Watching, Cape Cod, 18.4.2105

Whale Watching, Cape Cod, 18.4.2105

Zum Jubiläum schwinge ich keine grossen Worte mehr, sondern mache einmal mehr einen auf Nostalgie- und Vergleichsfotos sowie thematisches Chrüsimüsi (wo gibt es schon Meeressäuger und Vintage-Skibilder auf der gleichen Seite?).

Denn in diesen Tagen ist es auch genau 40 Jahre her, dass ich in Sedrun zum ersten Mal auf den Skis stand:

Erster Skitag, Frühling 1975

Im Frühling 1975 zog ich auf dem „Idiotenhügel“ in Valtgeva meine ersten Schwünge in den Schnee. Etwas, das ich später als Erwachsener während 30-60 Tagen pro Winter tun würde. Vermutlich habe ich inzwischen total rund zwei Jahre des Lebens auf der Piste verbracht.

Auf diesem Video sieht man am Schluss den ersten Skitag auf Super-8-Film gebannt (ab 8:24):

Natürlich haben mein Vater und ich „40 Jahre danach“ unsere erste gemeinsame auf Film festgehaltene Skiszene diesen Winter möglichst adäquat nachgestellt:

Erster Skitag, Frühling 1975

Aber jetzt lassen wir die Bilder aus dem Familienfotoalbum 1975 für sich sprechen.

Erster Skitag, Frühling 1975

Erster Skitag, Frühling 1975

Erster Skitag, Frühling 1975

Erster Skitag, Frühling 1975

Der Skilift im Hintergrund ist übrigens (nach dem Skilift Alpsu 1960) der zweite Bügellift, der in der Region Tujetsch aufgestellt wurde – im Jahre 1962 von Testa Soliva:

Skilift Valtgeva, 1962

Alles weitere zu diesem Lift auf dieser Seite. Zum letzten erhaltenen Skiliftbügel dieser Anlage schaue ich übrigens seit 1985 bestens:

Skiliftbügel aus Valtgeva, 1962/2003/2012

1975 sah es bei dessen Talstation so aus – inzwischen hat man sie in ein Haus gepackt (was 2006 rückgängig gemacht wurde):

Erster Skitag, Frühling 1975

Erster Skitag, Frühling 1975

Erster Skitag, Frühling 1975

Offenbar hatte da jemand Spass an diesem Dings mit dem Schnee und dem Gleiten darauf und machte seine Sache gut – das Schrie nach einer Belohnung in einem Bereich, der auch 40 Jahre und etliche Kilos danach noch einen zentralen Bereich im Leben einnimmt: Fein Essen.

Sedrun, Frühling 1975

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Diese Woche vor genau 30 Jahren machte ich in den Frühlingsferien in Sedrun eine stattliche Anzahl Dias.

Ich ahnte 1985 zwar noch nicht, dass „Vergleichsfotos X Jahre später“ eine meiner grossen Leidenschaften sein würde. Aber zumindest ahnte ich, dass ich diesen alten Skililftbügel vom Schrotthaufen retten musste – ganz zum Leidwesen meines Vaters, der sich vermutlich dachte, was er da für einen Komplett-Irren auf die Welt gestellt hatte (was natürlich irgendwie schon stimmt):

Stolzer 13-Jähriger mit seinem ersten kompletten Skiliftbügel in der Sammlung

Dass das edle Teil dereinst dekorativ an meinem eigenen Haus in Bern hängen und zu einer kleinen Spaziergänger-Attraktion werden sollte, wäre vor 30 Jahren ebenso ein wirres Hirngespinst gewesen wie die Tatsache, dass es noch mehr Seilbahnnostalgiker und Sammelwütige in diesem Land gibt.

Der einzige gerettete Sedruner Bügel aus den Anfangszeiten in Bern

Immerhin handelt es sich bei diesem skilifthistorischen Sammlerstück um eine wichtige Episode der Sedruner Skigebietsgeschichte.

Das Doppelmayr-Gehänge hing ab 1961 am ersten Skilift des Dorfes in Valtgeva, den Battesta Soliva aufstellte (und der – leicht modifiziert – heute noch am „Idiotenhügel“ steht). Die Geschichte dieser Anlage ist hier mit Originaldokumenten nachgezeichnet. Später wurden diese Bügel an den VW-Motor-Skilift in Surrein verlegt, an dem ich ab 1975 ebenfalls oft fuhr. Damals wiesen sie noch Griffe und Sitze aus Holz auf, wie in dieser Werbung:

Skiliftbügel-Werbung aus den 1960ern

Doch damit zu den Vergleichsbildern! Die Bilder von 2015 stammen aus der letzten Woche.

1985 gab es noch keine einzige Sesselbahn im Hauptskigebiet Dieni-Milez und damit auch keine Verbindung via Val Val zum Oberalppass. Man kam zwar auf den Pass und (ab 1980) mit einem sausteilen Lift (der heute im Emmental steht) wieder nach Cuolm Val, aber nicht wieder zurück auf den Pass – ausser natürlich mit der damaligen Furka-Oberalp-Bahn FO.

Die beiden langen Hauptlifte von 1962 (deren Geschichte hier erzählt wird) sind hier schön sichtbar. Heute hingegen stehen dort eine Sesselbahn von 1994 und eine von 2006:

Sedrun 1985-2015 / Klicken für grosse Fassung

Auffällig: Vor 30 Jahren führten noch etliche Stromleitungen mit ungepolsterten Masten quer über die Pisten.

Der Blick vom Sedruner Elternhaus aus in Richtung Süden (Val Nalps, Cuolm Cavorgia, Surrein, Piz Vatgira) zeigt vor allem grosse Veränderungen bei der Bewaldung. Zudem wurde in den 1990er-Jahren eine neue Zufahrtsstrasse nach Surrein erstellt, und der Skilift steht seit 2003 nicht mehr.

Sedrun 1985-2015 / Klicken für grosse Fassung

Dass es 30 Jahre später eine Livekamera geben würde, die jederzeit über ein „Internet“ Einblicke in diese Richtung erlaubt, hätte man sich 1985 nicht im Traum vorstellen können.

Seit 1985 sind noch ein paar Häuschen dazu gekommen (das Bild von 1985 wurde einen Stock tiefer als das von letzter Woche aufgenommen):

Sedrun 1985-2015 / Klicken für grosse Fassung

Zum Abschluss noch der Ausblick aus dem Haus meiner Tatta: 1985 kam gerade Norman die Via Gionda herunter spaziert, 2005 sieht man auch hier vor allem, dass die Bäume tüchtig in die Höhe geschossen sind.

Sedrun 1985-2015 / Klicken für grosse Fassung

Der Wald am Bostg im Hintergrund fiel 1990 grösstenteils dem Sturm „Vivian“ zum Opfer. Inzwischen ist doch ein beträchtliches Stück nachgewachsen.

Das Originalbild von 1985 kann in voller Grösser hier heruntergeladen werden (JPG, 7.1 MB). Womöglich erkennt sich ja noch jemand in diesem Ausschnitt?

Sedrun 1985

(Der Herr mit Schnauz ist eben Norman Rawcliffe, der im Dorf nicht ganz unbekannte Kunstmaler englischer Provenienz; er ist leider schon 2005 verstorben.)

Wenn wir gerade dabei sind, noch ein kleiner Ausflug ins Unterengadin.

Aus dem selben Winter stammt das folgende Video des Skigebietes Scuol / Motta Naluns. Seither sind fast alle Skilifte durch Sesselbahnen ersetzt worden. In diesem Filmchen sieht man die Skimode aus der Mitte der 1980er-Jahre noch etwas ausführlicher.

Und diese Scuoler Bilder schliesslich stammen zwar aus dem Jahre 1980 – aber ein Leckerbissen für Nostalgiker sind sie alleweil:

Skigebiet Scuol-Motta Naluns, 1980

Skigebiet Scuol-Motta Naluns, 1980

Skigebiet Scuol-Motta Naluns, 1980

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Der Sedruner SoFi-Skitag begann früh mit perfekten Pulver- und Sulzpisten:

Sedruner Skigebiet

Sedruner Skigebiet

Nach einigen sensationellen Abfahrten ging dann auch am Himmel ein wunderbares Schauspiel los. Natürlich hatten wir eine Ersatzsonnenbrille und ein Stück unbelichteten, entwickelten Film (nota bene von 1983) mitgenommen. Durch dieses Equipment fotografiert sah die Sonne nach halb zehn bereits leicht angefressen aus:

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Immer mehr Leute schauten gen Himmel…

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

… und etwa um halb elf war dann auch schon der Zeitpunkt der grössten Bedeckung erreicht. Das Licht wurde etwas fahler, aber natürlich weit entfernt von der Stimmung im Sommer 1999, als ich extra ins Elsass gepilgert war.

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

So langsam dachten wir wieder ans Skifahren – und schossen unterwegs noch ein paar Sonnenfinsternisfotos.

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Nach so viel Finsternis musste dringend eine kulinarische Aufheiterung her.

Sonnenfinsternis vom 20.3.2015 aus dem Sedruner Skigebiet

Das gibt es nicht alle Tage: Wunderbare Pisten, ein fast wolkenloser Himmel für den perfekten Sonnenfinsternisgenuss, zwei Sudada-Schnitzel. Ein Hoch auf diesen 20. März 2015!

Mehr Bilder von heute in diesem Album sowie in diesem Forum.

SoFi-Erinnerungen in diesem Blog:

Die totale Finsternis 1999
„Wieder mal SoFi-Fieber“ (2006)
„Sonnenfinsternis: Scheisswolken!“ (2011)

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Bevor die kalte Jahreszeit definitiv vorbei ist: Wer erinnert sich ans Itinger Dorfskirennen im Januar 1985?

Vor 30 Jahren lag erstmals in meinem bewussten Leben so viel Schnee im Baselbieter Dorf, wie ich es sonst nur aus den Bergen kannte.

Der Turnverein stellte am Dreikönigstag kurzfristig ein Skirennen auf die Beine. Die Strecke lag hinten im Tal, kurz vor der Lehmgrube, und führte zwischen Hochstamm-Kirschbäumen durch. Gestoppt wurde von Hand mit Startzeichen per Funk. Je Älter man war, desto weiter musste man hochkraxeln (und dabei natürlich auch die Piste in den 20-30cm hohen Schnee stampfen). So wurde die Kante zwischen dem Waldweg und dem Steilhang zur Schlüsselstelle.

In der 26. Ausgabe unserer Schülerzeitung „FGOI“ (PDF, 2 MB) berichteten wir Ende Januar mit Begeisterung und samt Pistenplan vom Dorfskiderby. Es war eine Zeit, in der es keine Carvingski gab und in der die ersten Snowboards erst gerade aufkamen.

Bericht zum Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Wer noch mehr Fotos von damals hat, soll sich doch melden.

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

Skirennen in Itingen BL am 6. Januar 1985

(Fotos: Stefanie Jacomet / Letzte 2 Fotos: Martina Lüthy)

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Im auslaufenden Jahr schrieb ich kaum Blogbeiträge, veröffentlichte aber über 1000 Tweets. Allein im 4. Quartal 2014 erreichten diese fast 50’000 Impressionen (während die Blog-Seitenaufrufe zwischen 4800 und 3000 pro Monat schwankten).

Hier ein kleiner Streifzug durch das Gezwitscher und prägende, fröhliche, traurige, denkwürdige oder einfach stinknormale Ereignisse des Jahres:

– 19.1.: Wie eine währschafte Landbeiz halt so sein muss – Weil es auch 2014 so manchen kulinarischen Höhepunkt gab.

– 29.1.: Die Ortlergruppe mit ordentlicher Föhnhaube – Weil ich zum ersten Mal in Österreich Ski gefahren bin und nun weiss, warum es da so viele Schweizer hat.

– 6.2.: Die Angriffswelle rollt – Weil… Pöftli!

– 7.2.: Falsch, Herr Schaeppi – ich wechsle bald weg, da Fix/DSL bei Ihnen zu teuer ist und ich TV nicht brauche – Weil die Swisscom punkto Mobilnetz unschlagbar ist, im Bereich DSL/Festnetz/TV aber tierisch nervt.

– 9.2.: Massenei…nschmelzung. Das haben wir soeben mit 50.3% der Schwiizerli gemacht. Stinkt jetzt etwas weniger im Lande – Weil man da ruhig ein paar Ja-Stimmen hätte verschwinden lassen können. So ganz unauffällig.

– 12.2.: Man nannte ihn „Brennender Zeh“ – Weil diese Bergkette da hinten immer noch die schönste ist.

Badus bis Pazolastock

– 20.2.: Und dann zeigt sich der Monviso doch noch in voller Pracht / 21.2.: So muss das sein. Ein alter Graffer-Tellerlift in San Giacomo di Roburent, Piemonte / 22.2.: Ein wunderbarer Morgen beim Camp d’Argent war das: Ein alter Poma-Schlepper und Skifahren mit Meersicht / 23.2.: Viele Lebewesen im Süden waren heute äusserst produktiv / 24.2.: C’est chouette, le ski à la Côte d’Azur – links Alpen, rechts Mittelmeer / 24.2.: Welch angenehme Gegend: tagsüber Skifahren, abends Essen am Meer. Die Croisette ist im Winter deutlich unaufgeregter / 27.2.: Wäre natürlich famos, jetzt durch die Gorges du Loup runter an die Küste zu carven und gleich ins Meer einzutauchen – Weil Skifahren im Piemont und an der Côte d’Azur (mit Meerblick) wunderbar ist, und am selben Tag Skifahren und am Meer essen des Ausbund an Lebensqualität ist, wie diese „Tour de Ski avec Cousin E.H.“ im Süden eindrücklich zeigte.

Col de Turini, Skifahren mit Meerblick

– 8.3.: Sophie macht den Götti stolz: vor 2 Wochen noch am Übungslift, heute schon wagemutig auf der schwarzen Piste von Eriz – weil diesen Winter der Knoten aufging und ein neues Skigschpändli geboren wurde.

– 9.3.: Heute skiliftfrei bzw. nur mit Feldstecher. Wein- und andere Berge im Lavaux – Weil solche Frühlingsausflüge mitten in der Skisaison auch cool sind.

– 28.3.: Coole Eisenkonstruktionen Barcelonas, Teil 5: Hivernacle, aus der Zeit des Eiffelturms – Weil die erste europäische Städtereise dieses Jahres genial war.

– 5.4.: Eine 20 Jahre währende wunderbare Freundschaft am adäquaten Ort mittels Sechsgänger begehen: Posta Rueras – weil gute Freundinnen und Freunde das Wertvollste im Leben sind.

– 8.4.: Windows XP ade – Weil mein wichtigstes Arbeitsgerät rundum erneuert wurde.

– 15.4.: Lachstranche mit Paniermehl-Kräuter-Olivenöl-Knoblauch-Kruste und gebratenen Grünspargeln an Honig und Balsamicoessig – weil…. naja, slurp.

-20.4.: Laufentalostersonntagswanderung – Weil Ostern zum Skifahren fast zu spät war.

– 24.4.: Hier vor genau 9 Jahren skeptisch getestet, seither begeistert treu geblieben: Völkl Racetiger – Weil mein wichtigstes Freizeitvergnügen seit Jahren vom Renntiger positiv unterstützt wird.

– 26.4.: Baseltor Solothurn, Mitglied von @swiss_historic – sehr zu empfehlen – Weil man gute Städtereisen auch in allernächster Umgebung machen kann.

– 2.5.: Valle Onsernone. Am Mittag spontane Einladung angenommen – weil gute Freundinnen und Freunde… siehe oben.

– 11.5.: Das sind noch echte Kuhbuben. (Itingen BL, mit dem Nachwuchs beim Abschreiten unserer Jugendfilmdrehorte der 1980er.) – weil gute Freundinnen und Freunde… siehe oben. (Und deren Kinder natürlich auch.)

– 24.5.: Mal woanders: Pfäffikersee – weil die Schweiz noch so manche bisher unentdeckte schöne Ecke hat.

– 1.6.: PfirsicheWeichselnXbeerenHoldrChrosleÖpfuChütteneTrübeli – weil die Selbstversorgung heuer rekordverdächtige Ausmasse annahm.

– 7.6.: Und auf der Südseite des Col du Rousset riecht es plötzlich nach Süden. Im Tal wartet ein Glas Clairette de Die / 11.6.: La peite école: Beiz in früherem Schulhaus mit allem, was dazu gehört – sogar mit den ausrollbaren Grosskarten. / 28.6.: In & um Valensole. Das Paradies für jemanden, der seit Kindesbeinen an Lavendel in allen Variationen liebte / 29.6.: Zurück im heute vor 3 Wo entdeckten Café Brochier, St-Julien en Vercors. Wie erwartet auch zum pfusen & essen génial – weil die grossen Ferien des Jahres unheimlich erholsam waren (und die einzigen Hochsommertage des Jahres brachten).

Col du Rousset

– 1.7.: Kaya verpennt das Unglück zum Glück – weil Göttimeitschi #3 super ist und ja auch noch die WM in Brasilien stattfand dieses Jahr.

– 10.7.: Heute wären meine Grosseltern 84 und 85 geworden. Wir haben dankbar auf sie angestossen. Köszönjük, Anyu és Apu – weil ich über sechs Wochen des Jahres in Südfrankreich gelebt und gearbeitet habe.

– 29.7.: Kurze Vater-Sohn-Ausfahrt mit dem Aebi à la früher – weil nebst guten Freundinnen und Freunden, siehe oben, auch die Familie sehr wichtig ist.

– 1.8.: Von ZWs Gere Stäuble (heute im Sennekuttli, der Ärmste) der Nordwand entlang geflogen werden: Nicht übel! – weil etwas Dekadenz zwischendurch unbedingt nötig ist.

– 5.8.: Vielleicht sollte man einfach nicht auf ein Waveboard steigen, wenn man seine kapitale Rechte nicht gefährden will? – weil das zum Glück eine der wenigen Schmerzphasen dieses Jahres war.

– 10.8.: Zischtigsclub à la Wipkingen – weil man auch in Zürich sehr schöne Ferien machen kann.

– 21.8.: Sollte hier einen Text schreiben. Das Pan Bagnat möge für Inspiration sorgen, trotz Fleischmeer am Kindheitsstrand – weil mir der Text, den ich hier verfasste, sehr am Herzen lag.

– 29.8.: Nachdenken in Flüelen über dieses und jenes – weil der Text (siehe 21.8.) ein Rückblick auf schöne Zeiten mit Barbara war und wir an diesem Tag für immer von ihr Abschied nahmen. (Und trotzdem wird sie für den Rest meines Lebens in der Gemsstockbahn lachend neben mir stehen.)

Am Urnersee

– 14.9.: OK, nehmen wir! – weil auch Braunwald bisher ein unentdecktes Pflaster war.

– 17.9.: Wegen dieses irren Pseudowettbewerbs versucht mich meine Kasse auch immer wieder loszuwerden. Ja zur #einheitskasse – weil dies das zweite birnenweiche Abstimmungsergebnis des Jahres war.

– 19.9.: Wieder mal heimwerken: 40cm durch die Wand für neuen Glasfaseranschluss. – weil wir die Swisscom zu Hause erfolgreich los geworden sind und nun für die Hälfte des Preises doppelt so schnell surfen.

– 23.9.: Hallo – weil ich diesen „Sommer“ nur genau einmal in der Aare war.

– 29.9.: Auch wenn’s öppedie nicht einfach ist: mich selbständig machen als beste Entscheidung des Lebens – weil das seit bald acht Jahren so ist und ich sehr dankbar bin dafür, dass es gut läuft.

– 12.10.: Im Spättau zu Berge – weil gute Freundinnen und Freunde… siehe oben.

– 19.10.: Rigi – Gantrisch mit viel dazwischen – weil wenigstens der Herbst 2014 in weiten Teilen wunderschön war.

– 25.10.: Weisser vom Hügel hintendran und Truffes in allen Variationen so weit das Auge reicht. (Bonvillars, Waadt) – weil das auch so ein kleiner, feiner Sponti-Ausflug in unbekannte CH-Gefilde war.

– 29.10.: La Chaux d’Abel. Aufwachen im Jura – weil es in der Schweiz noch so viele unentd… siehe oben.

– 2.11.: Sommeridyll am Luzerner Stadtrand, November oder was? – weil wir nach dem August glücklich waren, uns unter fröhlicheren Umständen zu begegnen und mit Kind und Kegel noch einen Sommertag erlebten.

– 8.11.: Fleissiger Samstag: nächstes Jahr bequeme Gemüseernte dank Hochbeet – weil das eine kleine, aber feine Anschaffung war und wir nun endlich mehr Zeit zum Gärtnern haben, nachdem die alte Hütte langsam gut im Schuss ist.

– 12.11.: Remember Giotto’s blurry Halley pictures in 1986? Hoping for better stuff today. Good luck @Philae2014 #CometLanding – weil so Weltraumzeugs immer schon faszinierend war und immer sein wird.

– 20.11.: Kein Nebelmeer, kein blauer Himmel. Trotzdem gut. (Felsenegg, Adliswil) – weil es in der Schweiz noch so viele unentd… siehe oben.

– 23.11.: Doch doch, ein relativ ordentlicher Tag, dieser 23.11.2014 – weil die Erkältung rechtzeitig zum Skisaisonstart beendet war.

– 3.12.: Oliven 2014 in Seillans: gärend-fauler Geruch. Dasselbe Bild wie fast überall im Süden – weil die Olivenernte nicht nur bei uns komplett ins Wasser fiel.

– 9.12.: Leberle mit Brägele, Grosser Meyerhof, Freiburg, mit grosser Begleitung – weil gute Freundinnen und Freunde… siehe oben.

– 19.12.: Firenze kurz vor Weihnachten 2014, fast ein wenig frühlingshaft – weil die zweite europäische Städtereise des Jahres ebenso von kulinarischen und kulturellen Höhepunkten geprägt war wie die erste.

Firenze

– 21.12.: Servicetweet für alle in Sedrun und der @SkiArenaUR_GR – der Nebel war um 11 Uhr hoch, aber er löst sich langsam auf – weil über die Heimat fliegen einfach immer wieder faszinierend ist.

– 23.12.: Ein schöner Tag in der coolen Stadt der fremden Richter – Weihnachtsmärkte locker links liegen gelassen. #Strasbourg – weil der Kurztrip ins Elsass sich sehr gelohnt hat.

– 28.12.: Das mag der Doppelmayr, der alte Haudegen – weil Bern schon viel zu lange keinen richtigen Wintertag erlebt hat.

– 30.12.: Nicht der Haufen, aber schön und still und vor allem eeeendlich. – weil wir uns dieses Jahr über ausnahmsweise saisongerechtes Wetter stets doppel freuten.

Und wer gern alle Bilder des Jahres sieht, klickt nun einfach hier. Einen guten Rutsch ins 2015.

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